Düsseldorfer Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung

Beiträge zur besseren strukturellen Verankerung von BnE in NRW

Hauptkategorie: Ökoaudit/Nachhaltigkeitsaudit

Netzwerkbeschreibung

Das Düsseldorfer Netzwerk „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ist ein Zusammenschluss von Schulen aller Schulformen in Düsseldorf, Firmen, Institutionen wie der Verbraucherzentrale und Nichtregierungs-Organisationen (NGOs) wie dem Eine Welt Forum in Düsseldorf (aus diesem seit 15 Jahren bestehenden Netzwerk bewerben sich 16 Schulen (14 aus Düsseldorf, 1 aus Neuss, 1 aus Grevenbroich) und 8 außerschulische Partner für eine Auszeichnung im Rahmen der aktuellen Kampagne Schule der Zukunft.

Der Schwerpunkt der Arbeit des Netzwerks: 

  • Förderung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in Düsseldorfer Schulen (darunter Nachhaltigkeits-Auditierung als systematisches Implementierung von BnE in Schulen)
  • Informations- und Erfahrungsaustausch sowie gegenseitige Unterstützung im Netzwerk
  • Förderung der Kooperation mit außerschulischen Partnern
  • Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit
  • Beiträge zur Qualifizierung des Konzepts Bildung für nachhaltige Entwicklung (best practice) sowie zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für BnE in NRW (bildungspolitisch)

Das Düsseldorfer Netzwerk ist 1999 im Rahmen des Modellprogramms "21" der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung sowie des Modellversuchs "Agenda 21 in der Schule" des Landes NRW entstanden und in Düsseldorf seit 1999 durch Beschluss des Stadtrats (fraktionsübergreifend) als Projekt der Lokalen Agenda 21 etabliert. Das Netzwerk wird von der Stadtverwaltung unterstützt. Modellhaft erprobt wurde das so genannte Nachhaltigkeitsaudit als Managementsystem zur Qualitätssteigerung in Schulen. Das Düsseldorfer Modell eines Nachhaltigkeitsaudits gleicht dem „Schulprogramm“, welches alle Schulen in NRW in den letzten Jahren erarbeitet haben. Das Nachhaltigkeitsaudit unterscheidet sich insofern vom „Schulprogramm“, als dass es nicht unbedingt alle Teile des schulischen Programms in Auge fasst und im Prozess der Auditierung Wert auf Evaluation, Partizipation der Schulgemeinde, eindeutige Aussagen zu Umsetzung und Verantwortlichkeiten (Managementstrukturen) sowie öffentliche Darstellung (Umwelt- bzw. Nachhaltigkeitsbericht) gelegt wird. Beispiele aus vielen Schulen (aller Schulformen) sind sowohl in Print- als auch in digitaler Form vorhanden (http://www.umweltschulen.de/audit/duesseldorf/service-publ.html ). Ein schulisches Audit mit Unterstützung des Netzwerks durchführen zu können, ist als Angebot zu verstehen und keine Pflicht für eine Schule im Düsseldorfer Netzwerk. Die Hälfte der sich hier bewerbenden Schulen hat einen oder mehrere solcher Nachhaltigkeits-Bereichte veröffentlicht.

Die Erkenntnisse des Modellversuchs wurden neben der Darstellung auf den Webseiten des Netzwerks (siehe weiter unten) auf zwei größeren Tagungen präsentiert:

  • „Nachhaltig fit für die Zukunft - Wege zu Verbesserung von Unterrichtsqualität, Schulkultur und Schulorganisation“ (Pädagogische Tagung am 26.1.2005, mit 300 Teilnehmer/innen in Düsseldorf, siehe www.umweltschulen.de/audit/duesseldorf/archiv-transfertagung.html)
  • Sustanability in schools (Germany-Finland Cooperation-Seminar, April 3rd, 2007, Helsinki City Library Auditorium, mit 70 Teilnehmer/innen, siehe http://www.umweltschulen.de/audit/duesseldorf/archiv-finnland.html

Seit den Jahr 2009 (nach dem Ende des Modellversuchs) organisiert das Netzwerk zusammen mit dem Umweltamt Düsseldorf für alle 160 Düsseldorfer Schulen ein jährlich wechselndes Bildungsangebot (Ausstellungen, Aktionen und Veranstaltungen), mit dem jährlich 2.000 bis 3.000 Schüler/innen erreicht werden:

  • 2009 - Was macht der Eisbär im Kühlschrank? (Kooperationspartner Junges Schauspielhaus Düsseldorf)
  • 2010 - Klimawochen der Düsseldorfer Schulen (Kooperationspartner NRW-Kampagne Heiße Zeiten und außerschulische Bildungsanbieter)
  • 2011 - Faire Wochen der Düsseldorfer Schulen (Kooperationspartner diverse außerschulische Bildungsanbieter)
  • 2012 - Wie wollen wir in Zukunft leben? (dito)
  • 2013 – Nachhaltiger leben! (dito)
  • 2014 – Zukunft gestalten (dito)

Das Netzwerk trifft sich in der Regel vier- bis sechsmal im Jahr zu Sitzungen in einer der Institutionen, die zum Netzwerk gehören, welche sich und ihre Arbeit jeweils den anderen Mitgliedern vorstellt. Die Sitzungen dienen u.a. dem Informations- und Erfahrungsaustausch, der Konzeptentwicklung, der Diskussion über gemeinsame Initiativen und Aktionen, der Fortbildung, der Verabredung gegenseitiger Unterstützung. Für einzelne Projekte werden zeitlich begrenzte kleine Arbeitsgruppen gebildet.

Der Netzwerkkoordinator bietet den Netzwerkinstitutionen individuelle Beratung und Unterstützung bei der Entwicklung von Projekten und Unterrichtsvorhaben im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (z.B. Vorträge für Lehrer- bzw. Schulkonferenzen, Konzeptideen, Planungshilfen, Finanzierung, Anbahnung von Kontakten zu außerschulischen Partnern, Öffentlichkeitsarbeit u.ä.) sowie einen regelmäßigen Newsletter-Service, der auch für interessierte Eltern und engagierte Schüler/innen offen steht.

Informationen über das Netzwerk sind zu finden unter www.duesseldorf.de/agenda21/projekte/projekt_16.shtml  sowie ausführlicher unter www.umweltschulen.de/audit/duesseldorf .

regionale Zuständigkeit

  • keine Angabe

Mitglieder des Netzwerkes

Projektbeschreibung

Arbeitsschwerpunkte des Netzwerks in den Jahren 2012 bis 2014

Im Jahr 2012 hat das Netzwerk zusammen mit dem Umweltamt Düsseldorf ein BnE-Bildungsprogramm für alle 170 Düsseldorfer Schulen unter dem Titel „Wie wollen wir in Zukunft leben?“ mit 38 verschiedenen Veranstaltungen externer Bildungsanbieter zusammengestellt und veröffentlicht sowie im Jahr 2013 eins unter dem Titel “Nachhaltiger leben! Was können wir tun?” mit knapp 50 verschiedenen Veranstaltungen, welche von den Schulen kostenlos gebucht werden konnten. Erreicht wurden mit den Bildungsangeboten 2.500 Schüler/innen (2012) bzw. 3.000 Schüler/innen (2013). Das neue Bildungsangebot 2014/2015 mit dem Titel „Zukunft gestalten!“ wird nach den Sommerferien 2014 mit 71 Angeboten starten und gilt - anders als die bisherigen Programme - für das gesamte Schuljahr. Als Neuerung enthält es jetzt auch die Gestaltungskompetenzen, die mit dem jeweiligen Angeboten gefördert werden, sowie Hinweise zum Konzept der Gestaltungskompetenzen. Die Angebote aus den Jahren 2012 und 2013 sind im Internet unter http://www.duesseldorf.de/agenda21/schulen2012.shtml und http://www.duesseldorf.de/agenda21/schulen2013.shtml zu finden, das neue für das Schuljahr 2014/2015 ab Ende der Sommerferien unter http://www.duesseldorf.de/agenda21/schulen2014_2015.shtml. Ziel dieser Bildungsprogramme ist, Interesse zu wecken, Möglichkeiten der pädagogischen Bearbeitung aufzuzeigen und BnE  in den Düsseldorfer Schulen weiter zu verbreiten.

Zur erneuten Selbstverständigung des Netzwerks über die eigene Arbeit bzw. als Basismaterial für die Nachhaltigkeitsakteure in den Schulen wurden 2012 „Hintergrundinformationen zum gesellschaftspolitischen Konzept `Nachhaltige Entwicklung´ sowie zum pädagogischen Konzept `Bildung für nachhaltige Entwicklung´“ (32 Seiten) sowie „Empfehlungen zu Literatur, Unterrichtsmaterialien und Webseiten“ (73 Seiten) veröffentlicht. Diese Materialien stehen als pdf-Dateien im Internet unter http://www.duesseldorf.de/agenda21/schulen2012.shtml zum Download bereit und werden Interessenten, die tiefer in die Materie einsteigen wollen, empfohlen.

Ein weiterer größerer Schwerpunkt der Netzwerkarbeit im Jahr 2013/2014 war Lobby-Arbeit für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen von BnE in NRW. Dazu erarbeitete das Düsseldorfer Netzwerk in Zusammenarbeit mit dem Grevenbroicher BnE-Netzwerk ein Positionspapier mit dem Titel „Bildung für nachhaltige Entwicklung – Perspektiven für NRW“. Anlass war die auf internationaler wie nationaler Ebene beginnende Debatte über die Frage, wie es mit BnE nach Ende der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung weitergehen würde. Ziel der Initiative unserer beiden Netzwerke ist, Erfahrungen und Vorschläge der „Basis“ in die Diskussion einzuspeisen. Das Positionspapier ist inzwischen an Entscheidungsträger in Landespolitik und Ministerien übergeben worden sowie vielfach an Akteure auf Veranstaltungen und Fortbildungen zum Thema verteilt worden. Das Papier (als pdf-Datei) ist zu finden unter http://www.umweltschulen.de/audit/duesseldorf/einf-bne-positionen.html . Akteure aus dem Netzwerk werden die Anregungen aus diesem Positionspapier auch weiterhin in die Diskussion um eine BnE-Strategie für NRW in Fachveranstaltungen und Tagungen einbringen.

 2013 begann die Erarbeitung einer Skizze für ein Web-Audit. Über ein Web-Portal sollen Schulen, welche ihr Bildungsangebot in Richtung Nachhaltigkeit entwickeln wollen, ein Beratungs- und Evaluationsinstrument finden,  mit dessen Hilfe sie ihr schulisches Angebot (Unterricht, Schulleben, Gebäude und Schulgelände) nachhaltiger gestalten können. Mit Hilfe des Webportals soll das vom Düsseldorfer Netzwerk entwickelte Nachhaltigkeits-Audit für Schulen generell verfügbar gemacht werden und Schulen in NRW in die Lage versetzen, mit Hilfe dieses Portals Nachhaltigkeitsberichte erstellen zu können. Anfang 2014 hat es erste Gespräche mit Kooperationspartnern zur Realisierung dieser Idee gegeben. Für den Herbst 2014 ist die Fortführung dieser Gespräche geplant.

Die 2011 in Auftrag gegebene und 2012 fertiggestellte Evaluation zum 50:50-Projekt Energie-, Wasser- und Abfalleinsparung in Düsseldorfer Schulen wurde in zwei Netzwerksitzungen Ende 2012 ausgewertet. Die Evaluation ergab konkrete Hinweise zur Fortführung des Programms bei den beteiligten Schulen und Ämtern. Das Netzwerk erarbeitete im Jahr 2013 Verbesserungsvorschläge im Sinne einer Verstärkung von Ressourcenschutz und Klimabildung in der Kommune. Informationen zu diesem städtischen Programm sind im Internet unter http://www.duesseldorf.de/umweltamt/energie/energieprojekt50_50/verfahren.shtml zu finden. Informationen zu dieser Evaluation sind zu finden  unter http://www.umweltschulen.de/audit/duesseldorf/projekte-50-50-evaluation.htm

Weitere aktuelle Projekte des Netzwerks, die 2013 begonnen wurden, aber noch nicht vollständig abgearbeitet sind:

  •  Start des Projekts Lesekiste Afrika (globales Lernen und Leseförderung in Grundschulen) mit dem Kooperationspartnern africa didact und Misereor. Erarbeitet und erprobt wurden Unterrichtsmaterialien, die später samt der zugehörigen Bücherkiste für die Schulen in der Landeshauptstadt über die Stadtbücherei Düsseldorf ausleihbar sein sollen. Das Projekt steht kurz vor dem Abschluss. Erhältlich sind schon die Unterrichtsmaterialien zur Bücherkiste (Titel: Bücher erzählen von Afrika) unter www.misereor.de/unterrichtsbausteine
  • Initiierung einer Untersuchung zu BnE in Schulbüchern im Fach Wirtschaft in Berufskollegs. Während in Fächern wie Biologie und Erdkunde in neueren Schulbüchern BnE-Themen schon recht gut verankert sind, sieht es im Bereich das Faches Wirtschaft weniger gut aus. Die beauftragte Untersuchung bezieht sich auf neu erschienene Schulbücher für die Berufskollegs. Die Fertigkstellung der Untersuchung ist für den Herbst 2014 avisiert. Beabsichtigt ist, das Ergebnis dieser Untersuchung mit IHK, HWK, Lehrergewerkschaften, Schulbuchautor/innen und weiteren Expert/innen zu diskutieren.
  • Erste Arbeiten für das Projekt Lernpartnerschaften mit nepalesischen Schulen zusammen mit der Welthungerhilfe sind erfolgt. Ein Pilotprojekt ist mit der Katholischen Grundschule Höhenstraße in Düsseldorf und der Primary School in Korak, Nepal, begonnen worden. Schüler/innen beider Schulen sind in einen brieflichen Austausch getreten und haben sich gegenseitig über ihre Lebensweisen und Interessen ausgetauscht. Eine erste Sitzung des Netzwerkkoordinators, der  Welthungerhilfe und vier Düsseldorfer Schulen, die Interesse bekundet haben, eine internationale Schulpartnerschaft einzugehen, hat stattgefunden. Für den Herbst 2014 ist die nächste Sitzung zur Konkretisierung des Vorhabens vereinbart.

 

Regelmäßige Arbeit des Netzwerks

Von Anfang 2012 bis Sommer 2014 fanden vierzehn Treffen des Netzwerks statt (Dauer 2 1/2 Stunden, nachmittags). Hauptthemen der Sitzungen waren:

  • Bildung für nachhaltige Entwicklung – Perspektiven für NRW“ (Februar 2012),
  • „Energetische Schulsanierung nach dem Konjunkturprogramm II“ (März 2012),
  • Schulentwicklung in Düsseldorf“ (Mai 2012),
  • Besichtigung der Ausstellung `Grüne Städte - Zeitreise 2030´ und Erläuterung des Konzepts“ (August 2012),
  • Ergebnisse der Evaluation des 50:50-Programms Energie, Wasser, Abfall“ (September 2012),
  • Perspektiven des 50:50-Programms in Düsseldorf“ (November 2012).
  •  “Nachhaltigkeit in Unternehmen am Beispiel der Firma Henkel” (Januar 2013),
  • “Lehrerverbände und Bildung für nachhaltige Entwicklung” (März 2013),
  • “BnE in Schulbüchern – Verlage stellen vor” (Mai 2013),
  • “Filmvorführung `Essen im Eimer´ und weitere neue Unterrichtsmaterialien” (September2013)
  • “Skizze zum Projekt Web-Audit” (November 2013).
  • „Lernpartnerschaft mit Nepal“ (Februar 2014),
  • „Globales Lernen“ (April 2014),
  • „Biodiversität“ (Juni 2014),

Geplant ist ein „Besuch des Guts Ophoven“ in Leverkusen (September 2014) als Fortbildung zum Kennenlernen der pädagogischen Angebote von externen Bildungsanbietern in der Region. Weitere Netzwrksitzungen sind terminiert für Oktober und November 2014.

Ein wichtiger Teil der Netzwerktreffen ist die Vorstellung der Nachhaltigkeitsaktivitäten der Institution, in der das Netzwerk tagt. An diesen Präsentationen wirken insbesondere auch Schüler/innen mit. Vorgestellt haben sich im Berichtszeitraum folgende Institutionen:

  • Umweltamt (Februar 2012): Bildungsangebote des Umweltamts für Schulen
  • Kath. Grundschule Höhenstraße (März 2012): Projekte des globalen Lernens (Afrika, Nepal)
  • Elly-Heuss-Knapp-Berufskollegs (November 2012): Projekt Gesunde Ernährung / Schülerfirma
  • AWISTA GmbH (Januar 2013): Bildungsangebote des Entsorgers für Düsseldorfer Schulen
  • Henkel (Januar 2013): Nachhaltigkeit im Unternehmen
  • Berufskolleg Neuss Weingartstraße (Januar 2013): Zertifizierung der Schule nach EMAS und ISO 91001
  • Alfred-Herrhausen-Schule (März 2013): Schulkunst (Planung und Bau einer Terrasse für die Schule)
  • Georg-Schulhoff-Realschule (Mai 2013): Nachhaltigkeitsbericht 2012
  • Hulda-Pankok-Gesamtschule (September 2013): Naturnahe Schulgeländegestaltung und Schulgarten
  • Paulusschule (November 2013): Schülerfirma "Paulusbüdchen" (umweltfreundliches Büromaterial) + Energiesparen
  • Freiherr-vom-Stein-Realschule (Februar 2014): Aktionstag Nachhaltigkeit und Fairtrade-AG
  • Montessori-Hauptschule/Sekundarschule (April 2014): Projekt "Schokofair - Stoppt Kinderarbeit"
  • Pascal-Gymnasium Grevenbroich und Grevenbroicher BnE Netzwerk (Juni 2014): Aktion bunte Hausnummer

Der Informationsaustausch innerhalb des Netzwerks erfolgt auch über einen Newsletter, der 30 – 40 mal vom Netzwerkkoordinator pro Jahr per mail verschickt wird. Er enthält neben Informationen zur aktuellen Arbeit des Netzwerks auch Informationen über die Vorhaben/Aktivitäten der einzelnen Netzwerkschulen, über Neuerscheinungen von Unterrichtsmaterial, Fortbildungsangebote, interessante Veranstaltungen, Empfehlungen zu Print- und Webveröffentlichungen usw. Der Newsletter kann auch von Interessent/innen außerhalb des Netzwerks bezogen werden.

Bei größeren Vorhaben einzelner Schulen unterstützt das Netzwerk mit seinen Kapazitäten solche Projekte. Dies gilt insbesondere für die Erarbeitung und Veröffentlichung von Umwelt- bzw. Nachhaltigkeitsberichten. Im Berichtszeitraum wurden ein Nachhaltigkeitsbericht und ein Umweltbericht nach EMAS fertiggestellt. An der Erstellung eines weiteren Berichts wird derzeit gearbeitet:

  • Berufskolleg Neuss Weingartstraße (Umweltbericht nach EU-Verordnung EMAS und ISO)
  • Georg-Schulhoff-Realschule (1. Nachhaltigkeitsbericht)
  • Grundschule Höhenstraße (1. Nachhaltigkeitsbericht, Veröffentlichung voraussichtlich Ende des Jahres)

Allen Netzwerkschulen steht bei Bedarf Beratung und Unterstützung durch den Netzwerkkoordinator zur Verfügung. Akteure einzelner Schulen tauschen auch untereinander Ideen, Konzepte, Erfahrungen, ... aus. Gelegentlich besuchen auch Schülergruppen Projekte in anderen Schulen oder Schulen kooperieren bei konkreten Projekten, aktuell die Katholische Grundschule Höhenstraße und die Montessori-Hauptschule/Sekundarschule am Hermannplatz bei der Aktion Faires Frühstück.

Regelmäßig werden Politik und Stadtverwaltung über die Arbeit des Netzwerks informiert:

  • Schul- und Umweltausschuss des Stadtrats (in größeren Abständen)
  • Agenda-Beirat der Landeshauptstadt (fortlaufend auf seinen Sitzungen)
  • Städtische Ämter über die Veröffentlichungen von Netzwerk und Schulen (siehe unten)

 

Dokumentation, Evaluation, Öffentlichkeitsarbeit und Auszeichnungen

Das Netzwerk ist über zwei Web-Portale vertreten, einmal über die Webseiten der Stadt Düsseldorf (http://www.duesseldorf.de/agenda21/projekte/projekt_16.shtml ) und zum anderen über den Server eines unserer Kooperationspartner (http://www.umweltschulen.de/audit/duesseldorf/index.html ). Ende 2013, Anfang 2014 wurde der Web-Auftritt auf den Düsseldorfer Seiten neu gestaltet, der Web-Auftritt auf umweltschulen.de wird regelmäßig aktualisiert und soll Ende 2014/Anfang 2015 konzeptionell überarbeitet werden. Schulische Aktivitäten werden über diese beiden Webportale aber auch über die Homepages der Schulen veröffentlicht.

In Düsseldorf ist ein wichtiges Medium zur Veröffentlichung von Nachhaltigkeits-Aktivitäten der Agenda-Rundbrief der Stadt (Auflage 15.000). In den letzten beiden Ausgaben 2012 und 2014 (2013 erschien kein Rundbrief) waren Berichte über die Netzwerkaktivitäten prominent vertreten. Rundbriefe unter http://www.duesseldorf.de/agenda21/rundbriefe/index.shtml#20

Weitere Printveröffentlichungen sind Flyer (Werbung fürs Bildungsangebot), gelegentlich Broschüren oder Plakate (letztere nicht im Berichtzeitraum), Beiträge in Berichten der Stadtverwaltung (z.B. Klimabericht 2012) sowie die Nachhaltigkeitsberichte einzelner Schulen.

Pressearbeit des Netzwerks erfolgt über das Amt für öffentliche Kommunikation der Landeshauptstadt, die Schulen betreiben auch eigene Öffentlichkeitsarbeit. Regelmäßige Pressespiegel werden durch den Netzwerkkoordinator zusammengestellt und als Unterlage in den Netzwerksitzungen zur Verfügung gestellt.

Die Erfahrungen des Düsseldorfer Netzwerks mit Bildung für nachhaltige Entwicklung bzw. der Organisation der Netzwerkarbeit stoßen auf Interesse. Das Netzwerk lieferte im Berichtszeitraum Informationen für folgende Evaluationen.

  • Frau Kristina Olbertz hat 2012 ihre Diplomarbeit zum Thema “BnE-Einrichtungen in NRW” geschrieben. Darin wird auch das Düsseldorfer Netzwerk untersucht. Die fertige Diplomarbeit liegt inzwischen vor.
  • Die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 in NRW hat im Frühjahr 2013 pädagogische Aktivitäten zum Klimaschutz bzw. zur Klimaanpassung in NRW untersucht. Auch die Düsseldorfer Aktivitäten sind eingegangen in diese Untersuchung. Sie sind u.a. zu finden unter den 25 best practice-Beispielen aus NRW auf den Seiten 22 und 23 dieser Studie. Die Veröffentlichung liegt seit Jahresende 2013 vor und ist im Internet zu finden unter http://www.lag21.de/fa/editor/Dokumente/Dokumentationen/Bildungsstudie_Klimaschutz_071113_original.pdf.
  • Das Institut für Bildungsforschung in der School of Education der Universität Wuppertal sowie das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie untersuchen zur Zeit im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung “Merkmale ausgezeichneter UN-Dekade-Projekte“. Dazu führen Wissenschaftler/innen Interviews und sichten Unterlagen, so auch im Falle unseres Netzwerks, das zu den für diese Studie ausgesuchten Projekten gehört. Ziel dieses Vorhabens ist, Empfehlungen für BnE zu generieren. Die Veröffentlichung erfolgt im Jahr 2014.
  • Zur Zeit wird eine weitere Selbstevaluation des Netzwerk vorbereitet, um die Passgenauigkeit der Arbeitsstrukturen bezogen auf die Bedürfnisse der Schulen bzw. der BnE-Aktuere zu überprüfen.

Das Netzwerk und die Einzelschulen sind vielfach ausgezeichnet worden, u.a. als UN-Dekade-Projekt (2008, 2012) und als Schulen der Zukunft (2005 - 2008, 2009 - 2012). Eine Übersicht über die Auszeichnungen ist zu finden unter http://www.duesseldorf.de/agenda21/projekte/projekt_detail/proj16_25.shtml

 

Weitere Projekte

Neben den oben beschriebenen gemeinsamen Vorhaben des Netzwerks wie

  • BnE-Bildungsprogramm für alle Düsseldorfer Schulen
  • Lobbyarbeit für bessere strukturelle Verankerung von BnE in NRW
  • Entwicklung eines webgestützten Angebot für ein Nachhaltigkeitsaudit usw. (siehe oben)

verfolgen die einzelnen Schulen eine Vielzahl unterschiedlicher Projekte aus dem Bereich BnE, darunter

  • Schulgarten- und Schulgeländearbeit
  • Weitere Biodiversitätsprojekte (z.B. Obstbaumpflanzungen, Anlage von Wildwiesen, Solitärinsekten-Nisthilfen)
  • Waldpflanzaktionen
  • Energie-, Wasser- und Abfalleinsparung (50:50-Projekt der Stadt Düsseldorf)
  • Save food-Projekte (Reduzierung von Lebensmittelabfällen)
  • Gesunde Ernährung
  • Nachhaltige Schülerfirmen
  • Projekte / Kampagnen zum Fairen Handel
  • Solidaritätsaktionen zugunsten von Projekten in Entwicklungsländern (z.B. mit der Welthungerhilfe)
  • Schulpartnerschaften (u.a. mit nepalesischen Schulen)
  • Streitschlichtung
  • usw.

Das Netzwerk dient dabei als Expertenpool, der von interessierten Schulen um Unterstützung angefragt werden kann.

Schwerpunkte:
  • Schulpartnerschaft
  • Klima
  • Schulumfeldgestaltung
  • Ökoaudit/Nachhaltigkeitsaudit
  • Soziales Engagement
  • Gesundheitsprävention
  • Fairer Handel
  • Globales Lernen
  • Gesunde Ernährung
  • Konsum und Lebenstile
  • Gesundheitserziehung
  • Natur-/Artenschutz
  • Abfallvermeidung
  • Wasser
  • Biologische Vielfalt
  • Energie
  • Ressourcenschutz
  • Wald
  • Nachhaltige Schülerfirma
  • Nachhaltiges Wirtschaften

Stammdaten des Netzwerkes

Herr Klaus Kurtz
Fürstenwall 39
40219 Düsseldorf
Tel : 0211 - 8925051
Email

Teilnahme an Kampagnen