Berufskolleg für Technik Ahaus / Berufskolleg

futuretec - Technik für eine lebenswerte Zukunft

Hauptkategorie: Nachhaltiges Wirtschaften

Projektbeschreibung

Abteilung Holztechnik:  Grenzenlos nachhaltige Möbel
Zusammenarbeit zwischen dem ROC van Twente und dem BT Ahaus
Die Zusammenarbeit des Berufskollegs für Technik Ahaus und dem ROC van Twente bezieht sich im Kern auf den Austausch von Fachkenntnissen bezüglich beruflicher Arbeits- und Geschäftsprozesse und deren didaktischer Transformation in den beruflichen Unterricht. Auf dieser Grundlage werden gemeinsam Lernsituationen entwickelt, die von den Schülerinnen und Schülern beider Institutionen sowohl theoretisch als auch praktisch umgesetzt werden können. Eine Aufgabenbearbeitung in Teams, die aus Mitgliedern beider Nationen bestehen, wird dabei favorisiert, weil neben der Fachkompetenz auch die interkulturelle Kompetenz sowie Fremdsprachenkenntnisse gefördert werden können.
Das Organisationsteam besteht aus einer Gruppe von acht Lehrpersonen, die überwiegend in den beruflichen Fachrichtungen Holztechnik bzw. Bautechnik unterrichten. Für eine reibungslose Verständigung sorgen zwei Lehrkräfte, welche die allgemeinbildenden Fächer Deutsch bzw. Niederländisch vertreten. Seit 2012 treffen sich beide Einrichtungen regelmäßig und organisieren jedes Jahr ein nachhaltiges Projekt.

Projekt „Crossing Wood“
Im Rahmen der Zusammenarbeit beider Bildungseinrichtungen fand zunächst ein Pilotprojekt namens „Crossing Wood“ statt, welches auf die Ausgestaltung und praktische Umsetzung eines nachhaltigen Möbelstücks abzielte. Die Aufgabenstellung lautete dabei, wie folgt:
Sowohl in Ahaus als auch in Almelo fertigen je zwei Schüler einer jeden Schule zusammen ein Möbelstück, welches dann durch einen abschließenden Austausch in der Schule, in der das Möbelstück nicht gefertigt wurde, ausgestellt bzw. genutzt wird. Die Art des Möbelstücks orientiert sich dabei an den Wünschen und Anforderungen derjenigen Schule, die das Möbel schließlich erhält. Die gestalterische Ausrichtung ist nicht festgelegt und kann schwerpunktmäßig entweder den funktionalen oder den künstlerischen Aspekt in den Vordergrund stellen.
Bei ihrer Planung berücksichtigen die Schüler die Kriterien einer nachhaltigen Entwicklung. Die von ihnen verwendeten Materialien bzw. Bauteile sind hierbei aus der ökologischen, sozialen und ökonomischen Perspektive zu betrachten, entsprechend auszuwählen und zu dokumentieren. Hilfestellung leistet dazu der Möbelpass (s. Beispielausschnitt unten), der einen Leitfaden zur nachhaltigen Möbelbewertung aufzeigt. Die Dokumentation sollte mindestens sieben Seiten umfassen und jeweils in niederländischer und deutscher Sprache vorliegen.
Außerdem entwickeln die Schüler ein Logo zur Zusammenarbeit beider Bildungseinrichtungen, welches auf dem Möbel sichtbar zu platzieren ist.
Die Planungs- und Vorbereitungsphase umfasst zwei Arbeitstage und soll als Ergebnis eine nachhaltige Materielauswahl sowie ausführungsfertige, technische Zeichnungen liefern. Die Fertigungszeit ist auf fünf Arbeitstage begrenzt. Hinsichtlich der Materialkosten stehen den Schülern pro Möbelstück 500€ zur Verfügung.

Link zur Internetseite des BTA:  http://bt-ahaus.de/2017/01/projekt-crossing-wood-mit-der-partnerschule-in-almelo-erfolgreich-abgeschlossen/

 

 

 

Weitere Projekte

Deutsche Schüler stellen in Taiwan ihre Ideen für eine bessere Zukunft bei einem internationalen Jugendforum vor

Drei SchülerInnen, Lea-Luisa Wienker vom Berufskolleg für Technik Ahaus, Jan Südfels vom Berufskolleg Borken und Andrea Biskup vom Berufskolleg Bocholt-West, besuchten zusammen mit den LehrerInnen Judith Telgmann, Roland Frohmann und Christina Rakoczy vom 17. bis zum 26. Oktober das internationale Jugendforum „Dreaming the Future Shows the Creativity“ in New Taipei City, Taiwan. Neben der deutschen Gruppe waren außerdem SchülerInnen und deren LehrerInnen aus Großbritannien, Japan und Finnland zu der Bildungsreise vom Bildungsministerium der Regierung in Taiwan eingeladen.

Nach einer weiten Anreise wurde die deutsche Gruppe am 17. Oktober sehr herzlich von Lehrerinnen der Tai-Shan Schule am Flughafen willkommen geheißen und zur Tam-Sui Schule gebracht, wo alle Gruppen die ersten fünf Nächte im Schulhotel untergebracht waren. Am folgenden Tag verbrachten alle Gruppen, darunter auch acht Gruppen von verschiedenen Schulen in New Taipei City, mit Vorbereitungen für ihre Vorträge und ihren Messestand. Der nächste Tag, ein Mittwoch, war der eigentliche Tag des Jugendforums. Nach dem Treffen mit dem Bürgermeister und einem Vortrag über Bildungsideale in Taiwan stellten die einzelnen Gruppen ihre Ideen für die Zukunft vor. Die deutsche Gruppe hatte sich dafür ein Konzept überlegt, welches es jungen Flüchtlingen in deutschen Schulen leichter machen soll, sich zurecht zu finden und am Schulleben teilzunehmen, indem sie QR Codes nutzen. Ein solcher könnte zum Beispiel an einem Getränkeautomat angebracht werden um durch das Scannen mit dem Smartphone ein kurzes Video oder eine Animation abzuspielen, die die Funktion des Automaten erklärt. Der Donnerstag war ein Tag um das Land und die Kultur besser kennen zu lernen. Die Gruppen besuchten ein Goldminenmuseum in einem angrenzenden Gebirge, das Palastmuseum und den Wolkenkratzer Taipei 101. Am Freitag standen Besuche an zwei Schulen an, in denen eine Führung durch verschiedene Klassenräume und Werkstätten gemacht wurden, bevor die Schülerinnen und Schüler aus den vier Gastländern ihre Gastfamilien kennen lernten und bei diesen für die folgenden fünf Nächte einzogen. Am Wochenende gab es kein offizielles Programm, die Teilnehmer verbrachten ihre Freizeit mit ihren Gastfamilien und hatten somit die Gelegenheit, den Alltag und das Familienleben aus nächster Nähe kennen zu lernen. Montag gab es für die ausländischen Lehrerinnen und Lehrer einen weiteren kleinen Kongress, bei dem sie das Schulsystem und die Berufsberatung in ihren eigenen Ländern vorstellten; während die Schülerinnen und Schüler mit ihren Gastschülern am Unterricht teilnahmen. Am Dienstag hatten auch die Lehrerinnen und Lehrer Gelegenheit, Unterricht kennen zu lernen und bei CAD, Taek Wondoo, Chinesischer Kalligraphie und Tischtennis ihre Talente zu entdecken. Am Mittwoch (26. Oktober) war es Zeit, Abschied zu nehmen. Es flossen viele Tränen und alle Teilnehmer waren sich einig: in Taiwan Freundschaften zu schließen, die Kultur und den Alltag kennen zu lernen und an einer solchen Veranstaltung teilnehmen zu dürfen war eine einzigartige Erfahrung, die sie niemals vergessen werden.

http://bt-ahaus.de/2016/11/deutsche-schueler-stellen-in-taiwan-ihre-ideen-fuer-eine-bessere-zukunft-bei-einem-internationalen-jugendforum-vor/

Schwerpunkte:
  • Migration

Stammdaten der Schule

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Lönsweg 24
48683 Ahaus
Tel : 02561 - 9556
Fax : 02561 - 955850
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