Wilhelm-Kraft-Gesamtschule / Gesamtschule

Schule der Vielfalt - Kraft für die Zukunft

Hauptkategorie: Kulturelle Vielfalt

Projektbeschreibung

Schule der Vielfalt - Schule ohne Rassismus – Schule ohne Homophobie: Schulprogrammschwerpunkt mit Konzept

„Wir verstehen Verschiedenheit als Chance. Unsere Schülerinnen und Schüler werden mit ihren unterschiedlichen Lern- und Lebensbiografien angenommen und in heterogenen Lerngruppen gefördert und gefordert. Niemand wird wegen seines Geschlechts, seiner sexuellen Orientierung, seiner ethnischen Herkunft, seiner Sprache, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauung oder einer Behinderung benachteiligt oder bevorzugt.“

(Leitbild der Schule)

Die Entwicklung zu einer „Schule der Vielfalt“ hat viele Berührungspunkte zu anderen Themenbereichen und Arbeitsfeldern in der Schule: Anti-Rassismus, Gender Mainstreaming und Anti-Diskriminierung sind weitere Meilensteine auf diesem Weg.
Anti-Rassismus/Rechtsextremismus Menschen sind (außer vor dem Gesetz) nicht gleich und das ist gut so. Aber nur weil Menschen nicht gleich sind, heißt das nicht, dass sie ungleichwertig sind. Rechts-extremisten vertreten aber diese Ansicht und haben mittlerweile geschickte Argumen-tationen entwickelt, die ihre „Ungleichwertigkeitsideologie“ nicht auf Anhieb erkennen lassen. Vor allem rechtsextreme Jugendliche rechtfertigen damit Gewalttaten gegenüber anderen Menschen.
Nach dem Konflikt- und Gewaltforscher Dr. Wilhelm Heitmeyer ist der Rechts-extremismus ein Zusammenwirken von „Ideologien von Ungleichwertigkeit“ + „Gewaltakzeptanz“.
Abwertende Haltungen gegenüber bestimmten Menschengruppen nennt Wilhelm Heitmeyer „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“. Diese hat unterschiedliche Erscheinungsformen:
- Rassismus (Abwertung von Gruppenangehörigen fremder Herkunft auf der Basis konstruierter "natürlicher" Höherwertigkeit der Eigengruppe)
- Fremdenfeindlichkeit (Abwehr von Gruppenangehörigen fremder ethnischer Herkunft, Etikettierung von „kultureller Rückständigkeit, vermutete Konkurrenz um Ressourcen, Positionen usw.)
- Antisemitismus (Abwertung von Menschen jüdischen Glaubens und Herkunft sowie ihrer kulturellen Symbole)
- Homophobie (feindselige Einstellungen gegenüber Homosexuellen aufgrund eines „normabweichenden“ sexuellen Verhaltens)
- Abwertung von Behinderten( feindselige Einstellungen, die sich gegen die „Normalitätsabweichung“ und den daraus angeblich abgeleiteten Unterstützungsforderungen ergeben)
- Abwertung von Obdachlosen (Feindseligkeit gegen Menschen, die Normalitätsvor-stellungen eines geregelten Lebens nicht nachkommen)
- Islamophobie (Bedrohungsgefühle und ablehnenden Einstellungen gegenüber der Gruppe der Muslime, ihrer Kultur und ihren öffentlich-politischen wie religiösen Aktivitäten
- Sexismus (Demonstration der Überlegenheit des Mannes und fixierte Rollenzuweisung an Frauen)


Gender Mainstreaming?
Niemand ist nur männlich oder nur weiblich, aber wir leben in einer Welt, die maßgeblich durch die Zuweisung von Geschlechterrollen geprägt ist. Frauen und Männer werden ständig daran gemessen, wie weiblich oder wie männlich sie sich verhalten; und Menschen werden auch immer wieder mit impliziten geschlechtsspezifischen Erwar-tungen konfrontiert.
Gleichstellung, gleiche Teilhabe beider Geschlechter und Verwirklichung von echter Wahlfreiheit in der Lebensgestaltung sowie Abbau von Diskriminierung sind die Ziele, die real mit Hilfe von Gender Mainstreaming verwirklicht werden sollen.
(s. Gender Mainstreaming-Konzept der WKGE).

Antidiskriminierung
Diskriminierung bedeutet zwar im Wortsinn nur „Unterscheidung“. Juristisch und politisch sind damit aber nur die Unterscheidungen gemeint, die Ausgrenzung, Erniedrigung und Benachteiligung von Menschen bedeuten. „Antidiskriminierung“ bezeichnet also etwas, was sich gegen diese Ungleichheiten richtet.
Diskriminierung bezeichnet das Zufügen von Nachteilen, welches beispielsweise an Kategorien wie Geschlecht, „Rasse“ oder ethnische Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Alter, Behinderung und sexueller Orientierung anknüpft. Dazu sind in Deutschland 2006 mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) neue Regeln gegen Diskriminierung in Kraft getreten, besonders wichtig im Arbeitsleben und gegenüber Staat und Institutionen.

Diversity/Diversity Management
Leitgedanke des Diversity ist, dass keine Fokussierung auf Unterschiedlichkeit stattfindet, sondern dass Unterschiedlichkeiten und Gemeinsamkeiten gleichermaßen berücksichtigt werden.
Schule ist ein Ort der Vielfalt: Hier treffen Menschen mit unterschiedlichen sozialen, kulturellen und ethnischen Herkünften, mit unterschiedlichem Alter, geschlechtlichen Identitäten, sexuellen Orientierungen, Sprachkompetenzen und anderen Befähigungen, religiösen, weltanschaulichen und politischen Anschauungen aufeinander.
Der Diversity-Ansatz ermöglicht es, die Unterschiedlichkeiten von Menschen gemeinsam zu betrachten und als Bereicherung für das gesellschaftliche Miteinander zu erleben. Dies setzt einen kultursensiblen und wertschätzenden Umgang mit Unterschiedlichkeit voraus.
Ungleiche Personen müssen ihren besonderen Bedürfnissen nach auch unterschiedlich behandelt werden. Dieses Recht auf eine faire Ungleichbehandlung gilt für alle Menschen in der Schule. Besonders Schule muss dazu beitragen, den Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt zu lernen, Individuen und Gruppen vor Ausgrenzung zu schützen und Vielfalt als Bereicherung besonders im Bildungsbereich zu nutzen.
In der Anwendung geht es um das Nutzbarmachen und das Ermöglichen von alltagspraktischer Fairness, d.h. Vorurteile, Barrieren, Diskriminierungen aufdecken und bearbeiten.
Dass dazu auch Selbstreflexion und das kritische Hinterfragen der persönlichen Normalitätsvorstellungen gehören, wird deutlich in der englischen Redewendung:
„Diversity is not about the others - it is about you“:
„Bei Diversity geht es nicht um die Anderen – es geht um Dich!“
Eine „Schule der Vielfalt“ soll zu einem Ort werden, an dem alle Beteiligten:
- sich gegenseitig respektieren und wertschätzen
- sich wohl und sicher fühlen
- sich mit dem Profil der Einrichtung identifizieren (können)
- ihre Potentiale einbringen (können)
- Verantwortung für die Einrichtung übernehmen (wollen)
- zu einem Klima gelebter Gleichwertigkeit beitragen
- mit Konflikten ohne diskriminierendes Verhalten, Stereotypisierung und pauschale Zuschreibungen umgehen.

Weitere Projekte

 Wilhelm-KRAFT für die Zukunft


Unter dem Oberthema "Kraft für die Zukunft" fassen wir eine Fülle an Teilprojekten zusammen, die in verschiedenen Bereichen Schülerinnen und Schüler für die Bewältigung von Zukunftsaufgaben fit machen sollen.

1. Aktion Kidz: Demokratie wagen in Unterricht und Schulleben: unterschiedliche Lerngruppen erarbeiten unter dem Oberbegriff Aktion Kidz zu verschiedenen „Kinder“- Themen Projekte: Aktionen gegen Kinderarbeit, Aktionen, um Geld für benachteiligte Gruppen zu sammeln und erste Schritte, politische Aufmerksamkeit zu erlangen. Im Jahre 2016 Gewinn des Hauptpreises der Kindernothilfe.

2. Biologie: Gewässergüte- Untersuchung der Biologie – Kurse der Jahrgangsstufe 12 in Kooperation mit der biologischen Station Ennepetal, untersucht werden Gewässerstruktur, chemische Zusammensetzung und die Lebewesen des Gewässers. Die Exkursion ist im Lehrplan verankert. Weitere Zusammenarbeit mit der Universität Bochum im Fachbereich.

3. Die beste Energie ist die gesparte Energie:  Energy supervisor: Klimaschutz durch Energiesparen: Aktionen in verschiedenen Klassen: Aufklärung und Wettbewerb

4. Nachhaltige Mediennutzung: Medienscouts- AG (Herr Meiburg) Schüler und Schülerinnen der Klassen 6 und 7 sind  ausgebildet, um aktiv Hilfestellung bei Problemen der Mediennutzung zu geben Vorbereitung und Durchführugn von Unterrichtsstunden zumThema Internetgefahren und Handynutzung, Medienscout-Lehrerinnen und -lehrer führen bei Bedarf Elterninformationsabende durch.

5. Gesunde Ernährung: Gesundes Frühstück am Vormittag in der Cafeteria – betrieben von Eltern: Eltern bereiten unter Anleitung einer Fachkraft für Hauswirtschaftslehre und den Sozialpädagogen der Schule Frühstücksangebote und Mittags-Snacks für Schülerinnen und Schüler vor unter Berücksichtigung der Aspekte gesunder Ernährung Flankierender Unterricht in Hauswirtschaftslehre: Gesunde Ernährung – und Schadstoffe in Lebensmitteln

6. Wir sind für andere da: Ersthelfer-Ausbildung (Schulsanitätsdienst) im Rahmen des Berufsorientierungs-Moduls „Gesundheit und soziale Berufe“ in den Klassen 9 und 10 und in einer AG ab Klasse 7, zusätzlich regelmäßige Ehrungen von ehrenamtlich tätigen Schülerinnen und Schülern, das Modul "soziale Berufe" wird in Kooperation mit dem Drevermannstift/ Bethel-Stiftungen durchgeführt.

7. SchülerInnen fragen – die Politik antwortet: Die Sozialwissenschaftskurse der gymnasialen Oberstufe bereiten einmal pro Schuljahr eine Diskussionsveranstaltung für die Schülerschaft und die Öffentlichkeit zu selbst gewählten aktuellen politischen Fragen vor.z.B: 2011: Friedenssicherung am Beispiel Afghanistan; 2010: Landtagswahl; 2009: Bundestagswahl, 2013 Diskussion zur Bundestagswahl, 2015: vorgesehen: Ukraine-Konflikt, auch auf anderen Ebenen: Austausch mit der "offiziellen" Politik: z.B.: Europa-Projekt in Zusammenarbeit mit dem europ. Parlament, nächste Veranstaltung ist für Frühjahr 2017 (Landtagswahlen) geplant, Oberstufenkurse nehmen regelmäßig am Simulationsspiel Politik und Internationale Sicherheit teil.

8. Fit für die eigene Zukunft: Nachweise berufsorientierter Qualifikationen – zukunftsorientiert an eigenen Fähigkeiten arbeiten Im Rahmen der Berufsorientierungs-Module der Klassen 9 und 10 wird Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit gegeben, mit außerschulischen Partner Nachweise eigener Fähigkeiten zu erwerben, um zukunftsorientiert eine reflektierte Berufswahl durchzuführen: - Kompetenznachweis Kultur, Schülerfirmen, Wirtschaftsenglisch, Metallverarbeitung, EDV- Führerschein NRW ... und weitere. Zusätzlich haben wir bereits die neuen KAoA- Programme der Landesregierung installiert.

9. Völkerverständigung - nah und fern: Schulpartnerschaften mit einer polnischen Schule und einer chinesischen Schule mit dem Ziel des interkulturellen Lernens. Schülerbegegnungen bei gegenseitigen Besuchen von Gastfamilien und Partnerschulen, der Austausch mit der Partnerschule in Polen wird durch das deutsch-polische Jugendwerk begleitet. (z.B. in Auschwitz)

10. Vergangenheit erleben: Jahrgangsstufe 11: Fahrt nach Weimar und Buchenwald: das Erleben deutscher Vergangenheit im Kontrast erlebbar machen. Dem Leitbild und Namensgeber der Schule entsprechend beschäftigen wir uns in allen Jahrgangsstufen und Klassen mit der geschichtlichen Verantwortung, die aus dem Nationalsozialismus erwächst.

11. Kraft als Vorbild und Verpflichtung: Vielfältige Aktionen zur Vergegenwärtigung des Namensgebers der Schule als Widerstandskämpfer im Dritten Reich. (Aktionen: Unterricht, Denkmalpflege, Kunst am Bau, Gedenkausstellung in Sprockhövel)

 

Schwerpunkte:
  • Schulpartnerschaft
  • Klima
  • Soziales Engagement
  • Globales Lernen
  • Gesundheitserziehung
  • Wasser
  • Biologische Vielfalt
  • Kultur und Geschichte
  • Kulturelle Vielfalt

Wettbewerbe

  • FairTrade Schools
  • Junior
  • Schule ohne Rassismus
  • Medienscouts
  • Sonstiges

Netzwerk

SoR-SmC - Schule ohne Rassismus

Netzwerk Schule der Vielfalt

Netzwerk ActionKidz

Stammdaten der Schule

Herr Christoph Uessem
Geschwister-Scholl-Straße 10
45549 Sprockhövel
Tel : 02339 - 919325
Fax : 02339 - 919377
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