Städtische Realschule Schleiden / Realschule

Natur- und Umweltbildung für Kinder - Kreativitätsförderung im Kontext von BNE

Hauptkategorie: Naturerleben

Baumgeister an der Städtischen Realschule Schleiden - Birgit Barrelmeyer Brückenbau mit Naturmaterialien - Birgit Barrelmeyer Natur kreativ begegnen: Schnuppertag 27.9.2017 - Brigitte Mevissen Bunte Facetten der Umweltbildung - Brigitte Mevissen Blätter-Vielfalt mit dem Bleistift entdeckt - Brigitte Mevissen Vorbild Natur - Brigitte Mevissen Töpfern: Natur begreifen - Brigitte Mevissen Für alle im Blick: Unsere Schule als Galerie - Brigitte Mevissen Be-greifen: Aus Lehm Geister erwecken - Brigitte Mevissen Und schon bin ich erwacht - Brigitte Mevissen Gute Geister braucht der Wald - Brigitte Mevissen Tag der offenen Tür am 9.12.2017: Natur und Kreativität laden ein - Brigitte Mevissen Kreativität in Kooperation: Spechtkinder - Brigitte Mevissen Kreativität und Kooperation am Tag der offenen Tür - Brigitte Mevissen "Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt" (Khalil Gibran) - ein Kunstprojekt der Klasse 6b - Brigitte Mevissen Natur-Kunst der Klasse 5a auf dem verschneiten Schulgelände - Brigitte Mevissen Natur-Kunst- inspiriert durch Andy Goldworthy - Brigitte Mevissen Für die Schulgalerie: Natur-Kunst auch im Winter - Brigitte Mevissen Komm mit in unsere bunte Welt! - Motto des Einschulungsgottesdienstes August 2018 - Brigitte Mevissen Schöpfung erfahren - ein interreligiöses Umweltbildungsprojekt - Brigitte Mevissen Sonnengesang des Franziskus in Farbe und Wort - Brigitte Mevissen Dokumentieren und Erzählen: ein kreatives Skizzenbuch - Brigitte Mevissen Wir laden ein: Blättern im Skizzenbuch - Brigitte Mevissen Auf der Zertifizierungsfeier der Nationalparkschulen am 11.12.2017: Der Mittelspecht und seine Kinder repräsentieren unsere Schule - Birgit Barrelmeyer Wald-Wasser-Wildnistage April 2018: Wir gestalten Natur-Kunstwerke - Brigitte Mevissen Gestaltungstipps für Natur-Kunst inmitten der Natur - Brigitte Mevissen Naturerfahrung: In Stille gestalten - Brigitte Mevissen Gesucht: Blumenzwiebeln & Co. - Brigitte Mevissen Für und mit der Natur getöpfert - Sandra Heiliger Ton oder Natur - Sandra Heiliger Natur-Linien im Kopf: Erinnerungsspuren in Tonreliefs - Brigitte Mevissen Natur-Vielfalt in farbigen Drucken - Brigitte Mevissen Vielfältigkeit - Brigitte Mevissen Baumeister*innen in der Wildniswerkstatt Düttling: Wir bauen Insektenhotels - Brigitte Mevissen Die Insekten können sich ihr Hotel aussuchen! - Brigitte Mevissen Kreativität kennt keine Grenzen: Natur-Kunstwerke - entstanden zwei Tage vor Ferienbeginn! - Brigitte Mevissen Unser Natur-Kunstwerk: Wer hat sich da im Zelt versteckt? - Brigitte Mevissen Natur-Kunstwerk: Natur-Mandala - Brigitte Mevissen Flüsse und Bäche - Brigitte Mevissen Blütentanz der Elfen - Brigitte Mevissen Natur-Kunstwerk: Löwenzahn-Wasserrutsche - Brigitte Mevissen 55 Jahre Städtische Realschule Schleiden: Besondere Gäste - Waldgeister - Brigitte Mevissen

Projektbeschreibung

In Kooperation mit außerschulischen Lernorten wie z. B. der Wildniswerkstatt Düttling und dem Nationalparkzentrum in Vogelsang soll die Kreativität der Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Projekten gefördert werden. Hierbei wird die schon bestehende Zusammenarbeit im Rahmen des Projektes "Nationalparkschule" ausgeweitet und das Augenmerk auf die Förderung der Kreaktivität der Kinder in der Erprobungsstufe gelegt.

Projekt I :

Zu unserem Profil als Nationalparkschule gehören seit Jahren Kooperationen mit der Wildniswerkstatt Düttling. Hier sind es immer wieder Klassen der Erprobungsstufe, die ihr Waldwissen und ihre Walderfahrungen spielerisch entdeckend vertiefen und erweitern.

Aufgrund dieser langjährigen Kooperationen und den damit verbundenen guten Routinen der Absprachen, Vor- und Nachbereitungen entstand für einen Projekttag am 15. November 2017 die Idee, neben den Angeboten, die die MitarbeiterInnen der Wildniswerkstatt durchführen, eine kreative Naturbegegnung in einer neuen Form zu konzeptionieren, die die begleitende Lehrkraft vorbereitete, durchführte und nachbereitete:

Waldentdeckungen einer Klasse 6 im Nationalpark Eifel:
Kreativ und kooperativ – Wir gestalten Waldgeister aus Lehm im Team

Aus diesem guten kooperativen Geist entwickelten sich viele gute Geister, „Waldgeister“, die nachfolgend ein wenig erforscht und beschrieben werden:
Wie wurden die Waldgeister zum Leben erweckt? (1)
Sind sie naturverträglich oder plündern sie weitere Ressourcen unserer Erde? Anders gefragt: Halten sie einem BNE-Test (Inhalte/Perspektiven) stand? (2)
Sind die Waldgeister lichtscheues Gesindel oder tauchen sie auch in der Öffentlichkeit auf? Diese Frage wird unter dem Stichwort „Öffentlichkeitsarbeit“ taghell erleuchtet. (3)
Und nicht zuletzt: Gibt es glaubhafte Erzählungen über ihr Wirken?
Um es schon jetzt zu verraten. Ja, die gibt es! Wald-Geistergeschichten! (4) Erzählt von Menschen wie du und ich! Und wenn dies nicht glaubhaft ist!

1. Wie die Waldgeister zum Leben erweckt wurden…
Zunächst wurden die Schülerinnen und Schüler (SuS) selbst aktiv: durch spielerische Angebote in der Natur, die auf Kooperation und Naturerfahrung durch Begegnung und haptisches „Begreifen“ angelegt waren. Selbst „lebendig“ geworden, waren die SuS in der Lage anderen Wesen „den Atem einzuhauchen“!
Und noch lebendiger wurden sie durch die gebildeten Gruppen. Dabei erfolgte die Gruppenbildung nach zwei Kriterien: Jede Gruppe bestand aus Jungen und Mädchen. Die jeweilige Zusammensetzung erfolgte durch ein Zufallsprinzip.
So erhielten die SuS Gruppenaufträge, einen Waldgeist aus Lehm zu gestalten und dazu ausschließlich Naturmaterialien -achtsam- zu verwenden, die sie in unmittelbarer Umgebung des Geländes vorfinden.
Gruppen konnten auch als „Experimentgruppen“ arbeiten: In diesen Gruppen formte ein Schüler/ eine Schülerin den Lehm mit verbundenen Augen.
Jede Gruppe sollte sich dabei einen Namen für den Waldgeist überlegen und eine Aufgabe, die der Waldgeist hat, um die Natur/den Wald zu beschützen.
Die SuS sollten ihre eigene Kreativität entdecken und entwickeln. Daher wurden bewusst keine weiteren Gestaltungsvorgaben für die Waldgeister gemacht, um Phantasie und Eigeninitiative der Gruppen zu ermöglichen. Lediglich an Bilder/Fotos im Schulgebäude (Gestaltungen von Waldgeistern mit Ton auf dem Schulgelände an WaldWasserWildnis-Projekttagen) wurde erinnert.

Die SuS kooperierten intensiv bei der Gestaltung ihrer Waldgeister und freuten sich an der schrittweisen Entwicklung ihres Geistes, der phantasievoll ausgestaltet oder „ausgebessert“ wurde, wenn sich durch zu flüssigen Lehm zu schnell „Verfallserscheinungen“ bildeten.
Die Aufgaben machten allen Gruppen große Freude; sie fanden phantasievolle Namen für ihre Naturwesen und erfanden konkrete Aufgaben, durch die ihre Waldgeister den Wald schützen. Im nachfolgenden Kunstunterricht wurde diese Aufgabenstellung aufgegriffen: Die Schüler und Schülerinnen sollten eine Geschichte entwickeln, die die jeweilige Aufgabe ihres Waldgeistes aufgreift.
In einem „Natur-Galeriegang“ stellten die SuS ihre Natur-Kunstwerke abschließend den anderen Gruppen vor, sowie die Namen und die Naturschutzaufgaben ihrer Naturwesen. Damit fand zugleich eine wertschätzende Würdigung der gestalteten Arbeiten durch die Gesamtklasse statt.

2. Halten die Waldgeister einem BNE-Test stand?

"Prüfkriterium" - Ökologische Ebene:
Die SuS gewannen/schöpften allein mit ihren Händen den Lehm aus einer Brache mit vielen Pfützen, die durch Wildschweine aufgewühlt waren. Keiner der Schüler artikulierte hier eine Hemmschwelle! Damit nutzten sie als Naturmaterial den Lehm, der hier in dem Waldgelände der Wildniswerkstatt an Ort und Stelle natürlich vorkommt. Auch die anderen Naturmaterialien wurden achtsam gewonnen – durch Finden.
Durch die Vergänglichkeit der Natur-Kunstwerke gelangen die bei der Gestaltung verwendeten Ressourcen wieder in den Boden/ Kreislauf der Natur zurück und werden nicht „verschwendet“ oder verbraucht.

"Prüfkriterium"- Ökonomische Ebene:                                                                                                                                                                                                                Die SuS lernen mit vorgefundenen, natürlichen Materialien zu gestalten. Die Verwendung des Lehms als Ressource hat keinen langen, energieverzehrenden Transport erfordert, sondern nur den Verbrauch der körpereigenen Energie beim Ausgraben aus der aufgeweichten und aufgewühlten Erde. Werkzeuge für die SuS sind die eigenen Hände. So wird auch hier sparsam mit Ressourcen umgegangen, denn für die Herstellung jedes industriell gefertigten Werkzeugs werden Material- und Energieressourcen verbraucht.

"Prüfkriterium" - Soziale Ebene:
Alle SuS haben sich aktiv und kreativ gestaltend in dieses Projekt eingebracht.
Auf Kooperation angelegte Spiele gingen der kreativen Arbeit in Gruppen voraus und bahnten damit den für die gestalterischen Arbeiten notwendigen intensiveren Gruppenprozess an.
Durch die Art der Gruppenbildung wurden die „üblichen“ Gruppenbildungen verhindert, was in diesem Fall zu einer konstruktiven Gestaltungsarbeit beigetragen hat. Die durch Zufallsprinzip gebildeten Gruppen wurden sofort von allen akzeptiert.
Es fanden sich problemlos drei „Experimentgruppen“ .
Die geplante Weiterarbeit in Religion (Elfchen) und Kunst (Waldgeister-Geschichten), um eine nachhaltige Verarbeitung des Erlebten und Erfahrenen zu initiieren, wurde in derselben Gruppenkonstellation organisiert.
Der Kooperation in Gruppen auf Seiten der SuS entspricht eine vielseitige und ebenso wertschätzende Kooperation auf Seiten der erwachsenen Projektbeteiligten:
Eine Fachlehrerin (Kunst/Religion), eine Sozialarbeiterin, eine Schulbegleiterin, eine Referendarin (Biologie), sowie zwei MitarbeiterInnen der Wildniswerkstatt/ Düttling/Nationalpark Eifel haben mit viel Freude erlebt, wie die Waldgeister Kinder und Wald belebten!

„Prüfkriterium“ Globale Ebene

Die SuS üben durch die Wahrnehmung ihrer Gestaltungskompetenz, die sie in kommunikativer Kooperation innerhalb ihrer Gruppe realisieren, eine Teilkompetenz ein, die im Kontext des Lernens Globaler Entwicklung von Relevanz ist, nämlich die Vielfalt in der Einen Welt zu erkennen und im eigenen Gestalten Anregungen aus anderen Bildkulturen aufzunehmen (hier bezogen auf die Gestaltung der anderen Gruppen) und produktiv zu verarbeiten (vgl. Orientierungsrahmen Globale Entwicklung, S. 178). Zudem bringen sie in ihren „Kooperationsprojekten die gemeinsame, aber jeweils unterschiedliche, eigene Verantwortung für Mensch und Umwelt zum Ausrdruck“ . (Orientierungsrahmen, S. 180)

3. Öffentlichkeitsarbeit
Die entstandenen Natur-Kunstwerke wurden fotografiert und in Form von Fotocollagen dokumentiert und im Klassenraum, wie am Tag der offenen Tür der Schulgemeinde präsentiert.
Ebenso können sie bei weiteren Anlässen (Schulfest) präsentiert werden und auf der schuleigenen Homepage und im Rahmen der Kampagne „Schule der Zukunft“ (Schulprofil) veröffentlicht werden.
Durch eine weitere Dokumentationsform – einem Skizzenbuch, in dem Bilder (Fotos/Zeichnungen) insbesondere die kreativen Facetten der jeweiligen Umweltbildungsprojekte visualisieren und dokumentieren – erhalten die SuS, wie die an den Projekten beteiligten LehrerInnen eine weitere Möglichkeit, um von ihren Erfahrungen anderen zu erzählen und damit auch diese Mitwelt-Erfahrungen wertschätzend weiterzutragen.


4. Waldgeister-Geschichten

Waldgeist Gandolfia

Es war einmal eine kleine Baumfamilie:
Die Baummutter war überfordert, weil es nicht mehr regnete und die kleinen Bäume immer schrien, wenn sie Durst hatten.
Eines Nachts, als sie aus ihrem Schlaf aufwachte, begegnete der Baummutter ein besonderer Waldgeist: Gondolfia.

Die Baummutter wusste zuerst nicht, wer sie war, doch dann stellte sie sich vor : „Ich bin das Kindermädchen der kleinen Bäume und überwache die Wasserzufuhr der Bäume unter den Schichten der Baumrinde.“ Damit war alles geklärt!

Die Baummutter sagte Gondolfia, was sie brauchten und das Kindermädchen erfüllte sogleich ihren Wunsch: Es fing an zu regnen und die kleinen Bäume waren froh und glücklich, dass sie endlich ihren großen Durst stillen konnten.

Und das sprach sich schnell im Wald herum!
Immer, wenn kleine Bäume in Not sind und großen Durst haben, rufen sie nun Gandolfia. Und sie ist gleich zur Stelle. Denn sie hat ein Herz für alle Baumkinder!

Waldgeist Gandolf

Es war einmal eine kleine Wildschweinherde, die sich in einer Wildschweinsuhle suhlte, als Kinder vorbeikamen. Schnell versteckten sich die Wildschweine im Unterholz und beobachteten, wie die Kinder in der Suhle mit ihren Händen nach Lehm gruben und daraus an einem Baum ein Gesicht formten, das sogleich zu Leben erwachte: Gandolf!

Gandolf beschloss, diesen Baum, der zu seinem Zuhause geworden war, bis aufs letzte Blut zu verteidigen. Eines Tages kamen Kinder und Gandolf war bereit zu einem Kampf, aber schon bald erkannte er, dass sie gar nicht böse waren.

Zwei Tage später kam ein Hund und pinkelte an den Baum. Da zogen die Wurzeln den Hund unter die Erde. Sein Herrchen suchte ihn, hörte ihn bellen und grub ihn aus. Dann rief das Herrchen die Polizei, die zwanzig Minuten später da war. Sie holte eine Säge, um den Baum zu fällen, doch die Säge brach entzwei. Da ließ die Polizei das Gebiet sperren und zehn Jahre später ließ sie es wieder öffnen. So entstand der Nationalpark!

Der Baum aber, mit seinem Waldgeist Gandolf, war in dieser Zeit wieder friedlich geworden und hatte erkannt, dass er falsch gehandelt hatte. So brauchen Hunde im Nationalpark nichts mehr zu befürchten, doch nur, wenn sie angeleint sind. Sonst werden sie vielleicht plötzlich von Baumwurzeln unter die Erde gezogen. Und Hilfe gibt es dann keine mehr für sie. Denn eine Säge darf den Bäumen im Nationalpark nichts mehr anhaben!

Projekt II :

Wald-Wasser-Wildnis-Projekttag der Jahrgangsstufen 5 und 6 am 26. April 2018:

Natur-Kunst: Wir bauen und gestalten Kunstwerke in der Natur

Auf einem Waldgelände in Morsbach am Rande des Nationalparks gingen Schüler*innen der fünften und sechsten Klassen am 26.April 2018 innerhalb der Wald-Wasser-Wildnis-Projekttage unserer Schule auf Entdeckungsreise:

In spielerisch angelegten Wahrnehmungsübungen erkundeten und entdeckten sie Natur:
Farben, Formen, Linien oder Beschaffenheiten der Naturmaterialien luden die Schüler*innen ein, achtsam mit Blättern, Gras, Laub, Ästen oder Steinen ein gemeinschaftliches Natur-Kunstwerk zu entwerfen, entwickeln und zu gestalten.

Es war sehr schön zu beobachten, wie die Schüler*innen – durch die leisen Wald-Wiesen-Bach-Klänge angeregt wurden, geradezu entschleunigt und in großer Stille kooperativ und kreativ tätig zu sein.

An diesem Tag, an dem sich die Sonne nur selten blicken ließ und immer wieder aufkommende Windböen das Kunstwerk veränderten, stellten sich die Kinder sehr schöpferisch und flexibel auf diese „Mitgestaltung“ ihres Kunstwerkes durch die Natur ein.

Nachdem ihnen das Kunstwerk signalisierte - „Ich bin fertig!“ - würdigten sie ihr kreatives Gemeinschaftswerk in Skizzen und Worten:
Ohne das Natur-Kunstwerk zu betrachten, skizzierten sie ihr Werk in ihren Skizzenheften aus der Erinnerung. Die Erinnerungsbilder spiegelten die wesentliche Gestaltungsstruktur und die Farbgebung des Kunstwerkes sehr fein wider.

Anschließend erhielten sie den Auftrag, ihre Natur-Kunst in einem Wort zu charakterisieren. In geradezu poetischen Kunstwerk-Titeln würdigten die Schüler*innen ihr Werk:
Zickzackfarben - Farbige Dreiecke - Von Grün auf Braun.

In dem kreativ-kooperativen Tun der Kinder inmitten des Wald-und Bachgeländes nahm Gestalt an , was Marc Pouyet in seinem Ideenbuch Landart schreibt:

„Die Natur bietet uns so viele Möglichkeiten für Entdeckungen, Forschungen und Schöpfungen.
Wir müssen sie respektieren und erhalten.“
(in: Pouyet, Marc, Ideenbuch Landart, 500 Inspirationen für Naturgestaltungen, S.7 )

oder im O-Ton der Kinder formuliert: „Der Projekttag war richtig cool.“
Und: „Unser Kunstwerk ist einzigartig!“

Und die Natur als Kunstwerk auch, oder? 

Projekt III :

Natur-Kunst-Projekttage im Rahmen des Pilotprojektes " „SCHÖPFUNG ERFAHREN. Interreligiöse Umweltbildung im Nationalpark Eifel"

Das Institut für Theologische Zoologie (ITZ) Münster und die Seelsorge in Nationalpark Eifel + Vogelsang haben gemeinsam ein Pilotprojekt entwickelt, dessen Umsetzung von der Deutschen Bundestiftung Umwelt (DBU) vom 1.7.2017 bis 31.12.2018 gefördert wird.

Dieses Pilotprojekt „SCHÖPFUNG ERFAHREN. Interreligiöse Umweltbildung im Nationalpark Eifel“ verfolgt das Ziel, Jugendliche über einen ethisch-religiösen Zugang für die Um-Welt als Mit-Welt zu sensibilisieren.

Unsere Schule ist eine der Projektpartner zur Programmentwicklung und -durchführung in dem interreligiösen Umweltbildungsprojekt „Schöpfung Erfahren“ (siehe unter: www. schöpfung-erfahren.de).

Der Beitrag unserer Schule besteht zur Zeit in der Entwicklung und Erprobung von Natur-Kunst-Projekttagen. Dabei fördern die intendierten Feinziele und Kompetenzen insbesondere die Selbstwahrnehmung und Sozialkompetenz, die Naturerfahrung und -wahrnehmung, sowie die Kreativität und Gestaltungskompetenz:

Feinziele und Kompetenzen

Selbstwahrnehmung und Sozialkompetenz: F1

SuS

→ erfahren sich im eigenen Gestalten selbst.
→ lernen zu staunen,wundern und danken.
→ erfahren sich als dialogisch inmitten der Natur.
→ entwickeln Achtsamkeit und Wertschätzung gegenüber ihrer Mitwelt weiter.
→ fördern durch ganzheitliches Lernen ihre Konzentrations- und Kommunikationsfähigkeit.
→ entwickeln ihre Kompetenzen hinsichtlich ihrer bildnerischen und verbalen
Ausdrucksfähigkeiten und ihres Reflexionsvermögens weiter.
→ erfahren das eigene Schöpfungspotenzial: durch den Kontakt zu den Schätzen der Natur lernen
sie die Verbindung zu den eigenen schöpferischen Quellen zu entdecken.
→ lernen, aktiv und verantwortlich an einem Gemeinschaftsprojekt mitzuwirken.
→ können an die durch Spiele und kooperative Gestaltung erweiterte Sozialkompetenz bei einer
nachhaltigen Verarbeitung des Erlebten und Erfahrenen in nachfolgenden Lernprozessen
anknüpfen.
→lernen ökonomische Verhaltensweisen einzuüben, die darauf bedacht sind, natürliche Ressourcen
nicht zu verschwenden: Vorgefundene Natur-Materialien gelangen durch die natürlich Verwitterung
der Natur-Kunstwerke wieder in den Boden/ Kreislauf der Natur und werden nicht „verschwendet“
oder verbraucht.

Naturerfahrung und -wahrnehmung: F2

SuS

→ werden ganzheitlich sensibilisiert für ihre Naturwahrnehmung.
→ öffnen ihre Sinne für Natur durch Naturerfahrungsspiele und Wahrnehmungsübungen.
→ üben ein ethisch verantwortliches Umgehen und „Nutzen“ von Natur-Materialien ein.
→ nehmen die der Natur innewohnende Ästhetik wahr.
→ nehmen durch ihre Gestaltung der Natur-Kunstwerke Natur aus neuen Perspektiven wahr.
→ erfahren die Schönheit der Natur durch eigene, komponierte Kunstwerke.
→ werden sensibilisiert für die Vergänglichkeit der Natur und ihre Kreisläufe.
→ erahnen die Vergänglichkeit der Natur-Kunstwerke.
→ lernen ökologisch orientierte Verhaltensweisen einzuüben, indem sie ausschließlich
Naturmaterialien für ihre Gestaltungen achtsam verwenden, die an Ort und Stelle auf dem
Waldgelände vorkommen, bzw. dort vorzufinden sind.


Kreativität und Gestaltungskompetenz: F3

SuS

→ entwickeln ihre Gestaltungskompetenz im Sinne von BNE weiter:
→ bringen sich aktiv und kreativ – schöpferisch- gestaltend in dieses Projekt ein.
→ regen durch Spiele die eigene Phantasie und Kreativität an.
→ entdecken ihre eigene Kreativität.
→ fördern ihr kreatives und soziales Potenzial.
→ entwickeln die individuelle Kreativität weiter durch kreative Prozesse und
Kooperation.
→ erfahren Ruhe und Konzentration im kreativen Prozess.
→ werden sensibilisiert für die natürliche Vielfalt.
→ lernen, sich auf Wesentliches zu konzentrieren.
→ gestalten Natur-Kunstwerke kooperativ.
→ bringen in ihren „Kooperationsprojekten die gemeinsame, aber jeweils unterschiedliche,
eigene Verantwortung für Mensch und Umwelt zum Ausdruck“ ( zitiert nach: Orientierungs-
rahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung, S. 180).

Der Projekttag, der am 16.5.2018 zu Natur-Kunst im Lassbachtal geplant war, wurde durch Wetterumbruch in die Schule verlegt und methodisch und medial umstrukturiert. Im Mittelpunkt stand nun die Kreativitätsförderung. Die beiden nachfolgenden Reflexionen spiegeln den besonderen Projekttag wider:

Zwei Reflexionen zum Natur-Kunst-Projekttag am 16. Mai 2018

Eine Reflexion des Natur-Kunst-Projekttages am 16. Mai 2018 als „Kurzformel“:

Natur-Welten
aus den Perspektiven von Kindern
betrachtet,
in Ton-Reliefs gezeichnet
und ein-zwei-dreifarbig gedruckt auf Papier,
in ihrer Vielfalt
vielfältig „festgehalten“.


Eine Reflexion des Natur-Kunst-Projekttages am 16. Mai 2018
– ein Märchen - plus „O-Ton“ der Schüler*innen der Klasse 6b

Es war einmal eine Wald-Großmutter, die in einem gemütlichen Häuschen in einem kleinen Wald wohnte. Vor vielen Jahren hatte sie als Lehrerin an einer Schule in der Eifel gearbeitet.
Manchmal begegneten ihr in ihren Träumen noch Aufgaben, über die sie nachgedacht hatte,
wenn ihre Schüler*innen sie besonders schön erarbeitet hatten:

„Linien und Farben im Kopf“, „Wörter im Kopf“, „Kunstwerke im Kopf“ -
in diesem methodisch-didaktischen Dreiklang erinnerten und bündelten Schüler*innen der
sechsten Klasse ihre je eigenen Wahrnehmungen ihrer Filmeindrücke zu Filmsequenzen aus
„Andy Goldworthy working with time – Rivers and tides“:
Durch den so markierten Freiraum der Aufgabenstellung eröffneten und ereigneten sich bei den Schüler*innen Felder der Kreativität: Feine und vielfältige Zeichnungen und Wortschöpfungen wurden von den Schüler*innen entworfen - und dies in einem stillen Prozess.“

Ja, sie erinnerte sich sogar genau daran, wie konzentriert und kreativ die Kinder damals, das zu Papier gebracht hatten, was sie zuvor über Natur-Kunst in einem Film durch den Künstler Andy Goldworthy erfahren hatten. Und je länger sie daran zurückdachte, desto mehr vermisste sie die Kinder. Und sie wünschte sich, dass Kinder ihren kleinen Wald entdeckten, um darin zu spielen.
Mit all den feinen Natur-Materialien, die es hier zu suchen und zu finden gab, würden sie etwas Schönes bauen und gestalten können!
Denn dieser Wald lud geradezu dazu ein! Und er war etwas ganz Besonderes: Er wurde beschützt von seinem Nachbarn - dem Nationalpark Eifel - , in dem alle Tiere und Pflanzen so leben und wachsen konnten, wie sie wollten.
Mitten in dem kleinen Wald war eine feine Lichtung durch die sich munter ein Bach schlängelte, umsäumt von Wiesen, auf denen die schönsten Blumen zu finden waren. Moosbewachsene Hügel luden zum Fühlen, Suchen und Träumen ein. Hier konnten Kinder aufatmen und sich bewegen – anders als in den beengten Klassenzimmern, in denen sie tagtäglich sitzend verbringen mussten.

Eines Tages beschloss die Wald-Großmutter, die Kinder an einem sonnigen Tag im Mai in ihr Wald-Reich einzuladen. Doch die Eisheiligen waren ihr in diesem Jahr nicht wohl gesonnen. Sie führten sich auch am 16. Mai noch weiter so ungemütlich im Wald auf, dass die Wald-Großmutter sich dafür entschied, die Kinder an diesem Tag in der Schule zu besuchen, um sie zu mindestens von ihrem normalen Schulalltag zu befreien.


Die Wald-Großmutter brachte etwas mit, was ihr aus dem Wald besonders vertraut war: Erde.
Und zwar Tonerde, die sie schon ein wenig glatt gestrichen hatte. Es war ein geheimnisvoller Ton. Sobald die Kinder mit ihren Händen mit diesem erdverbundenen Material in Verbindung kommen würden – das wusste die Wald-Großmutter ganz genau – würden sie wunderbare Ideen haben:
Sie würden Linien und Formen aus der Natur erinnern, die sie schon einmal gesehen und einen besonderen Eindruck bei ihnen hinterlassen hatten.

Und so geschah es. Die Kinder formten und gestalteten ihre Tonplatten wie von Zauberhand.
Linien wurden entworfen und gezeichnet; vorsichtig gruben diese sich in den weichen Ton hinein.
Und auch der Lärm, der sich sonst an so manchen Tagen im Klassenraum breit machte, war verschwunden. Und mit ihm sein Bruder, der Zank!
Die Wald-Großmutter schaute den Kindern zu und es wurde ihr sehr warm ums Herz. Ja, das fehlte im Wald: Kunstwerke, die mit der Natur zu tun haben, aber doch die kreativen Spuren menschlicher Hände in sich trugen.

Sie versprach den Kindern, dass es eine neue Einladung für sie in den Wald geben würde.
Im Sommer wären dann auch die Eisheiligen endgültig in klammen Felsspalten verschwunden. Aber bis dahin wäre es noch eine lange Zeit – ganz ohne die Ideen der Kinder. Wenn es doch etwas gäbe, was die Wald-Großmutter solange als Erinnerung aufbewahren könnte!

Das hatten die Kinder gleich verstanden. Und schon war die nächste Idee geboren: Eins, zwei drei.
Die Kinder bemalten ihre Tonplatten zuerst in einer Farbe, legten ein schneeweißes Papierblatt darüber und strichen mit ihren Händen achtsam darüber. Und schon im nächsten Augenblick zogen sie vorsichtig das Papier von der Ton-Reliefplatte, die sich in der Zwischenzeit in einen Druckstock verwandelt hatte. Es war wie ein Wunder: Der Druckstock hatte nun dem Papierblatt einen farbigen Abdruck geschenkt. Und damit dieser nicht allein blieb, druckten die Kinder weiter. Noch ein paar Geschwisterdrucke in derselben Farbe. Und dann kam die zweite Farbe hinzu und wie ihr wisst: Alle guten Dinge sind drei!

Aber hören wir selbst, was die Kinder gesagt haben:

Marius: „Ich fand es krass zu sehen, was man alles mit Sachen aus der Natur machen kann; am meisten hat mir die Farbgestaltung mit dem Ton gefallen.“

Jana: „ Mir hat am meisten gefallen, dass wir mit Ton gearbeitet haben und dass man so seiner Kreativität freien Lauf lassen konnte.“

Lara: „ Ich fand es toll, dass man sich untereinander ausgetauscht und geteilt hat.“

Lydia: „An dem Projekt fand ich am besten, als wir mit dem Ton experimentierten.“

Lotanna: „ Das Abdrücke-Machen hat sehr viel Spaß gemacht. Das war für die Klasse sehr kreativ.“

Nele: „ Ich fand am Projekttag gut, dass alle zusammengearbeitet haben.“

Alina: „ Ich fand das Projekt spannend, weil man kreativ sein konnte und keine ganz genaue Aufgabe machen musste.“

Linus: „ Mir hat es am meisten gefallen, die Abdrücke zu machen. Da man immer ein Erfolgsgefühl hatte.“

Christina: „ Ich fand heute am besten, mit dem Ton Abdrücke zu machen, weil man so viele verschiedene Farben benutzen konnte.“

Und die Wald-Großmutter bewahrte all das, was sie gehört und gesehen hatte, in ihrem Herzen auf und wartet seit diesem Tag darauf, dass die Kinder in ihren kleinen Wald kommen und dort die Natur so erleben, dass ihre Kreativität dort feine Spuren hinterlässt:
Natur-Kunstwerke, die in und mit der Natur gestaltet werden, dort ihren Ort haben und darauf warten, von der Natur verwandelt zu werden. Und wie werden diese Kunstwerke aussehen?
Die Natur selbst wird es uns verraten!

Projekt IV:

Nationalparktag an der Städtischen Realschule Schleiden: 10. Juli 2018 - und wieder ein wunderbarer Projekttag in der Wildniswerkstatt Düttling!

Baumeister*innen im Nationalpark Eifel: für eine nachhaltige Zukunft

Die Biber sind im Nationalpark Eifel einzigartige Baumeister*innen:
Sie bauen in und mit der Natur und gestalten sie.

Heute - am 10. Juli 2018 - , dem Nationalparktag unserer Schule
haben 24 Schüler*innen der Klasse 6b mit großem handwerklichem Geschick und
und feiner Kreativität unter fachkundiger und liebevoller Anleitung durch „Mimo“ und Maike ebenfalls gebaut und gestaltet:
„ Insektenhotels“.

Die naturnahen Zuhause für die Insekten haben sie phantasievoll beschriftet mit
„ Home sweet home“ oder „It‘s your home“.

Übertragen auf unsere Erde meint dieser Satz auch:
Die Erde als kostbarer und vielfältiger Lebensraum soll allen Lebewesen ein Zuhause sein:
Pflanzen, Tieren und Menschen.

Dieses einmalige Zuhause müssen wir bewahren:
Es kommt nicht nur auf die großen notwendigen Rahmenbedingungen an, durch die wir als Menschen Grenzen setzen können und müssen, um die Ausplünderung unserer Erde zu beenden und die Ressourcen – Gewässer, Luft, Böden, Wälder oder Rohstoffreserven – zu schützen.

Auch „kleine“ kreativen Gestaltungen wie die „Insektenhotels“, die aus lokalem Douglasienholz gefertigt wurden, eröffnen den Schüler*innen die Möglichkeit an dieser nachhaltigen Zukunft aktiv mitzuwirken und Lebensräume für eine Vielzahl von Insekten zu schaffen, die durch die intensiven Eingriffe des Menschen in die Naturlandschaft bedroht sind.

 Projekt V: Ein kreatives Feedack zur Projektpartnerschaft im interreligiösen Umweltbildungsprojekt "Schöpfung erfahren" - Rückblick und Perspektiven

                                                                                                                    

 

                                                                                                      Schöpfung
                                                                                                  Gott sah alles an,
                                                                                      was er gemacht hatte: Es war sehr gut.
                                                                                           Sorge für eine wunderbare Erde,
                                                                                 die für gegenwärtige und zukünftige Generationen
                                                                                              gestaltet werden möchte.
                                                                                      Nachhaltiges Engagement als eine Form
                                                                                 der Dankbarkeit für das Geschenk der Schöpfung.
                                                                                       Gott sah alles an, was er gemacht hatte:
                                                                                                   Es war sehr gut.
                                                                                                      Schöpfung
                                                                                                         Vielfalt
                                                                                                        Empathie
                                                                                                         für Tiere
                                                                                                         Pflanzen
                                                                                                         Menschen
                                                                                                       Gerechtigkeit
                                                                                                       Himmel & Erde
                                                                                                    Um-welt als Mit-Welt
                                                                                                 Wertschätzung & Reflexion
                                                                                               Kritisch-konstruktive Diskurse
                                                                                              Sensibilisierung und Gestaltung
                                                                                              Naturerfahrung und Spiritualität
                                                                                       Interdisziplinäre und interreligiöse Dialoge
                                                                                        Diskussion wissenschaftlicher Erkenntnisse
                                                                           Augenhöhe und Begegnung: Miteinander ins Gespräch kommen
                                                                      Erfahrungsaustausch aus unterschiedlichen beruflichen Handlungsfeldern
                                                               Projekte vor Ort im Team entwickeln und begleiten, reflektieren und dokumentieren,
                                                         weiterentwickeln, zukunftsfähig und nachhaltig fort-schreiben, offen sein für Kooperationen:
                                                                Vernetzung mit Projekten der - Städtischen Realschule Schleiden - als zertifizierte
                                                                      „Nationalpark-Schule“ und Profilschwerpunkten im Rahmen der Teilnahme an
                                                                    der Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“
                                                                                                Intensive Kreativitätsförderung durch verschiedene Natur-Kunst Projekttage
                                                                  in der Jahrgangsstufe 5 und 6
                                                                                                               Weiterentwicklung schulischer Perspektiven
                                                                                     im Gottesdienstkonzept
                                                                                                                        der Städtischen Realschule Schleiden:
                                                                                     Naturerfahrung und Spiritualität
                                                                                                                              als zukünftiger Baustein
                                                                                                   im Projekt „Jugendliche stark machen“ (Jahrgangsstufe 7)

 

Weitere Projekte

Anlage eines Themenwanderwegs Etappe 1 - Städtische Realschule Schleiden bis Vogelsang - Planungsbeginn April 2018 - Hauptarbeitsschwerpunkt Schuljahr 2018/19 im Rahmen einer AG in der Jahrgangsstufe 10 (Klasse 10a)

Arbeitstitel des Weges "Im Team auf Tour kommen"

Im Rahmen dieses Projekts sollen miteinander verknüpft werden

a. bestehende Projekte der Schule (Nationalparkschule, Umweltbildung, Teambuilding und soziales Lernen, KURS, Schule gegen Rechts etc.)

b. der Erwerb von neuem Fachwissen rund um Biologie, Geschichte, Geographie, Kulturgeschichte des Raumes

c. die Schulung der Medienkompetenz (rezeptiv und produktiv) der Schülerinnen und Schüler

d. sowie die Förderung einer großen Bandbreite von Schlüsselkompetenzen bei Schülerinnen und Schülern: beginnend mit der Schulung von handwerklichem Geschick, über Kenntnisse im Rechnungswesen bis hin zu bewusstem Umgang mit dem Thema Zeitmanagement - desweiteren dem Kontaktieren von Kooperationspartnern, dem Finden von Sponsoren und dem Erbringen von Öffentlichkeitsarbeit. Sie werden wandern und fotografieren, touristische Angebote der Region auf Familientauglichkeit hin überprüfen und ihre eigenen ökologischen Fußabdrücken reflektieren usw.

Projektbeschreibung

Beim Eintritt in die Städtische Realschule Schleiden unternehmen alle neuen 5er Schüler eine Wanderung von der Schule aus hinauf bis zum Gelände der historischen Stätte "Ordensburg Vogelsang", bauen dort ihre Zelte auf und nehmen an einem eintätigigen Programm zur Teamentwicklung teil. Entlang dieser Wegstrecke soll nun ein Themenwanderweg entwickelt werden - mit Stationen zu den Themen "Biologie, Geographie, Geschichte, Kulturgeschichte der Region, Nachhaltigkeit". Die Anzahl der Stationen wird maßgeblich vom dem zur Verfügung stehenden Budget abhängen. Die Stationen sollen nicht nur informieren, sondern auch zu eigener Aktivität anregen, z. B. durch Quizaufgaben oder Bewegungsaufgaben, bzw. solchen zur Sinneswahrnehmung.

Beginnen wird der Weg auf dem Gelände der Städtischen Realschule Schleiden. Entlang einer ca. 75 Meter langen Parkbucht - unterhalb der Streuobstwiese und in Nähe des Insektenhotels - wird ein Pflanzstreifen entstehen. In diesen werden sukzessiv Blumenzwiebeln eingebracht werden, die in Privathaushalten "ausgedient haben" und nicht im Bioabfall landen sollen. Für die übrigen Jahreszeiten werden insektennützliche Pflanzen wie Storchenschnabel und Heide zwischengepflanzt. Auch dabei sollen - soweit möglich - Pflanzen zum Einsatz kommen, die sonst entsorgt würden. Eine entsprechende Sammelaktion von Blumenzwiebeln wurde bereits über Eltern und Friedhofsverwaltungen im Einzugsbereich der Schule gestartet. Das Fräsen der eigentlichen Streifens wird in Kürze geschehen. Auch hierfür gilt: hinter diesem so knappen Satz verbergen sich eine ganze Reihe von notwendigen Vorbereitungen. Es muss z. B. herausgefunden werden, wer diese Aufgabe überhaupt bereit ist zu übernehmen und was uns das kosten würden. Es ist zu überprüfen, ob Fräsen alleine ausreicht oder ob noch weitere Arbeiten und/oder Kosten entstehen. Es mss ein erster Pflanzplan entwickelt werden usw.

Mit Start ins neue Schuljahr wird dann die eigentliche Hauptarbeitsphase beginnen. Abschluss der Maßnahme soll eine feierliche Einweihung des Weges im Rahmen einer Schulveranstaltung im Frühsommer 2019 sein.

"Prüfkriterium" - ökologische Ebene

Die Stationen des Wanderwegs werden aller Voraussicht nach aus Tafeln mit kleinen Dachüberständen bestehen. Das dazu verwendete Baumaterial wird Holz sein. Imprägnierungen sind gezielt nach Umweltverträglichkeitskriterien auszuwählen. Entsprechende Beratung wird im Holzkompetenzzentrum Nettersheim stattfinden.

Für die Materialwahl der Tafeln ist ebenfalls eine Beratung erforderlich. Diese wird vom Naturzentrum Nettersheim gewährt werden.

Wünschenswert wäre desweiteren eine besondere Berücksichtigung des Gesichtspunkts "Recycling/Upcycling" - d.h. möglichst wenig Verbrauch von Neumaterialien. In Kooperation mit dem Abfallwirtschaftszentrum des Kreises Euskirchen sind entsprechende Möglichkeiten auszuloten.

"Prüfkriterium" - soziale Ebene

Der soziale Kernraum wird die Klasse 10a /Jahrgangsstufe 10 sein. Darüber hinaus werden die in Teams arbeitenden SuS viele außerschulische Partner und Experten in Anspruch nehmen lernen. Eigenverantwortung einerseits und Einsatzbereitschaft für das Teamergebnis andererseits werden maßgeblich für das Gelingen des Projekts sein.

"Prüfkriterium" - globale Ebene

Als Schule im Zentrum eines Nationalparks, der auch von zahlreichen internationalen Gästen besucht wird, und wir unsere Schüler auf ein Leben in einer zunehmend globalisierten Welt vorbereiten möchten, werden die Stationen die Möglichkeit bieten nicht nur von deutschsprachigen Personen genutzt zu werden. In einzelnen Stationen wird der Gedanke "global denken-lokal handeln" thematisiert werden.

Öffentlickeitsarbeit

Da eine Reihe von Sponsoren zur Durchführung des Projekts notwendig sind, wird es regelmäßige Berichte über den Fortgang in der lokalen Presse geben und in den sozialen Netzwerken geben. Die Einweihung wird im Frühsommer 2019 erfolgen.

Es gibt viel zu tun - packen wir's an - und machen uns auf den Weg!

 

 

 

Schwerpunkte:
  • Schulumfeldgestaltung

Wettbewerbe

  • Nationalparkschule

Netzwerk

Nationalpark-Schulen

Stammdaten der Schule

Frau Birgit Barrelmeyer
Ruppenberg 9
53937 Schleiden
Tel : 02445 - 7138
Fax : 02445 - 850 844
zur Webseite Email

Teilnahme an Kampagnen

Teilnahme an Netzwerke