Borbachschule / Grundschule

Wir werden Fairtrade School!

Hauptkategorie: Fairer Handel

Projektbeschreibung

Unsere erneute Beteiligung an der Kampagne setzt die Arbeit im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung folgerichtig fort. Nachdem wir in der letzten Dekade unseren Schwerpunkt erfolgreich auf die Nutzung der Natur im nahen Schulumfeld sowie die Umsetzung eines nachhaltigen, schulinternen Energiesparprojektes gelegt hatten, möchten wir unseren Blick nun verstärkt auf das Globale Lernen legen.
Diese Entwicklung erscheint uns im Zuge der voranschreitenden Globalisierung als notwendig und bindet gleichzeitig unsere bisherigen Bemühungen sinnvoll ein. Sowohl der NUA als auch die KMK haben die Relevanz des Globalen Lernens in der (Grund-) Schule hervorgehoben und die Notwendigkeit betont, Kinder bereits sehr früh für diese zentralen Themen der Zukunft zu sensibilisieren. „Ziel des Globalen Lernens ist es unter anderem, ein Bewusstsein bei den Kindern dafür zu schaffen, wie sich die Globalisierung lokal ereignet und welche globalen Konsequenzen unser lokales Handeln hat.“ (NUA, S.3).

Wir wollen uns während dieser neuen Kampagne 2016-2020 auf den Weg machen, das „Globale Lernen“ als weiteres wichtiges Thema des Sachunterrichts in allen Klassenstufen in unserem Schulprogramm und -leben zu verankern und dafür als zentrales Projekt eine offizielle „Fairtrade School“ werden.
(https://www.fairtrade-schools.de)

Begreifbar wird dieses Thema für die Kinder ganz lebensnah an den Dingen unseres täglichen Bedarfs, ob das nun Bananen und andere exotische Früchte, Kaffee und Kakao oder unsere tägliche Kleidung sind, die fern von uns billig und oft unter menschenunwürdigen Bedingungen für uns produziert werden. Durch das Begrei-fen der lokal-globalen Zusammenhänge können sich die Kinder anhand des fairen Handels wichtige nachhaltige Handlungsmöglichkeiten erarbeiten, denen wir als Schule mit Vorbildcharakter vorangehen wollen.

Dabei berücksichtigt der Schwerpunkt „Fairtrade“ die 4 Perspektiven der BNE:
Die soziale Perspektive wird bei diesem Projekt sowohl durch die Thematisierung der globalen Lebens- und Arbeitsbedingungen im Unterricht als auch durch die Zusammenarbeit der SuS, der Lehrerinnen und Eltern während des Projektes und die vielfältigen Kooperationsmöglichkeiten mit außerschulischen Partnern wie der Stadt und Experten etc. verwirklicht. Dabei werden die SuS dazu angeregt, sich aktiv und partizipativ für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft einzubringen und ihre Selbstwirksamkeit durch eine veränderte Sichtweise auf Lebensmittel und deren Erzeugung zu erfahren, indem sie z.B. ihre Kaufgewohnheiten reflektieren und damit lokal etwas an den globalen Auswirkungen des Handels bewirken können.
Auch die ökonomische Perspektive wird durch das Projekt „Fairtrade“ umfassend berücksichtigt, da die Kinder während des gesamten Projektes Einblicke in den wirtschaftlichen Handel und dessen Einfluss auf die anderen Perspektiven bekommen. Im Unterricht können kindgerecht Hintergründe zu den Herstellungs-, Arbeits-, Transport- und Verkaufsbedingungen erarbeitet werden, die als Grundlage für die Umsetzung in der Praxis unseres Schul- und möglicherweise auch Familienalltags in Bezug auf das Kaufverhalten genutzt und angewendet werden können und bei den Aktionen und dem Angebot von Fairtrade-Produkten an unserer Schule Einzug finden sollen.
Da der Fairtrade-Gedanke grundsätzlich auf gerechtere, sozialere Arbeits- und Lebensbedingungen von Menschen zielt, die wiederum eng mit einem nachhaltigen Umgang mit der Natur verbunden sind, liegt es nahe, dass auch die ökologische Perspektive der BNE umfassend berücksichtigt werden wird. Auch in diesem Zusammenhang lernen die Kinder die globalen Zusammenhänge von Mensch und Natur sowie deren Auswirkungen besser einschätzen. Da wir an unserer Schule über keine Mensa verfügen und somit in unserem Schulalltag darauf angewiesen sind, mit diversen Aktionen und Festen Fairtrade-Produkte alltagstauglich einzubinden, werden wir für die Dinge des täglichen Bedarfs, die es nicht in Fairtradequalität gibt, regionale und biologisch angebaute Produkte verwenden, was wiederum die glokalen Zusammenhänge und Einflussmöglichkeiten des Schwerpunk-tes Fairtrade unterstreicht.
Die globale Perspektive ist bei Fairtrade immanent enthalten, da sich die Thematik mit den globalen Handelsbedingungen von Waren und damit gleichzeitig auch mit den Arbeits-und Lebensbedingungen der Menschen weltweit beschäftigt.

Umgesetzt werden sollen die 4 Perspektiven durch die Teilnahme an der Kampagne „Fairtrade School“, wobei wir nach der Registrierung Anfang 2017 Schritt für Schritt die verschiedenen Kriterien erfüllen werden, die abschließend durch den Verein TransFair überprüft werden. Gelingt es uns, diese Kriterien (Fairtrade-Schulteam, Fairtrade-Kompass, nachhaltiges Angebot von Fairtrade-Produkten an der Schule, Fairtrade im Unterricht, Aktionen zum Fairen Handel) zu erfüllen, wer-den wir für 2 Jahre als offizielle Fairtrade School ausgezeichnet.

In unserem Schulleben sollen nach und nach bei offiziellen Anlässen und Festen nur noch Fairtrade-Produkte angeboten werden, die Lehrer werden Fairtrade-Produkte im Lehrerzimmer und in ihren Klassen nutzen. Darüber hinaus werden im Kampagnenzeitraum unterschiedliche Aktionen und Projekte zum Thema Fairtrade an unserer Schule stattfinden.

In Bezug auf die Kooperationen und das Management während des Projektes werden beispielsweise eine enge Kooperation mit der Stadt Witten, die seit Ende 2015 offizielle „Fairtrade town“ ist, dem Weltladen Witten sowie weiteren außerschulischen Partnern angestrebt. Nach der Registrierung bei der Kampagne „Fairtrade School“ wird ein Schulteam, bestehend aus SuS, Lehrerinnen und interessierten Eltern, gegründet, welches das Projekt im Namen der Schule managt.

Dieses Projekt vereint in herausragender Weise die Ziele des „Globalen Lernens“ in sich und wir können es handlungsorientiert durch das gemeinsame Engagement und die Zusammenarbeit mit den Kindern, Eltern und außerschulischen Kooperationspartnern Schritt für Schritt verwirklichen und so zusammen einen Beitrag für eine nachhaltige Zukunft leisten, die unsere Kinder mitbestimmen werden.

 

 

Literatur:
Natur- und Umweltschutzakademie (NUA) (2015): Miteinander leben - hier und anderswo. Globales Lernen in der Grundschule. Bildungsordner.
Kultusministerkonferenz (KMK) (2007): Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwick-lung.http://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/2007/2007_06_00_Orientierungsrahmen_Globale_Entwicklung.pdf
TransFair (o.J.): Kampagne Fairtrade Schools. https://www.fairtrade-schools.de/

 

Weitere Projekte

  • schuleigenes Energiesparprojekt
  • regelmäßige Beteiligung an der Kampagne „Kindermeilen“

 

 

Schwerpunkte:
  • Klima

Stammdaten der Schule

Frau Martina Haag
Große Borbach 20
58453 Witten
Tel : 02302 - 699105
Fax : 02302 - 68043
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