Bettina-von-Arnim - Gymnasium Dormagen / Gymnasium

BvA hilft mit Stich und Faden

Hauptkategorie: Soziales Engagement

Projektbeschreibung

Soziales Engagement und Ehrenamt:

Seit 2015 engagieren sich Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I ehrenamtlich für in Not geratene Familien. Sie nähen Baby- und Kinderkleidung sowie Babyartikel für die Kinderkleiderkammer der Esperanza in Dormagen. Dieses Ehrenamt wurde von der Bayer Cares Foundation mit einer beachtlichen Fördersumme unterstützt. Unter dem Titel „Das Bettina-von-Arnim-Gymnasium hilft Flüchtlingskindern mit Stich und Faden“ werden auch die in Dormagen untergebrachten Flüchtlingsfamilien unterstützt und ihnen in dieser Form Wertschätzung entgegengebracht, dass sie nicht nur getragene Kleidung erhalten, sondern auch einmal etwas Neues für ihre Kinder geschenkt bekommen. Es werden Schlafsäcke, Mützen, Hosen, Pullover und Shirts genäht. Dies sind Anfängerstücke, bei denen die Schülerinnen und Schüler schnell einen Näherfolg haben und zudem soziales Engagement zeigen können. Im vergangenen Jahr kamen viele Flüchtlings- und Zuwandererfamilien in die Kleiderkammer, die auf Kleiderspenden angewiesen sind. Es werden aber meist nur Kleidungsstücke und weniger warme Decken, Mützen und Handschuhe gespendet, diese sind oftmals verschmutzt oder schwer zu reinigen. Da setzten wir an, indem wir Decken aus Baumwolle und Molton nähen, warme Fleece/ Jersey/Nicky und Sweat-Stoffe vernähen, die weitesgehend GOTS zertifiziert sind und somit für Kinderbekleidung besonders geeignet sind.

Wir wollen das gesellschaftliche Problem entschärfen, dass sich manche Kinder durch gebrauchte Kleidung als weniger wertvoll empfinden. Auch Eltern geraten in eine Spirale von Gewissensbissen, wenn sie ihren Kindern nicht aus eigenen Mitteln die Kleidung kaufen können, die diese gerne hätten. Wir bieten diesen Familien handgefertigte Kinderkleidung an, die sie nicht bezahlen müssen und die dennoch vor ihnen keiner getragen hat. Wir orientieren uns an aktuellen Farben und Mustern und Schnitten, damit das Gefühl, "das wurde nur für mich und mit Liebe handgefertigt", sich von den Eltern auf das Kind überträgt. Durch Krieg, Hunger und Not vertriebene Familien sollen sich bei uns willkommen fühlen und die Kinder sich durch die warme Kleidung nach all ihrem Leid geborgen fühlen.

Das Projekt trägt am Bettina-von-Arnim-Gymnasium dazu bei, dass das soziale Engagement einen neuen Stellenwert erhält und die bisher an außerorts ansässige Spendenempfänger gerichteten Spenden der Q2 nun ortbezogen sind und die Schüler zum anderen selbst gefertigte Kleidung mehr schätzen. Dies steht im Widerspruch zu manch einem Werbeleitspruch, dass es immer billiger sein muss und Großnähereien wie in Indien immer weiter wachsen. Wir sind der Meinung, dass Schülerinnen und Schüler selbst erfahren müssen, welch eine Arbeit in einem Kleidungsstück steckt und dass dieser Wert der Arbeit sich deshalb im Preis niederschlägt. Dass wir diese Kleidung an die Kinderkleiderkammer abgeben, hilft den Schülerinnen und Schülern zu verstehen, wie es ist, wenn man auf Hilfe angewiesen ist und wie schön es ist, wenn man dann Hilfe erhält. Für die Babys und Kinder soll es ein Lichtblick in eine bessere und sichere Zukunft sein, in der für sie gesorgt wird und sie nach all ihren Verlusten und Entbehrungen etwas Einzigartiges erhalten.

Weitere Projekte

Das Bettina-von-Arnim-Gymnasium („BvA“) liegt in Dormagen und ist eines von zwei öffentlichen Gymnasien der Stadt. Die Schule besteht seit 1961 und hat zur Zeit ca. 850 Schülerinnen und Schüler. Im letzten Schuljahr wurden viele Flüchtlingskinder hier aufgenommen, die in speziellen Unterrichtsstunden in zwei eigenen DAZ-Klassen, aber auch integriert in eine Kernklasse, unterrichtet werden. Es handelt sich um SchülerInnen im Alter von 10 – 17 Jahren, von denen einige eine Erstförderung in der deutschen Sprache erhalten und andere einen Schulabschluss am BvA anstreben.


Am BvA werden bereits viele der für nachhaltige Bildung und letztlich nachhaltige Entwicklung wichtigen Aspekte in den verschiedenen Jahrgangsstufen sowie jahrgangsstufenübergreifend aktiv umgesetzt.


Im Rahmen der „Nachhaltigkeit im Schulleben“ am BvA bedeutet das Folgendes:


In der Erprobungsstufe gibt es beispielsweise das Profil „Forscher“. Im Rahmen dieses Profils wurde für den Schulgarten mit integriertem Gartenlabor im Schuljahr 2015/16 ein Insektenhotel gebaut (vgl. Foto in der Anlage), das leider aufgrund eines Sturms zerstört wurde. Noch im letzten Schuljahr wurde der Rahmenumbau neu aufgestellt und mit Beton im Boden verankert (vgl. weiteres Foto in der Anlage). Die weitere Instandsetzung und Gestaltung wird im laufenden Schuljahr (2016/17) wieder aufgenommen.


Beim Bau des oben genannten Insektenhotels wurden und werden die Schülerinnen und Schüler durch die Planung, die Umsetzung, also den Bau und die Betreuung des Insektenhotels, an ökologisches Denken und Handeln herangeführt und übernehmen Verantwortung. Beim Zuschneiden des Holzes wurde außerdem auf einen resourcenschonenden Umgang mit dem Rohstoff Holz, d.h. einen geeigneten Zuschnitt des Holzes, geachtet. Damit wurde auch dem ökonomischen Gedanken Rechnung getragen.


Im Vorfeld wurde auf dem Schulgelände beobachtet, welche Tiere dort zu finden sind und dadurch eine aufmerksame Wahrnehmung geschult, die Voraussetzung für nachhaltiges Handeln ist.


Des Weiteren wurden Hochbeete von den Schülerinnen und Schülern aufgebaut und mit einer für die Umwelt verträglichen Lasur gestrichen. Auch bei diesem Projekt soll der Blick darauf gelenkt werden, dass durch den eigenen Anbau von Obst und Gemüse klimafreundliches und dadurch nachhaltiges Handeln möglich ist. Hierbei wird auch der Blick auf regionale Produkte gelenkt und dadurch ein für die hier arbeitenden und lebenden Landwirte sozialer und fairer Gedanke angestoßen. Zusätzlich kann durch Säen von Wildblumen der ökologische Aspekt in den Fokus rücken.


Ein Projekt mit Wildbienen ist zur Zeit nur angedacht, aber noch nicht weiter konkretisiert.

Ein weiteres Profil, nämlich „KIM“ = Kompetenz in Medien, führt die 5.- und 6.-Klässler an den Umgang mit modernen Medien heran und trägt damit zur Orientierung in einer immer globaler werdenden Welt bei. Dieses Profil soll den SchülerInnen zudem eine technisch-ästhetisch-soziale Perspektive eröffnen.

Im Unterricht des Faches Biologie kommen die für BNE wichtigen Aspekte zur Sprache, beispielsweise bei der Nutztierhaltung und beim verantwortungsbewussten Umgang mit dem eigenen Körper.

In der Mittelstufe wird im Differenzierungsbereich u.a. als Wahlfach „MINT“ angeboten. Dieses Fach knüpft an die Forscher aus der 5/6 an. Die Schülerinnen und Schüler dieses Faches haben u.a. damit begonnen, das schon vorhandene Teichbett im oben bereits genannten Schulgarten (mit integriertem Gartenlabor) zu reinigen und den Teich neu anzulegen. Auch hier wird ökologisches Denken und Handeln möglich, gefordert und konkret begreifbar.


Im Unterricht der Mittelstufe wird sowohl in den Fächern Biologie, Chemie und Physik als auch in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern Erdkunde und Sozialwissenschaften auf vielfältige Weise ökologisches, ökonomisches, soziales und globales Denken und Handeln gefördert und gefordert.


Nachhaltigkeits-AG

Wir haben eine Vision. Wir wollen die Welt ein kleines bisschen gerechter machen. Weil sich unser Leben an fünf Tagen in der Woche im Schulgebäude abspielt, wollen wir hier starten. Dadurch kann unsere Schule zum Vorbild werden und allen zeigen, dass Nachhaltigkeit gar nicht so schwierig ist. Wir wollen die Entscheidungen, die wir jeden Tag treffen (Esse ich ein Stück Schokolade oder einen Apfel?) daraufhin untersuchen wie wir unser Verhalten in kleinen Schritten nachhaltig machen können.

Faire Schule

In der Schule soll ein erster Schritt sein, dass wir fair gehandelte Produkte in den Verkauf bringen.
Dazu wollen wir mit dem Kiosk, der Schülervertretung und der Schülerfirma zusammenarbeiten.

Alle Schülerinnen und Schüler sollen in verschiedenen Fächern Siegel und ihre Bedeutung/Kriterien kennenlernen. (z.B. GOTS, Fairtrade, UTZ, Rainforest alliance)

Die Mitglieder der Nachhaltigkeits-AG besuchen faire Vertreiber und hinterfragen die Codes of conduct.

Ressourcenschonende Schule
In Planung:
- Pfandflaschen sammeln
- Handys zum Recyclen sammeln
- Batterien sammeln
- Upcycling als Anregung

Energiesparende Schule
- Umweltscouts für eine warme Schule

In der Oberstufe wird Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geboten, Veranstaltungen an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf zu besuchen. Dabei wird der „Blick über den Tellerrand“ gefördert und ein Einblick in wissenschaftliches, zukunftsorientiertes Arbeiten möglich.


Facharbeiten in den MINT-Fächern, wie auch in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern, nehmen aktuelle Themen und Probleme in den Fokus, bieten die Möglichkeit praktisch zu arbeiten und können ebenfalls den Nachhaltigkeitsaspekt einbeziehen. Speziell im Fach Chemie nehmen SchülerInnen mit ihren Facharbeiten am Henkel-Wettbewerb teil.


Ein spezieller Berufetag am BvA, die jährliche „Zukunftsmesse“, bietet den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe sowie auch den SchülerInnen der Klassenstufe 9 vielfältige Möglichkeiten, sich zu verschiedenen Berufen zu informieren. Dieses Angebot fördert die Auseinandersetzung mit der Zukunft, auch im Hinblick auf die Globalisierung, und kann Gedankenanstöße zur beruflichen Orientierung geben, unabhängig davon, ob jemand in Richtung eines sozialen, ökologischen oder ökonomischen Berufs gehen möchte.


Ein Berufsorientierungspraktikum in der EF biete vielfältige Möglichkeiten des Kennenlernens verschiedener Berufszweige.

Natürlich werden auch in der Oberstufe sowohl in den Grundkursen, wie auch in den Leistungskursen, Themen mit den Aspekten der Nachhaltigkeit behandelt.

Stufenübergreifend legen wir Wert auf die differenzierte Arbeit in Projekten in unterschiedlichen Themengebieten:

Soziales und Ökonomie:
In der Schülerfirma „BvA-Support“ engagieren sich Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgangsstufen – hauptsächlich der Klassenstufe 9 und der Oberstufe – und verkaufen Blöcke mit selbst kreierten Deckblättern, einen selbstgestalteten Schul-Timer und von Klassen in Auftrag gegebene Pullover. Dabei werden ökonomisches Denken und Handeln in den Fokus genommen. Es wird außerdem mit lokalen Firmen zusammengearbeitet, sodass auch hier wieder der soziale und faire Ansatz zum Tragen kommt.
Der Schulsanitätsdienst trägt ebenso wie das Technik-Team (Schwerpunkt Bühnentechnik) zu einem harmonischen und sozialen Miteinander bei.

Einführung eines Zertifikats für herausragendes soziales Engagement

Was macht eine gute Schule aus? Was ist wichtig für ein angenehmes Miteinander und ein gutes Schulklima? Was bringt unsere Schule und die Gesellschaft allgemein voran? Wenn solche Fragen gestellt werden, gibt es viele Antworten. Ein Aspekt einer Antwort wird aber mit Sicherheit der selbstlose Einsatz und die Solidarität von Schülerinnen und Schülern für die Gemeinschaft sein. Es ist daher ein Anliegen unserer Schule, ein solches selbstloses und solidarisches Engagement von Schülerinnen und Schüler zu fördern und ihm eine entsprechende Wertschätzung angedeihen zu lassen: Es ist nämlich nicht selbstverständlich, dass sich einzelne Schülerinnen und Schüler zum Beispiel in der Schülervertretung, im Schulischen Sanitätsdienst, in der Schülerfirma oder beim Projekt „Schüler helfen Schülern“ für unsere Schule und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler in herausragender Weise einsetzen. Aus diesem Grund hat das Bettina-von-Arnim-Gymnasium beschlossen, vom zweiten Halbjahr des Schuljahres 2016/2017 an mit einem Zertifikat diejenigen, die sich für die Schulgemeinschaft besonders engagieren, zu würdigen. Zudem sollen auf diesem Weg auch weitere Interessenten der Stufen neun bis elf ermuntert werden, sich für das BvA einzusetzen, um das Klima in unserer Schule weiter zu verbessern. Damit diese Auszeichnung einen Wert hat, soll sie auf maximal fünf Prozent pro Jahrgang der Schülerinnen und Schüler des BvA beschränkt sein und nur langfristiger und umfangreicher Einsatz mit dem Zertifikat sozialer Exzellenz belohnt werden.

Verknüpfung von Kreativität und Technik:

„Vom Trendsport zur Energiegewinnung“ – „Kiten und Nähen“

Sowohl in der „Kiten und Nähen“-AG im vergangenen Schuljahr 2015/2016 , als auch der Experimentierstunde „Forscher“ im Jahrgang 5 wurde in diesem Schuljahr 2016/2017 ein Schwerpunkt zum Thema Fliegerei angeboten. Um es für die Grundschüler und Erprobungsstufenschüler herausfordernd zu gestalten, wurde ein einen Zugang über einen Vitamin-C-Raketen-Wettbewerb und der Geschichte des Fliegens genutzt um dann der Jahreszeit entsprechend zum "Drachensteigenlassen" überzugehen. Dabei muss auf die Flugeigenschaften aber auch auf die Gefahren beim Drachenfliegen eingegangen werden. Dann wird mit Hilfe von Anleitungen und Bausätzen ein eigener Drachen entworfen, gebaut und getestet werden. Dabei werden den Schülern bereits die Zugkräfte eines solchen "Spielgeräts" deutlich. In dem Jahrgang 5 und 6 wird ein Anknüpfungspunkt zur Handarbeit, hier dem Maschinennähen, genutzt um auch ältere Schülerinnen und Schüler für das Thema des Kitens zu interessieren, da sich über den Trendsport "Kite-Surfen", "Kite-Buggy" und "Kiten" ein neues Forschungsfeld aufgetan hat: Enerkite. EnerKite ist eine Flugwindkraftanlage, die preisgünstig Öko-Strom erzeugen und verkaufen möchte, in dem ein Kite in einer Höhe von bis zu 300m fliegt und die dabei auftretenden Zugkräfte über Seilwinden nach dem Prinzip des Dynamos Strom erzeugen. Dieses Prinzip wird mit den Schülerinnen und Schülern nachgestellt und in einem selbstgebauten Windkanal getestet, und zwar indem sie selbst einen Kite entwarfen, genäht haben und dann auf einem Wettbwerb der „Bildungsgenossenschaft-beste Chancen für alle eG“ getestet haben. Den dabei typischen Achtenflug kann man nur auf freiem Gelände ausprobieren, denn so kann man besonders gut erkennen, in welchem Windfenster der Kite stehen muss um "Zug" zu haben, also um Energie erzeugen zu können. Diese anspruchsvolle Auseinandersetzung ist ab Jahrgang 8 sinnvoll und kann dann auch in weiterführenden Experimenten zu Windkraftanlagen fortgeführt werden.

Ziel des Projektes ist es, ein für Mädchen interessantes Beschäftigungsfeld (Nähen) jahrgangsübergreifend (von Klasse 5-12) mit der Fragestellung der Energiegewinnung aus ressourcenschonenden Verfahren (z.B. "Enerkite") in Einklang zu bringen und dabei noch einen sportlichen und somit gesundheitsfördernden Aspekt (durch den Trendsport des "Kiten") miteinzubinden? Wir wollen neue und andere Wege gehen, die auf den ersten Blick "mädchenuntypisch" erscheinen, aber durch die Verknüpfung mit Handarbeit einen Zugang eröffnet, so dass sich Mädchen an technische Fragestellungen herantrauen.

Dieses Projekt richtet sich an Mädchen, die bisher eine Auseinandersetzung mit technischen Fragestellungen gescheut haben oder nicht die Anknüpfungspunkte an ihre Alltagswelt nicht gesehen haben. Dies möchten wir mit dem handwerklichen Aspekt des Nähens, Selbermachens und dem kreativen Ausprobieren kombinieren, da wir gute Erfahrungen damit gemacht haben, Mädchen auf diese Art und Weise für den MINT Bereich zu begeistern. Sie werden dort abgeholt, wo sie stehen und wo ihr Interesse liegt. Diesen "Do it yourself"- Trend nehmen wir auf und setzen ihn in direkten Bezug zu einem Trendsport, dem "Kiten", um dadurch eine Auseinandersetzung mit alternativer Energiegewinnung zu provozieren.


Magic Induction- der Weg zum beleuchteten Schuh:

Wir möchten Schuhe, Turnschuhe, Gummistiefel mit Beleuchtung versehen, die sich möglichst durch die Bewegung wieder selbst aufladen und nicht auf die Zufuhr von äußerer elektrischer Energie angewiesen sind. Ähnlich einem Dynamo, der durch die Bewegung in Rotation versetzt und elektrische Energie zur Beleuchtung der Lampen erzeugt.

Unsere Idee ist es nun, ein System, das auf Induktion flacher Spulen basiert, wie sie schon bei Handyladestationen verwendet werden, in Schuhe für Jugendliche und Erwachsene einzubauen. Die Inhalte zur Induktion erarbeiten die Schüler in der Jahrgangsstufe 9 und Q1.

Der Weg zum beleuchteten Schuh soll allerdings auch schon in der Erprobungsstufe im Naturwissenschaftsunterricht in Angriff genommen werden, da hier zum einen die beleuchteten Schuhe noch getragen werden und zum anderen so spielerisch der Umgang mit der Elektrizität vertieft werden kann. Hier können die Schülerinnen und Schüler zweidimensionale Modelle von Schuhen aus Sperrholz bauen, lernen Reihen- und Parallelstromkreise, Wechselschaltungen und verschiedene Verbraucher kennen und können anschließend ihren „Schuh“ mit nach Hause nehmen und daran weiter experimentieren.

In der Jahrgangsstufe 7 wird in fächerübergreifend mit dem Fach Deutsch kooperiert und ein Theaterstück eingeübt, das das ressourcenschonende Handeln thematisiert und den Vorteil selbst erzeugter Energie hervorhebt.

In der 9. Jahrgangsstufe kann anhand der Modelle eine Kosten-Nutzen-Rechnung erarbeitet werden, die den Strom-Verbrauch von Glühlampen gegenüber LED-Leuchtmitteln vergleicht und den Begriff der „Leistung“ vertieft. Zudem kann mittels Generatoren statt Batterien der Strom „erzeugt“ werden und der Themenbereich rund um Dynamo und die darin genutzte Induktion wird thematisiert.

Die Ideengeber aus der Q2 kennen auch die Anwendung aus dem Disko-Bereich, dass die Bewegung der Tanzenden für einen beleuchteten Boden bzw. auch Wänden sorgt, der/ die je nach "ertanzter" Energiemenge in helleren Farben leuchtet. Daher wollen wir die kreative Umsetzung eines energiebewussten Freizeitverhaltens mit unterrichts- und abiturrelevanten Themen verknüpfen, die dem Schüleralltag entspringen und ressourcenschonende Schuhe entwickeln, die zudem des Nachts für eine bessere Sichtbarkeit der Träger sorgen.

Wir werden zunächst vorhandene leuchtende und nicht mehr leuchtende Modelle untersuchen, um daraus Rückschlüsse für Verbesserungen und den Einbau des sich selbstaufladenden Systems zu entwickeln.

Verknüpfung von Gesundheit und Technik:

Das Bettina-von-Arnim-Gymnasium startet dieses Schuljahr mit dem Projekt „Gesundheit digital 2.0“, in der es unter anderem darum geht, dass Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von Ergometern ihre Handys in den Pausen aufladen können, dabei ihre Leistung an einer Ladestation ablesen, mit einem PC auswerten und weiterverarbeiten können. Es werden auch kybernetische Gliedmaßen im Modell nachgeahmt und auf ihren Nutzen hin überprüft. Dies wird auch im Rahmen des Differenzierungsfaches „MINT“ in der Jahrgangsstufe 8 und 9 zum Unterrichtsgegenstand.

Wissenschaftliches Arbeiten:

Die Herangehensweise an wissenschaftliches Arbeiten wird am Bettina-von-Arnim-Gymnasium in den unterschiedlichsten (Förder-)Projekten eingeübt und vertieft:

Im schuleigenen „Grips-Club“, einem Projekt, das Exzellenz fördert, können durch die Zeugniskonferenz ausgewählte Spitzen-Schülerinnen und -Schüler sich einem eigenen Forschungsthema widmen und erhalten durch Lehrer eine intensive Individualbetreuung.

Zudem wurde die „Energiewende am BvA“ (gefördert von Lanxess) eingeleitet. Wir beteiligen uns an dem Projekt „NCL macht Schule“ (gefördert durch die NCL-Stiftung) und führen die „Klimaexpedition“ im Schwerpunktfach Erdkunde durch.

Im Aufbau befindet sich das „Grüne Klassenzimmer“, ein autarkes Open-Air-Klassenzimmer unweit des Gartenlabors und des Insektenhotels.

Teilnahme an Wettbewerben:

Die Schülerinnen und Schüler des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums nehmen regelmäßig an einer Vielzahl von Wettbewerben teil und organisieren selbst Wettbewerbe. Dazu gehören Vorlese-Wettbewerbe, „Abende der Talente“ und wissenschaftlich geprägten Wettbewerben wie Freestyle-Physics der Universität Duisburg-Essen,“ Betty in the sky“ (schulinterner Wasserraketen-Wettbewerb), der Junior Science Olympiade, des Hans-Riegel-Preises der Universität Düsseldorf, sportlichen Herausforderungen wie der Fussball-, Volleyball- und Basketball-Schulmeisterschaften und im Lehrersport.

Schwerpunkte:
  • Klima
  • Schulumfeldgestaltung
  • Schulimkern
  • Soziales Engagement
  • Fairer Handel
  • Globales Lernen
  • Gesundheitserziehung
  • Natur-/Artenschutz
  • Biologische Vielfalt
  • Energie
  • Naturerleben
  • Re/Upcycling
  • Nachhaltige Schülerfirma
  • Nachhaltiges Wirtschaften
  • Umweltschutz

Wettbewerbe

  • Schule ohne Rassismus
  • Streitschlichterprogramm
  • Sonstiges

Netzwerk

Netzwerke und Kooperationen:
Im Rahmen des vernetzen Lernens, der thematischen, regionalen Netzwerke und der Vernetzung von Lernumgebungen (Kita - Grundschule - weiterführende Schule) arbeitet das Bettina-von-Arnim-Gymnasium im Rahmen der Telekom-Stiftung „MINTeinander“ aktiv an dem Ausbau einer Kooperation mit Grundschule und Kindergarten um beispielsweise den Themenbereich des Magnetismus, der Lerngegenstand des Physikunterrichts im Jahrgang 5 und später in der Qualifikationsphase ist, herunterzubrechen, um ihn für Kindergarten- und Vorschulkinder begreifbar, für Grundschulkinder durchschaubar sowie für die Gymnasiasten erklärbar zu machen. Des Weiteren haben wir eine erfolgreiche Robotik-AG, die regelmäßig an Veranstaltungen des ZdI-Neuss teilnimmt.
Darüber hinaus findet seit Jahren eine Vortragsreihe „Gesund sein – Gesund bleiben“ in Kooperation mit dem Kreiskrankenhaus Dormagen in der Aula des BvAs statt und wird von Lehrerinnen und Lehrern organisiert. Zuletzt gab es Vorträge von Fachärzten zu den Themen „Empfängnisverhütung“ und „Gefahren des Alkohol- und Drogenkonsums“.

Stammdaten der Schule

Herr Theodor Lindner
Haberlandstr. 14
41539 Dormagen
Tel : 02133 - 245530
Fax : 02133 - 245531
zur Webseite Email

Teilnahme an Kampagnen