Bettina-von-Arnim - Gymnasium Dormagen / Gymnasium

Das BvA hilft mit Herz, Hand und Verstand

Hauptkategorie: Soziales Engagement

Projektbeschreibung

 

 Das BvA hilft mit Stich und Faden

Soziales Engagement und Ehrenamt:

Seit 2015 engagieren sich Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I ehrenamtlich für in Not geratene Familien. Sie nähen Baby- und Kinderkleidung sowie Babyartikel für die Kinderkleiderkammer der Esperanza in Dormagen. Dieses Ehrenamt wurde von der Bayer Cares Foundation mit einer beachtlichen Fördersumme unterstützt. Unter dem Titel „Das Bettina-von-Arnim-Gymnasium hilft Flüchtlingskindern mit Stich und Faden“ werden auch die in Dormagen untergebrachten Flüchtlingsfamilien unterstützt und ihnen in dieser Form Wertschätzung entgegengebracht, dass sie nicht nur getragene Kleidung erhalten, sondern auch einmal etwas Neues für ihre Kinder geschenkt bekommen. Es werden Schlafsäcke, Mützen, Hosen, Pullover und Shirts genäht. Dies sind Anfängerstücke, bei denen die Schülerinnen und Schüler schnell einen Näherfolg haben und zudem soziales Engagement zeigen können. In den vergangenen Jahren kamen viele Flüchtlings- und Zuwandererfamilien in die Kleiderkammer, die auf Kleiderspenden angewiesen sind. Es werden aber meist nur Kleidungsstücke und weniger warme Decken, Mützen und Handschuhe gespendet, diese sind oftmals verschmutzt oder schwer zu reinigen. Da setzten wir an, indem wir Decken aus Baumwoll-Jersey und Baumwoll-Fleece nähen, die weitestgehend GOTS zertifiziert sind und somit für Kinderbekleidung besonders geeignet sind.

Wir wollen das gesellschaftliche Problem entschärfen, dass sich manche Kinder durch gebrauchte Kleidung als weniger wertvoll empfinden. Auch Eltern geraten in eine Spirale von Gewissensbissen, wenn sie ihren Kindern nicht aus eigenen Mitteln die Kleidung kaufen können, die diese gerne hätten. Wir bieten diesen Familien handgefertigte Kinderkleidung an, die sie nicht bezahlen müssen und die dennoch vor ihnen keiner getragen hat. Wir orientieren uns an aktuellen Farben und Mustern und Schnitten, damit das Gefühl, "das wurde nur für mich und mit Liebe handgefertigt", sich von den Eltern auf das Kind überträgt. Durch Krieg, Hunger und Not vertriebene Familien sollen sich bei uns willkommen fühlen und die Kinder sich durch die warme Kleidung nach all ihrem Leid geborgen fühlen.

Das Projekt trägt am Bettina-von-Arnim-Gymnasium dazu bei, dass das soziale Engagement einen neuen Stellenwert erhält und die Schüler selbst gefertigte Kleidung mehr schätzen. Dies steht im Widerspruch zu manch einem Werbeleitspruch, dass es immer billiger sein muss und Großnähereien wie in Indien immer weiter wachsen. Wir sind der Meinung, dass Schülerinnen und Schüler selbst erfahren müssen, welch eine Arbeit in einem Kleidungsstück steckt und dass dieser Wert der Arbeit sich deshalb im Preis niederschlägt. Dass wir diese Kleidung an die Kinderkleiderkammer abgeben, hilft den Schülerinnen und Schülern zu verstehen, wie es ist, wenn man auf Hilfe angewiesen ist und wie schön es ist, wenn man dann Hilfe erhält. Für die Babys und Kinder soll es ein Lichtblick in eine bessere und sichere Zukunft sein, in der für sie gesorgt wird und sie nach all ihren Verlusten und Entbehrungen etwas Einzigartiges erhalten.

Weitergeführt wurde das Projekt  seit Februar 2017 unter dem Titel „Sorgenfrei- Näh dir deinen Glücksbringer“, das die Integration unserer DAZ-Kinder bzw. Kindern mit Fluchtgeschichte die Deutsche Sprache auf spielerische Weise bzw. in einem anderen Kontext beibringen und vertiefen soll. Redeanlässe gibt es viele in unserer wöchentlich stattfindenden AG, sodass wir zuweilen zu einem „Mädelstreff“ in der Mittagspause wurden, bei dem die Schülerinnen (zu der Zeit aus dem Jahrgang 8, seit 2018 bestehend aus Schülern der Klassen 5-9) viel über schulische Schwierigkeiten sprachen und dabei aber auch vielzählige Kuscheltiere/ Sockentiere, Kissen und auch gehäkelte Kuschelobjekte herstellten.

Ein besonderes Highlight ist die halbjährliche Unterstützung durch Bayer-Mitarbeiter aus Monheim, die unser Projekt zum einen kennenlernen, aber zum anderen auch mit eigener Handarbeit unterstützen wollten. Zu Besuch kommen zwischen fünf  und zehn Mitarbeiter, die jeweils eine Schülerin als Näh-Patin zur Seite gestellt bekommen. Trotz manch einer Sprachbarriere und erster Scheu, absolvierten die Nähanfänger unter den Bayer-Mitarbeitern schnell unsere Übungen zum Nähmaschinen-Führerschein und präsentieren Mittags bereits eine Vielzahl an eigenen Schlafsäcken, Mützen und Lätzchen.

Ein weiteres großes Projekt war die Zusammenarbeit mit der Erasmus-AG, bei der es unter dem Motto „togEUther“ um die Integration von Flüchtlingskindern in Mitgliedsstaaten der EU geht. Wir haben im Januar 2018 begonnen, weitere DAZ-Schülerinnen und Schüler das Nähen beizubringen, um dann zu Weiberfastnacht den über vierzig Austauschschülerinnen und –Schülern selbstgenähte und mit den Fahnen von Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien versehene Kasperle-Mützen zu überreichen, die sie bei dieser Witterung gut gebrauchen konnten. Diese Erweiterung wird bei unserem Erasmus+-Programm ein Grundpfeiler zur Integration von Flüchtlingskindern sein.

 

 

 Das BvA ist fair und umweltbewusst

Faire Schule

Die Nachhaltigkeits-AG (SoS- Save our School) hat eine Vision: Wir wollen die Welt ein kleines bisschen gerechter machen. Weil sich unser Leben an fünf Tagen in der Woche im Schulgebäude abspielt, wollen wir hier starten. Dadurch kann unsere Schule zum Vorbild werden und allen zeigen, dass Nachhaltigkeit gar nicht so schwierig ist. Wir wollen die Entscheidungen, die wir jeden Tag treffen (Esse ich ein Stück Schokolade oder einen Apfel?) daraufhin untersuchen wie wir unser Verhalten in kleinen Schritten nachhaltig machen können.

In der Schule war es ein erster Schritt, dass fair gehandelte Produkte in den Verkauf gebracht wurden
Dazu wird mit dem Förderverein, der Cafeteria, der Schülervertretung und der Schülerfirma zusammengearbeitet. Des Weiteren lernen Schülerinnen und Schüler sollen in verschiedenen Fächern Siegel und ihre Bedeutung/Kriterien kennen (z.B. GOTS, Fairtrade, UTZ, Rainforest alliance).

Die Mitglieder der Nachhaltigkeits-AG besuchen die GEPA-Zentrale in  Wuppertal, besuchen dazu auch faire Vertreiber und hinterfragen die Codes of conduct.

Das Schulsiegel „faire Schule“ haben wir im Juni 2017 erhalten und arbeiten weiter an der Unterstützung des fairen Handels und unterstützen durch monatliche Spenden Kinder in Afrika.

Ressourcenschonende Schule

Zur Arbeit der Nachhaltigkeits-AG gehört auch die Förderung des Umweltbwusstseins und ein ressourcensparender Umgang mit unserer Welt.

Wir unterstützten durch das Sammeln von Pfandflaschen innerhalb der Schule und auf dem Schulgelände eine Planpatenschaft für ein Mädchen im Sudan.

Des Weiteren unternehmen wir Kleidersammlungen, um damit in der Näh-AG Kleidungsstücke "upzucykeln", indem wir daraus Kuscheltiere und Kissen für bedürftige Kinder nähen.

Wir haben durch Schule der Zukunft an der Schülerakademie zu Nachhaltigkeitsförderung teilgenommen, um neue Ideen zu erhalten, wie wir ressourcenbewusst in der Schule und Alltag arbeiten und leben können.

Weitere Projekte

 

Das Bettina-von-Arnim-Gymnasium („BvA“) liegt in Dormagen und ist eines von zwei öffentlichen Gymnasien der Stadt. Die Schule besteht seit 1961 und hat zur Zeit ca. 850 Schülerinnen und Schüler. Im letzten Schuljahr wurden viele Flüchtlingskinder hier aufgenommen, die in speziellen Unterrichtsstunden in zwei eigenen DAZ-Klassen, aber auch integriert in eine Kernklasse, unterrichtet werden. Es handelt sich um SchülerInnen im Alter von 10 – 17 Jahren, von denen einige eine Erstförderung in der deutschen Sprache erhalten und andere einen Schulabschluss am BvA anstreben.


Am BvA werden bereits viele der für nachhaltige Bildung und letztlich nachhaltige Entwicklung wichtigen Aspekte in den verschiedenen Jahrgangsstufen sowie jahrgangsstufenübergreifend aktiv umgesetzt.


 Das BvA ist nachhaltig und tierfreundlich


In der Erprobungsstufe gibt es das Profil „Forscher“. Im Rahmen dieses Profils wurde für den Schulgarten mit integriertem Gartenlabor im Schuljahr 2015/16 ein Insektenhotel gebaut (vgl. Foto in der Anlage). Nach einem Sturmschaden wurde der Rahmenumbau neu aufgestellt und mit Beton im Boden verankert (vgl. weiteres Foto in der Anlage). Die weitere Instandsetzung und Gestaltung wurd im laufenden Schuljahr (2016/17) wieder aufgenommen und setzt sich bis heute im Biologieunterricht, in den Forscherklassen, dem Grips-Club und der Garten-AG (siehe Fotos) fort.


Beim Bau des oben genannten Insektenhotels wurden und werden die Schülerinnen und Schüler durch die Planung, die Umsetzung, also den Bau und die Betreuung des Insektenhotels, an ökologisches Denken und Handeln herangeführt und übernehmen Verantwortung. Beim Zuschneiden des Holzes wurde außerdem auf einen ressourcenschonenden Umgang mit dem Rohstoff Holz, d.h. einen geeigneten Zuschnitt des Holzes, geachtet. Damit wurde auch dem ökonomischen Gedanken Rechnung getragen.


Es wird stetig auf dem Schulgelände beobachtet, welche Tiere dort zu finden sind und dadurch eine aufmerksame Wahrnehmung geschult, die Voraussetzung für nachhaltiges Handeln ist.


Des Weiteren wurden Hochbeete von den Schülerinnen und Schülern aufgebaut und mit einer für die Umwelt verträglichen Lasur gestrichen. Auch bei diesem Projekt soll der Blick darauf gelenkt werden, dass durch den eigenen Anbau von Obst und Gemüse klimafreundliches und dadurch nachhaltiges Handeln möglich ist. Hierbei wird auch der Blick auf regionale Produkte gelenkt und dadurch ein für die hier arbeitenden und lebenden Landwirte sozialer und fairer Gedanke angestoßen. Zusätzlich kann durch Säen von Wildblumen der ökologische Aspekt in den Fokus rücken. Derzeit haben wir Bohnen und Kartoffeln angepflanzt. Die Kräuterbeete im letzten Jahr wurden von den Wildkaninchen abgeerntet – aber auch das gehört zum Lernprozess dazu.


Das Insektenhotel wurde wildbienenfreundlich gestaltet und durch den Gripsclub mit herausnehmbaren Glasröhrchen bestückt, sodass eine Beobachtung des Brutprozesses der Wildbienen möglich ist.

Unser Schulgarten ist Teil des Grünen Klassenzimmers, das seit den letzten drei Jahren immer weiter, auch dank Fördergelder von Bayer Education und Lanxess, ausgestaltet und umgestaltet wird. Wir haben den mit einer Betonwanne versehenen, mehr als 30 Jahre alten, Teich, entleert und fachgerecht entsorgt und durch zwei Wildblumenwiesen ersetzt, damit die nistenden Bienen auch ausrechnend Nahrung nach der Schlupfzeit finden. Dann wurden drei Großbeete und eine Kräuterschnecke angelegt, die jährlich neu bepflanzt und abgeerntet werden können. Angedacht ist demnächst ein Gemüsezucht-Wettbewerb mit unseren Partnerschulen.

 

 Das BvA lernt vielfältig

 

Ein weiteres Profil, nämlich „KIM“ = Kompetenz in Medien, führt die 5.- und 6.-Klässler an den Umgang mit modernen Medien heran und trägt damit zur Orientierung in einer immer globaler werdenden Welt bei. Dieses Profil soll den SchülerInnen zudem eine technisch-ästhetisch-soziale Perspektive eröffnen.

Im Unterricht des Faches Biologie kommen die für BNE wichtigen Aspekte zur Sprache, beispielsweise bei der Nutztierhaltung und beim verantwortungsbewussten Umgang mit dem eigenen Körper.

In der Mittelstufe wird im Differenzierungsbereich u.a. als Wahlfach „MINT“ angeboten. Dieses Fach knüpft an die Forscher aus der 5/6 an. Die Schülerinnen und Schüler dieses Faches haben u.a. damit begonnen, das schon vorhandene Teichbett im oben bereits genannten Schulgarten (mit integriertem Gartenlabor) zu reinigen und den Teich neu anzulegen. Auch hier wird ökologisches Denken und Handeln möglich, gefordert und konkret begreifbar.


Im Unterricht der Mittelstufe wird sowohl in den Fächern Biologie, Chemie und Physik als auch in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern Erdkunde und Sozialwissenschaften auf vielfältige Weise ökologisches, ökonomisches, soziales und globales Denken und Handeln gefördert und gefordert.

 

In der Oberstufe wird Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geboten, Veranstaltungen an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf zu besuchen. Dabei wird der „Blick über den Tellerrand“ gefördert und ein Einblick in wissenschaftliches, zukunftsorientiertes Arbeiten möglich.


Facharbeiten in den MINT-Fächern, wie auch in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern, nehmen aktuelle Themen und Probleme in den Fokus, bieten die Möglichkeit praktisch zu arbeiten und können ebenfalls den Nachhaltigkeitsaspekt einbeziehen. Speziell im Fach Chemie nehmen SchülerInnen mit ihren Facharbeiten am Henkel-Wettbewerb teil.


Ein spezieller Berufetag am BvA, die jährliche „Zukunftsmesse“, bietet den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe sowie auch den SchülerInnen der Klassenstufe 9 vielfältige Möglichkeiten, sich zu verschiedenen Berufen zu informieren. Dieses Angebot fördert die Auseinandersetzung mit der Zukunft, auch im Hinblick auf die Globalisierung, und kann Gedankenanstöße zur beruflichen Orientierung geben, unabhängig davon, ob jemand in Richtung eines sozialen, ökologischen oder ökonomischen Berufs gehen möchte.


Ein Berufsorientierungspraktikum in der EF biete vielfältige Möglichkeiten des Kennenlernens verschiedener Berufszweige.

Natürlich werden auch in der Oberstufe sowohl in den Grundkursen, wie auch in den Leistungskursen, Themen mit den Aspekten der Nachhaltigkeit behandelt.

Stufenübergreifend legen wir Wert auf die differenzierte Arbeit in Projekten in unterschiedlichen Themengebieten:

 

Das BvA verknüpft Soziales mit Ökonomie:


In der Schülerfirma „BvA-Support“ engagieren sich Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgangsstufen – hauptsächlich der Klassenstufe 9 und der Oberstufe – und verkaufen Blöcke mit selbst kreierten Deckblättern, einen selbstgestalteten Schul-Timer und von Klassen in Auftrag gegebene Pullover. Dabei werden ökonomisches Denken und Handeln in den Fokus genommen. Es wird außerdem mit lokalen Firmen zusammengearbeitet, sodass auch hier wieder der soziale und faire Ansatz zum Tragen kommt.
Der Schulsanitätsdienst trägt ebenso wie das Technik-Team (Schwerpunkt Bühnentechnik) zu einem harmonischen und sozialen Miteinander bei.

 

Das BvA verknüpft Kreativität mit Technik:

„Vom Trendsport zur Energiegewinnung“ – „Kiten und Nähen“

Sowohl in der „Kiten und Nähen“-AG im vergangenen Schuljahr 2015/2016 , als auch der Experimentierstunde „Forscher“ im Jahrgang 5 wurde in diesem Schuljahr 2016/2017 ein Schwerpunkt zum Thema Fliegerei angeboten. Um es für die Grundschüler und Erprobungsstufenschüler herausfordernd zu gestalten, wurde ein einen Zugang über einen Vitamin-C-Raketen-Wettbewerb und der Geschichte des Fliegens genutzt um dann der Jahreszeit entsprechend zum "Drachensteigenlassen" überzugehen. Dabei muss auf die Flugeigenschaften aber auch auf die Gefahren beim Drachenfliegen eingegangen werden. Dann wird mit Hilfe von Anleitungen und Bausätzen ein eigener Drachen entworfen, gebaut und getestet werden. Dabei werden den Schülern bereits die Zugkräfte eines solchen "Spielgeräts" deutlich. In dem Jahrgang 5 und 6 wird ein Anknüpfungspunkt zur Handarbeit, hier dem Maschinennähen, genutzt um auch ältere Schülerinnen und Schüler für das Thema des Kitens zu interessieren, da sich über den Trendsport "Kite-Surfen", "Kite-Buggy" und "Kiten" ein neues Forschungsfeld aufgetan hat: Enerkite. EnerKite ist eine Flugwindkraftanlage, die preisgünstig Öko-Strom erzeugen und verkaufen möchte, in dem ein Kite in einer Höhe von bis zu 300m fliegt und die dabei auftretenden Zugkräfte über Seilwinden nach dem Prinzip des Dynamos Strom erzeugen. Dieses Prinzip wird mit den Schülerinnen und Schülern nachgestellt und in einem selbstgebauten Windkanal getestet, und zwar indem sie selbst einen Kite entwarfen, genäht haben und dann auf einem Wettbwerb der „Bildungsgenossenschaft-beste Chancen für alle eG“ getestet haben. Den dabei typischen Achtenflug kann man nur auf freiem Gelände ausprobieren, denn so kann man besonders gut erkennen, in welchem Windfenster der Kite stehen muss um "Zug" zu haben, also um Energie erzeugen zu können. Diese anspruchsvolle Auseinandersetzung ist ab Jahrgang 8 sinnvoll und kann dann auch in weiterführenden Experimenten zu Windkraftanlagen fortgeführt werden.

Ziel des Projektes ist es, ein für Mädchen interessantes Beschäftigungsfeld (Nähen) jahrgangsübergreifend (von Klasse 5-12) mit der Fragestellung der Energiegewinnung aus ressourcenschonenden Verfahren (z.B. "Enerkite") in Einklang zu bringen und dabei noch einen sportlichen und somit gesundheitsfördernden Aspekt (durch den Trendsport des "Kiten") miteinzubinden? Wir wollen neue und andere Wege gehen, die auf den ersten Blick "mädchenuntypisch" erscheinen, aber durch die Verknüpfung mit Handarbeit einen Zugang eröffnet, so dass sich Mädchen an technische Fragestellungen herantrauen.

Dieses Projekt richtet sich an Mädchen, die bisher eine Auseinandersetzung mit technischen Fragestellungen gescheut haben oder nicht die Anknüpfungspunkte an ihre Alltagswelt nicht gesehen haben. Dies möchten wir mit dem handwerklichen Aspekt des Nähens, Selbermachens und dem kreativen Ausprobieren kombinieren, da wir gute Erfahrungen damit gemacht haben, Mädchen auf diese Art und Weise für den MINT Bereich zu begeistern. Sie werden dort abgeholt, wo sie stehen und wo ihr Interesse liegt. Diesen "Do it yourself"- Trend nehmen wir auf und setzen ihn in direkten Bezug zu einem Trendsport, dem "Kiten", um dadurch eine Auseinandersetzung mit alternativer Energiegewinnung zu provozieren.


Magic Induction- der Weg zum beleuchteten Schuh:

Wir möchten Schuhe, Turnschuhe, Gummistiefel mit Beleuchtung versehen, die sich möglichst durch die Bewegung wieder selbst aufladen und nicht auf die Zufuhr von äußerer elektrischer Energie angewiesen sind. Ähnlich einem Dynamo, der durch die Bewegung in Rotation versetzt und elektrische Energie zur Beleuchtung der Lampen erzeugt.

Unsere Idee ist es nun, ein System, das auf Induktion flacher Spulen basiert, wie sie schon bei Handyladestationen verwendet werden, in Schuhe für Jugendliche und Erwachsene einzubauen. Die Inhalte zur Induktion erarbeiten die Schüler in der Jahrgangsstufe 9 und Q1.

Der Weg zum beleuchteten Schuh wird schon in der Erprobungsstufe im Naturwissenschafts-und Physikunterricht in Angriff genommen werden, da hier zum einen die beleuchteten Schuhe noch getragen werden und zum anderen so spielerisch der Umgang mit der Elektrizität vertieft werden kann. Hier können die Schülerinnen und Schüler zweidimensionale Modelle von Schuhen aus Sperrholz bauen, lernen Reihen- und Parallelstromkreise, Wechselschaltungen und verschiedene Verbraucher kennen und können anschließend ihren „Schuh“ mit nach Hause nehmen und daran weiter experimentieren.

In der Jahrgangsstufe 7 wird in fächerübergreifend mit dem Fach Deutsch kooperiert und ein Theaterstück eingeübt, das das ressourcenschonende Handeln thematisiert und den Vorteil selbst erzeugter Energie hervorhebt.

In der 9. Jahrgangsstufe kann anhand der Modelle eine Kosten-Nutzen-Rechnung erarbeitet werden, die den Strom-Verbrauch von Glühlampen gegenüber LED-Leuchtmitteln vergleicht und den Begriff der „Leistung“ vertieft. Zudem kann mittels Generatoren statt Batterien der Strom „erzeugt“ werden und der Themenbereich rund um Dynamo und die darin genutzte Induktion wird thematisiert.

Die Ideengeber aus der Q2 kennen auch die Anwendung aus dem Disko-Bereich, dass die Bewegung der Tanzenden für einen beleuchteten Boden bzw. auch Wänden sorgt, der/ die je nach "ertanzter" Energiemenge in helleren Farben leuchtet. Daher wollen wir die kreative Umsetzung eines energiebewussten Freizeitverhaltens mit unterrichts- und abiturrelevanten Themen verknüpfen, die dem Schüleralltag entspringen und ressourcenschonende Schuhe entwickeln, die zudem des Nachts für eine bessere Sichtbarkeit der Träger sorgen.

Wir werden zunächst vorhandene leuchtende und nicht mehr leuchtende Modelle untersuchen, um daraus Rückschlüsse für Verbesserungen und den Einbau des sich selbstaufladenden Systems zu entwickeln.

 

Das BvA verknüft Gesundheit mit Technik:

Das Bettina-von-Arnim-Gymnasium startet dieses Schuljahr mit dem Projekt „Gesundheit digital 2.0“, in der es unter anderem darum geht, dass Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von Ergometern ihre Handys in den Pausen aufladen können, dabei ihre Leistung an einer Ladestation ablesen, mit einem PC auswerten und weiterverarbeiten können. Es werden auch kybernetische Gliedmaßen im Modell nachgeahmt und auf ihren Nutzen hin überprüft. Dies ist auch im Rahmen des Differenzierungsfaches „MINT“ in der Jahrgangsstufe 8 und 9 zum Unterrichtsgegenstand.

 

Das BvA verknüpft Schule mit Wissenschaft und Wirtschaft:

Die Herangehensweise an wissenschaftliches Arbeiten wird am Bettina-von-Arnim-Gymnasium in den unterschiedlichsten (Förder-)Projekten eingeübt und vertieft:

Im schuleigenen „Grips-Club“, einem Projekt, das Exzellenz fördert, können durch die Zeugniskonferenz ausgewählte Spitzen-Schülerinnen und -Schüler sich einem eigenen Forschungsthema widmen und erhalten durch Lehrer eine intensive Individualbetreuung.

Zudem wurde die „Energiewende am BvA“ (gefördert von Lanxess) eingeleitet. Wir beteiligen uns an dem Projekt „NCL macht Schule“ (gefördert durch die NCL-Stiftung) und führen die „Klimaexpedition“ im Schwerpunktfach Erdkunde durch.

Neu gestaltet wurde das „Grüne Klassenzimmer“, ein autarkes Open-Air-Klassenzimmer unweit des Gartenlabors und des Insektenhotels.

 

Das BvA ist wettbewerbsfähig

Teilnahme an Wettbewerben:

Die Schülerinnen und Schüler des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums nehmen regelmäßig an einer Vielzahl von Wettbewerben teil und organisieren selbst Wettbewerbe. Dazu gehören Vorlese-Wettbewerbe, „Abende der Talente“ und wissenschaftlich geprägten Wettbewerben wie Freestyle-Physics der Universität Duisburg-Essen,“ Betty in the sky“ (schulinterner Wasserraketen-Wettbewerb), der Junior Science Olympiade, „Digiyou“ (gewonnen 2018), „Energie mit Köpfchen“ (gewonnen 2019) des Hans-Riegel-Preises der Universität Düsseldorf, sportlichen Herausforderungen wie der Fussball-, Volleyball- und Basketball-Schulmeisterschaften und im Lehrersport.

 

Schwerpunkte:
  • Klima
  • Schulumfeldgestaltung
  • Soziales Engagement
  • Fairer Handel
  • Globales Lernen
  • Konsum und Lebenstile
  • Gesundheitserziehung
  • Natur-/Artenschutz
  • Biologische Vielfalt
  • Energie
  • Ressourcenschutz
  • Naturerleben
  • Re/Upcycling
  • Nachhaltige Schülerfirma
  • Nachhaltiges Wirtschaften
  • Nachhaltige Landwirtschaft
  • Migration
  • Umweltschutz

Wettbewerbe

  • FairTrade Schools
  • Schule ohne Rassismus
  • Fuel Cell Box
  • Streitschlichterprogramm
  • Sonstiges

Netzwerk

Netzwerke und Kooperationen:
Im Rahmen des vernetzen Lernens, der thematischen, regionalen Netzwerke und der Vernetzung von Lernumgebungen (Kita - Grundschule - weiterführende Schule) arbeitet das Bettina-von-Arnim-Gymnasium im Rahmen der Telekom-Stiftung „MINTeinander“ aktiv an dem Ausbau einer Kooperation mit Grundschule und Kindergarten um beispielsweise den Themenbereich des Magnetismus, der Lerngegenstand des Physikunterrichts im Jahrgang 5 und später in der Qualifikationsphase ist, herunterzubrechen, um ihn für Kindergarten- und Vorschulkinder begreifbar, für Grundschulkinder durchschaubar sowie für die Gymnasiasten erklärbar zu machen. Des Weiteren haben wir eine erfolgreiche Robotik-AG, die regelmäßig an Veranstaltungen des ZdI-Neuss teilnimmt.
Im Rahmen der erfolgreichen Bewerbung zur Fair-Trade-School ist das BvA teil der Fair Trade Initiative Dormagens. Fairer Handel wird in Dormagen groß geschrieben und faire Schulen helfen beim Aufbau eines ökologischen und ökonomischen Verständnisses zu fairen Aspekten des Lebens und Handelns. Durch diesen Zusammenschluss ist Dormagen auch als "faire Stadt" ausgezeichnet worden.

Stammdaten der Schule

Herr Theodor Lindner
Haberlandstr. 14
41539 Dormagen
Tel : 02133 - 245530
Fax : 02133 - 245531
zur Webseite Email

Teilnahme an Kampagnen