Nationalpark-Schulen Eifel

"Let's become wild!" - Netzwerk Nationalpark-Schulen Eifel (Themen: Nationalpark Eifel, Wildnis, Prozessschutz natürlicher Dynamik)

Hauptkategorie: Lebensräume

Netzwerkbeschreibung

Das Netzwerk Nationalpark- Schulen Eifel bietet Schulen aller Schulformen die Möglichkeit sich als Nationalpark-Schule zu zertifizieren.

Bei der Abschlussveranstaltung des vierten Zertifizierungszeitraums von 2015 bis 2017 konnten sich insgesamt 46 Schulen aus den Kreisen Düren, Euskirchen, Rhein-Erft und der Städteregion Aachen als Nationalpark-Schule präsentieren.

Achtzehn der ausgezeichneten Nationalpark-Schulen, sowie die außerschulischen Partner Nationalparkverwaltung Eifel, Nationalparkzentrum Eifel und Förderverein Nationalpark Eifel e.V. sind für den Projektzeitraum 2016 bis 2020 zusätzlich als Netzwerk der Zukunft (NUA) angemeldet.

Weiteres siehe Projektbeschreibung

regionale Zuständigkeit

  • NRW-weit

Mitglieder des Netzwerkes

Projektbeschreibung

Am Projekt Nationalpark-Schule Eifel können sich Schulen aller Schulformen beteiligen, die einen besonderen Bezug zum Nationalpark Eifel haben oder aufbauen möchten. Ersteres sind geographisch bedingt alle Schulen in der Nationalparkregion. Aber auch Schulen aus den Städten im weiteren Umfeld des Nationalparks (z.B. Aachen, Köln, Bonn,...) können sich als Nationalpark-Schulen bewerben. Auch Kooperationen mit Schulen im Dreiländereck, sowie die Ausweitung des Projektes auf Kindergärten und Kindertagesstätten werden angedacht.

Grundlage für die Teilnahme und Zertifizierung bilden folgende Kriterien:

1. Inhalte

Das Thema „Nationalpark Eifel“ wird als Schulentwicklungsvorhaben umgesetzt und im Schulprogramm verankert. Mehrere Aspekte einer Bildung für Nachhaltigkeit sowie möglichst viele Fachbereiche werden mit den unterschiedlichsten Schulfächern einbezogen (ökologische, ökonomische, soziale, globale, historische, ethische, politische und/oder ästhetische Aspekte). Dabei ist es wichtig, Grundsätzliches und Besonderes in Bezug auf den Nationalpark Eifel herauszustellen und bei allen Betrachtungen als Basis zu nutzen (ähnlich eines „Bekenntnisses“). (z.B. Prinzip „Natur Natur sein lassen“, Was bedeutet „Wildnis“? Wie sieht die „Natur“ eines Nationalparks im Gegensatz zu der „Natur“ eines Wirtschaftswaldes oder Gartens aus?,...)

2. Kooperation und Management

Die Projektkoordination erfolgt auf breiter Grundlage. Beteiligt ist ein Team mit mehreren Lehrpersonen, Schülern mehrerer Lerngruppen und innerschulischen Gremien. Hieraus sollte sich eine kleinere Lenkungsgruppe bilden, die den Prozess begleitet und die engere Kooperation gewährleistet. Die Schule nennt einen festen Ansprechpartner/eine feste Ansprechpartnerin. Zu den außerschulischen Partnern gehören in jedem Fall die Nationalparkverwaltung sowie der Förderverein Nationalpark Eifel e.V.

3. Partizipation

Schülerinnen und Schüler lernen Beteiligungsstrukturen kennen und nutzen. Sie arbeiten gemeinsam mit Lehrpersonen, Eltern und außerschulischen Partnern. Neue Strukturen können geschaffen und etabliert werden.

4. Öffentlichkeit

Die schulische und außerschulische Öffentlichkeit wird über die Arbeit informiert und am Prozess beteiligt. Regelmäßige Kommunikation zum Thema „Nationalpark Eifel“ findet statt. Hierzu gehört z.B. die Auslage von Infomaterial über den Nationalpark Eifel in der Schule sowie die Einrichtung von Links zu den Seiten der Nationalparkverwaltung und des Fördervereins Nationalpark Eifel auf der schuleigenen Homepage.

5. Kontinuität & Entwicklung

Das Thema „Nationalpark Eifel“ ist mit einem Konzept nachhaltig im Schulprogramm verankert. Möglich ist auch der Einstieg über ein Projekt, welches im Laufe der nächsten Zeit (evtl. über mehrere Kampagnenzeiträume hinweg) weiterentwickelt werden kann.

6. Außerschulisches Lernen & Fortbildungsangebote

Die Schülerinnen und Schüler besuchen den Nationalpark Eifel und nutzen pädagogische Angebote der Nationalparkverwaltung und des Fördervereins Nationalpark Eifel, um zu erleben, was einen Nationalpark ausmacht und sich mit den Aspekten eines derartigen Schutzgebietes auseinander zu setzen. Durch den mehrfachen Besuch des Nationalparks im Rahmen eines Spiralcurriculums können auch Entwicklungen und Veränderungen im Nationalparkgebiet erfahren und untersucht werden.

Empfohlen werden: 1 Besuch in der Grundschulzeit, 1 Besuch innerhalb von Klasse 5 bis 7, 1 Besuch innerhalb von Klasse 8 bis 10, 1 Besuch innerhalb von Klasse 11-12. Lehrpersonen können die vom Förderverein Nationalpark Eifel e.V. in Kooperation mit der Nationalparkverwaltung Eifel angebotenen Lehrerfortbildungsveranstaltungen nutzen.

Zertifizierung

Die Schulen reichen im Zertifizierungszeitraum eine Dokumentation ein. Die Dokumentation kann in Form und Umfang sehr frei gestaltet sein. Somit wollen die Projekt-Koordinatorinnen gewährleisten, dass die Schulen mit sehr unterschiedlichen Vorraussetzungen einen eigenen, passenden Weg der Umsetzung oben genannter Kriterien wählen können.

Die Dokumentation als Grundlage für die Zertifizierung muss alle oben genannten Kriterien aufgreifen und Unterrichtseinheiten, Projekttage, Organisationsstrukturen etc. zum Thema in frei wählbarer Form darstellen. Die nachhaltige Verankerung der Nationalpark-Themen muss deutlich aus der Dokumentation zu erkennen sein. Die Schulen haben formale Hilfen (Tabellen, Formulare) erarbeitet, die die Dokumentation vereinfachen sollen. Zusätzlich ist ein Anhang in Form eines Ordners, eines Fotobuchs, einer Präsentation, eines Films etc. von vielen Schulen zur Dokumentation genutzt worden.