Berufskolleg Südstadt / Berufskolleg

Die Welt beginnt vor meiner Haustür - Erziehung zu nachhaltigem Handeln

Hauptkategorie: Konsum und Lebenstile

Projektbeschreibung

Da wir Europaschule sind, haben die SchülerInnen schon immer gelernt, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen. Spendenaktionen für Notleidende in Krisenregionen, die regelmäßige Teilnahme am Welt-Aids-Tag oder auch die Typisierungsaktionen der DKMS an der Schule haben das soziale Miteinander der Schulgemeinschaft gestärkt. Durch die Globalisierung wird dieser Blick noch weiter gefasst; das eigene Handeln hat direkte Auswirkungen auf andere Menschen, die wie man meint, räumlich weit weg sind. Doch der Umgang miteinander, die Entscheidung dafür, wie wir in Europa leben, wird das Leben in der Zukunft bestimmen, sind wir überzeugt.

Wir begreifen unseren Unterricht als aktiven Beitrag in dieser Frage und gleichsam als Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft vor Ort im engeren Sinne und der Weltgemeinschaft, deren Teil wir sind, im weiteren Sinne.

Dieser Gedanke soll im Rahmen des Projektes zum Unterrichtsprinzip werden.

Dies erfolgt besonders im Fach Volkswirtschaftslehre, beginnend mit dem Bildungsgang "Wirtschaftsgymnasium", wo über die Themen Produktionsfaktoren, Konsum und Nachfrage, Entwicklungshilfe die SchülerInnen zunächst einmal für die Einsparung von Kohlendioxid, biologisch-nachhaltig erzeugte Produkte und Fairen Handel sensibilisiert werden sollen. Damit verbunden ist die kritische Auseinandersetzung und Reflexion mit dem eigenen Handeln. So sollen die SchülerInnen der Klasse 11 eine Werkstatt der Verbraucherzentrale zum Thema Nahrungsmittel durchlaufen, mit dem Ziel, das Wegwerfen von Nahrungsmitteln zu reduzieren. Angedacht ist, dass sie als Botschafter in anderen Klassen diese Themen an Aktionstagen aufgreifen. In einem weiteren Schritt soll ein Konzept erarbeitet werden, den Müll, besonders aber auch achtsam weggeworfene Nahrungsmittel zu vermeiden.

In Klasse 12 bzw. Beginn der Klasse 13 durchlaufen die Schüler eine zweite Werkstatt, die für einen achtsameren Umgang mit Mobilfunkgeräten werben will, um die Rohstoffe zu sparen, die in diesen Geräten verbaut sind. Dabei werden auch die Arbeitsbedingungen der Bergarbeiter in Drittweltländern thematisiert. Auch hier ist ein Tutorenprogramm (Schüler unterrichten Schüler) oder Sammelaktionen denkbar.

Nachhaltigkeit bei Finanzanlagen werden im Bereich Individualversicherung thematisiert. Hier soll ebenfalls eine Sensibilisierung erreicht werden und den SchülerInnen eine Alternative zu klassischen Anlageprodukten vermittelt werden. Exkursionen und Diskussionsrunde mit Vertretern "Grüner Fonds/Social funds" sollen diesen Ansatz vervollständigen.

Die bestehende Reihe "BKS im Dialog", bei der Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden an die Schule kommen, und mit SchülerInnen zu aktuelle gesellschaftlichen Themen in Tagesseminaren arbeiten bzw. diskutieren, soll um Veranstaltungen erweitert werden, die den Umweltschutz, Entwicklungshilfe und nachhaltige Entwicklung in den Mittelpunkt stellen.

Die Schülervertreter wird faire Produkte vertreiben; dabei sollen mindestens einmal im Monat diese Produkte, ergänzt von "gesunden" Pausensnacks (Gemüse, Müsli o.ä.) in der Pause verkauft werden. Angedacht ist, dass jede Klasse in den Verkauf eingebunden ist (nach Plan) und dann zuvor sich auch mit dem Thema Fairer Handel beschäftigt (z.B. im Fach Biologie "Gesunde Ernährung" oder im Fach VWL/Politik "Fairer Handel"). Langfristig soll so eine Verhaltensänderung erreicht werden.

Da wir gleichzeitig auch als "gesunde Schule" den Schulalltag verändern wollen und im Rahmen dieses Projektes z.B. uns aktiv für einen gesunden Lebensstil einsetzen möchten, greifen hier beide  Ansätze in einander.

Wettbewerbe

  • Gesunde Schule
  • Gütesiegel Indifö
  • Europaschule
  • Jugend gründet
  • Streitschlichterprogramm
  • Sonstiges

Stammdaten der Schule

Frau Bernadette Scheurer
Zugweg 48
50677 Köln
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Teilnahme an Kampagnen