Biologische Artenvielfalt im Schulumfeld

Biologische Artenvielfalt im Schulumfeld

Hauptkategorie: Biologische Vielfalt

Netzwerkbeschreibung

Das Netzwerk möchte den schulischen Austausch zum Thema „Biologische Artenvielfalt im Schulumfeld“ fördern und effektive Artenschutzmaßnahmen vorstellen, die auf dem Schulgelände umgesetzt werden können. Schüler*innen mit ihren Lehrer*innen organisieren partizipativ an ihren Schulen Workshoptreffen zu verschiedenen Artenschutzthemen. Dazu werden andere am Netzwerk teilnehmende Schulen mit ihren Schüler*innen eingeladen.

Die Bergische Agentur für Kulturlandschaft BAK unterstützt dabei als Partner und Netzwerkkoordinator mit zusätzlichen Informationen und Anregungen zum Thema Artenschutz. Sie koordiniert zudem die Terminierung der Workshops. Die Workshops sollen dabei für alle Schulformen geöffnet sein und inklusiv angeboten werden. So wurde der aller erste Workshop von der Helen-Keller-Schule Wiehl, Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung angeboten, an dem die Schüler*innen den Tag mit ihren Lehrer*innen aktiv gestalteten.

Drei erfolgreiche Workshoptreffen zu den Themen Wildbienenschutz, Fledermausschutz und Kooperationsschulgärten fanden bis jetzt im Oberbergischen und Rheinisch-Bergischen Kreis statt.

Das Netzwerk wurde dabei öffentlichkeitswirksam durch Pressearbeit der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

 

regionale Zuständigkeit

  • Rheinisch-Bergischer Kreis
  • Oberbergischer Kreis

Mitglieder des Netzwerkes

Projektbeschreibung

„Biologische Artenvielfalt“ ist in aller Munde - leider nicht immer im positiven Sinne. So stellt der Artenrückgang mit seinen unterschiedlichsten Ursachen ein Problem dar, der zwar schon lange in der gesellschaftlichen Diskussion einen Stellenwert findet, in unserer heutigen Zeit aber durchaus andere Dimensionen angenommen hat. Das massive Insektensterben beispielsweise und die damit verbundene Unterbrechung diverser tierischer Nahrungsketten stellt unsere Gesellschaft vor erhebliche Probleme. Der Verlust der Artenvielfalt ist das eine, der Verlust von Nahrungsmitteln durch fehlende Bestäubung und der damit verbundene wirtschaftliche Schaden für uns Menschen das andere.

Als positiv können gezielte Artenschutzmaßnahmen positiv hervorheben werden, die im Laufe der Zeit zur Erholung und Stabilisierung ganzer Populationen und somit zur Arterhaltung beigetragen haben.

Es gibt immer noch viel zu tun!

Ziel einer Bildung für nachhaltige Entwicklung sollte es sein, Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren, dass sie sich selbstbestimmt und selbstmotiviert für den Artenschutz und eine lebenswerte Zukunft für Mensch und Natur einsetzen. Dies kann beispielsweise über die Vermittlung von effektiven Artenschutzmaßnahmen oder durch eine Reflektion des eigenen Konsumverhaltens geschehen.

In vielen SdZ-Schulen werden dahingehend bereits Projekte umgesetzt. Vom Bau von Vogelnistkästen oder Insektenhotels bis hin zum Anlegen von Teichen oder dem Erhalt von alten Nutztierrassen – die Projektvielfalt der Rheinisch - Bergischen und Oberbergischen SdZ-Schulen ist groß. Dabei haben die Schulen im Laufe der Zeit Wissen und Erfahrungen aufgebaut, mit welchen Aktionen die Artenvielfalt im Schulumfeld effektiv geschützt werden kann.

Damit dieses Wissen auch anderen Schulen zugutekommt, können die Schulen ihre Projekte Vorort anderen Schulen in Workshops vorstellen.

Hierbei wird insbesondere Wert darauf gelegt, dass Schülerinnen und Schüler den Projekttag zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern vorbereiten und durchführen. Angedacht ist, dass die anderen teilnehmenden Schulen jeweils mindestens eine Schülerin oder einen Schüler an dem Tag des Workshops freistellen, damit diese am Workshop teilnehmen können.

Die Bergische Agentur für Kulturlandschaft BAK unterstützt als Partner die Workshops mit zusätzlichen Informationen und Anregungen. Als Netzwerkkoordinator ist sie für die Organisation und Kommunikation zwischen den Schulen verantwortlich.

Eine Netzwerkauftaktveranstaltung fand am 20.3.2018 im Landschaftshaus in Nümbrecht statt, an dem sich die ersten interessierten Schulen und Partner über das Netzwerk informieren und ihre Ideen und Wünsche mit einbringen konnten.

Am 12.7.2018 begann der erste Workshop „Wildbienenschutz“ an der Helen-Keller-Schule Wiehl. Neben einer Vorstellung und Einführung in das Thema durch die Schüler*innen sowie Lehrer*innen der Helen-Keller-Schule Wiehl und der BAK-Mitarbeiter gab es eine Führung über das „vielfaltsfreundliche“ Schulgelände. Anschließend wurde ein Wildbienennistwandgerüst auf dem Schulgelände errichtet. Zusätzlich bauten die Teilnehmenden kleine Wildbienennisthilfen. Weiterhin wurden praktische Tipps vermittelt, wie blütenreiche Pflanzen und Wildblumenwiesen das Schulgelände als Nahrungsquelle für Wildbienen aufwerten können.

Hier finden Sie den Pressearitkel von Oberberg aktuell: http://www.oberberg-aktuell.de/index.php?id=144&tx_ttnews%5Btt_news%5D=202670

Der zweite Workshop fand am 9.11.2018 in Eckenhagen (Reichshof) statt.
Hier stellten Schüler*innen und Lehrer*innen der CJG St. Antoniusschule und der Gesamtschule Reichshof ihre Zukunftswerkstatt „Fliegende Bauten – Schulen in Arbeit“ vor.
Auf einem großen Gelände in fußläufiger Entfernung zu den Schulen haben die Schüler*innen und Lehrer*innen verschiedenste Projekte realisiert. Dazu gehörten unter anderem die Arbeitsbereiche Gartenarche, Geflügelzucht, Schäferei, Imkerei und Austernpilzzucht. Viele Produkte werden von den Schülerfirmen selbst vermarket (https://www.gesamtschule-reichshof.de/wpcms/fliegende-bauten/flyer-fliegende-bauten).
Die am Workshop teilnehmenden Schulen konnten so wertvolle und vielfältige Anregungen und Tipps für ihre SdZ-Projekte sammeln.

Am 27.03.2019 wurde am Gymnasium Odenthal ein Workshop mit dem Titel „Tag der Natur“ durchgeführt, welcher auch für Partnerschulen des Netzwerks „Biologische Artenvielfalt im Schulumfeld“ geöffnet wurde. In verschiedenen Arbeitsgruppen wurden u.a. Nisthilfen für Wildbienen und Fledermauskästen gebaut.

Stammdaten des Netzwerkes

Herr André Spans
Schloss Homburg 2
51588 Nümbrecht
Tel : 02293 - 901525
Email

Teilnahme an Kampagnen