Helene Helming Schule / Grundschule

Gemeinsam die Welt erschließen - Montessori (er)leben an der Helene Helming Schule

Hauptkategorie: Schulumfeldgestaltung

Projektbeschreibung

Das Schulleben an der Helene Helming Schule orientiert sich an den pädagogischen Grundsätzen nach Maria Montessori. Die Ausrichtung unseres Schulkonzepts an dieser Philosophie entstand aus dem Bedürfnis heraus, unseren Kindern die Möglichkeit zu geben, unabhängig von ihren Voraussetzungen, jahrgangsübergreifend gemeinsam lernen zu können. Die Schulumfeldgestaltung bildet daher einen Hauptschwerpunkt unserer schulischen Arbeit. Hier legen wir Wert, die einzelnen Lernorte so zu arrangieren, dass sie den verschiedenen Ansprüchen der Kinder gerecht werden und einen inklusiv ausgerichteten Unterricht ermöglichen. Unsere Kinder erfahren dies nicht nur in Form einer pädagogisch vorbereiteten Lernumgebung, sondern haben vielmehr die Möglichkeit, das gemeinsame Lernen und Leben aktiv mitzugestalten. In diesem Rahmen erfahren sie, ihre Vielfältigkeit als Gewinn zu schätzen und ihren Lernweg selbst in die Hand zu nehmen. Dieses Gesamtprojekt beinhaltet verschiedene Bausteine, die zur stetigen Weiterentwicklung unserer Schule beitragen und die Kinder sowie Eltern, außerschulische Partner und Förderer von Beginn an mit einbezieht. Die folgenden Projektbausteine geben exemplarisch einen Einblick in unsere laufende Schulumfeldgestaltung.

 

Projekt "Grünes Klassenzimmer mit Schulgarten"

Im Frühjahr entstand die Idee unser Schulgelände mit einem so genannten „Grünen Klassenzimmer“ sowie mit einem Schulgarten auszustatten. Die räumlichen Möglichkeiten auf unserem Schulgelände waren begrenzt, jedoch entstand in enger Zusammenarbeit mit unserem Hausmeister und unseren pädagogischen Fachkräften schnell eine kreative Lösung. Für das grüne Klassenzimmer wurde von unserem Hausmeister eine Sitzgelegenheit aus gebrauchten Holzstämmen angefertigt, welche zugleich in den Schulgarten eingebettet wurde. Die Nutzungsmöglichkeiten sind vielfältig. Wir nutzen unser „Grünes Klassenzimmer“ beispielsweise im Rahmen des Unterrichts in Anbindung an sachunterrichtliche Projekte und Unterrichtsthemen. Der angeschlossene Schulgarten bietet den Kindern vielfältige Naturerfahrungen und regt zum Mitmachen, Beobachten und Entdecken an. Auch dieser wird im Unterricht als auch im Ganztagsbereich zu verschiedenen Anlässen genutzt. Bei der Planung und Gestaltung der Schulgartenfläche waren die Kinder sowie einige Eltern von Beginn an mit einbezogen. Ein Kind wusste, dass man Pferdedung als natürlichen Bodendünger einsetzen kann. Also haben wir beim hiesigen Pferdehof im Frühjahr Pferdeäpfel geholt und unter unsere Gartenerde gemischt. Zur Pflanzzeit haben die Kinder beim Aussäen geholfen und wir haben einige Eltern gebeten Stauden mitzubringen. Diese bereichern nun unseren Blumengarten. Des Weiteren haben wir einige Heilpflanzen (Lungenkraut, Spitz- und Breitwegerich, Ackerschachtelhalm, Sauerampfer), welche in der freien Natur wachsen und zum größten Teil gar nicht mehr wahrgenommen werden, sowie mehrer Wildkräuter in unseren Garten geholt. Zwischen den Blumen und Kräuterbeeten wachsen auf kleinen Flächen einige Obst- und Gemüsesorten. Für die Kinder war es sehr eindrucksvoll, diese beim Wachsen zu beobachten und anschließend zu ernten. Das frisch gepflückte Obst und Gemüse findet auch bei unserem Gebärdenfrühstück Verwendung, welches unsere Sonderpädagogin mit einigen Kindern jede Woche gemeinsam vorbereitet und begleitet. Im Spätherbst, wenn die Landschaftsgärtner der Stadt wieder aktiv werden und Sträucher sowie Bäume gefällt werden, hoffen wir auf Holzreste und Rindenmulch, um unsere Wege zu befestigen und unsere Beete Winterfest zu machen.

 

Projekt "Lernwerkstatt"

Mit dem Projekt Lernwerkstatt, das an den Epochenunterricht unserer Schule anschließt, soll nach den pädagogischen Prinzipien Montessoris ein Lernraum mit besonderem Charakter geschaffen werden. Im Mittelpunkt stehen Neugier, Staunen, das praktische Tun, anregende Materialien und abwechslungsreiche Lernorte, die den Kindern vielfältige Erfahrungs- sowie Lernmöglichkeiten bieten sollen. An der praktischen Umsetzung dieser Werkstatt arbeiten wir in Kooperation mit den Eltern, ortsansässigen Schülerfirmen, Erntebauern und weiterführende Schulen. Hierbei war es uns bisher möglich, den Raum bedarfsgerecht mit Möbeln und Lernmaterialien auszustatten. Ferner haben wir die konzeptionelle Nutzung der Lernwerkstatt dahingehend ausgebaut, dass die Kinder auch außerhalb der Räumlichkeiten zu verschiedenen Themenfelder arbeiten können, indem sie beispielweise den Schulgarten für Forscheraufträge nutzen. Der vernetzte Unterricht, der fester Bestandteil eines jeden Schulvormittags ist, schließt sich an das Lernen in unserer Lernwerkstatt an. Mit dem Angebot „Freier Forscherclub“ setzen wir derzeit einen besonderen Akzent in Bezug auf das naturwissenschaftliche Lernen. Unsere Kinder haben hierbei die Möglichkeit, Alltagsphänomene interessensgeleitet zu erforschen. Dabei kommt auch unsere Netzwerkbeteiligung im Rahmen der Bildungsinitiative „Haus der kleinen Forscher“ zum Tragen.

Unser langfristiges Ziel ist es, dass die Kinder die Lernwerkstatt jederzeit (auch während des laufenden Unterrichts) mit Forscherfragen aufsuchen können. Zudem ist die Öffnung der Lernwerkstatt im Nachmittagsbereich angedacht.

 

Projekt "Gebärdenunterstütztes Lernen"

An der Helene Helming Schule wird die Gebärdensprache nach Kestner und ein daraus entwickelter Gebärdenkasten erlernt und eingesetzt. Sie soll dazu dienen, die Kommunikation zwischen allen Schülern mit Hilfe von Gebärden zu fördern. Kinder mit sprachlichen oder geistigen Einschränkungen lernen hierbei, sich besser zu verständigen und ihre Bedürfnisse und Gefühle klarer auszudrücken. Dadurch, dass auch Kinder ohne körperliche oder geistige Beeinträchtigung beim Lernen der Gebärden mit einbezogen werden, lernen auch sie Wege kennen, sich mit ihren Mitschüler besser auszutauschen und sie zu verstehen. An unserer Schule finden dazu verschiedene Angebote statt. Beim wöchentlich stattfindenden, gemeinsamen Gebärdenfrühstück, bereiten die Kinder das Frühstück vor, gehen einkaufen, kochen, backen und verrichten hauswirtschaftliche Tätigkeiten. Des Weiteren werden Lebenspraktische Übungen gemacht. Im Schul- und Unterrichtsalltag werden die Gebärden bei der täglichen Begrüßung, bei der Aktualisierung des Kalenders, beim Spielen und Singen von Liedern und vielem mehr eingesetzt. Im unterrichtlichen Kontext verwenden wir die Gebärden beim Reflexionskreis nach der Freiarbeit sowie beim Epochenunterricht. Unsere pädagogischen Lehr- und Fachkräfte informieren sich dazu in regelmäßig stattfindenden Treffen über aktuelle Gebärden und üben diese gemeinsam mit allen Kindern der Lerngruppe ein. Jedes Kind, das die Gebärdensprache erlernt, besitzt eine Mappe mit einer Übersicht der bereits erlernten Gebärden. Weiterhin werden auch die Eltern einbezogen, indem sie durch von uns erstellte Videos die Gebärden mitlernen und auf dem Laufenden gehalten werden. Sie dient ihnen als Hilfe zum besseren Verständnis ihrer Kinder und ermöglicht auch in der Familie eine gebärdenunterstützte Kommunikation. Auf diese Weise soll eine gewisse Nachhaltigkeit erreicht werden. Am Tag der offenen Tür konnten Besucher und interessierte Eltern am gemeinsamen Gebärdenfrühstück teilnehmen. Bei diesem Anlass wurde ein kurzes Video gezeigt, in dem sich einige Kinder mit Hilfe von Gebärden vorgestellt haben. Des Weiteren wurden Ausschnitte aus unserem Gebärdenfrühstück sowie ein selbst erstelltes Rollenspiel gezeigt.

 

Weitere Projekte

 

 

 

Netzwerk

Haus der kleinen Forscher - Netzwerk Kreis Borken

Die Helene Helming Schule nimmt an der Bildungsinitiative Haus der kleinen Forscher teil. Hiermit engagiert sich unsere Einrichtung im Bereich der frühen mathematischen, naturwissenschaftlichen und technischen Bildung im Grundschulbereich. In Kooperation mit unserem regionalen Netzwerkpartner „Kreis Borken“ und durch die Unterstützung einer ortsansässigen Patenfirma, nutzt unser pädagogisches Team regelmäßig das Angebot der Initiative „Haus der kleinen Forscher“ und bildet sich zu Themen der MINT- Fächer fort. Durch die Netzwerkarbeit werden Kontakte und Austauschmöglichkeiten mit anderen regionalen Einrichtungen (Kitas und Grundschulen) aufgebaut, Impulse ausgetauscht und in die Einrichtungen getragen. Diese fließen nachhaltig in die Gestaltung unseres Schulalltags ein und tragen zur Ausgestaltung unseres Lernwerkstattangebots bei.

Stammdaten der Schule

Frau Maria Terhalle
Wessumer Str. 59
48683 Ahaus
Tel : 02561 - 8962348
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