Wald und Landschaft im Wandel der Zeit (Vielfalt schafft Innovationen)

Stadt – Wald – Leben: Bedeutung und Verflechtung zwischen Landschaft und Mensch

Hauptkategorie: Wald

Netzwerkbeschreibung

Das erste städtische Netzwerk im HSK entwickelte sich aus dem langjährigen Zusammenschluss außerschulischer Lernorte und Schulen „Gemeinsam aktiv im HSK“
weiter zum heutigen Netzwerk "Stadt-Wald-Leben - Bedeutung und Verflechtung zwischen Landschaft und Mensch".

Es hat sich zum Ziel gesetzt, Impulse für die Gestaltung des Schullebens in Brilon zu schaffen.
Authentische Erlebnisse sollen die Kampagne - Projekte der teilnehmenden Schulen unterstützen.
Dabei werden die Potenziale der Landschaft durch originale Begegnung erfahrbar gemacht.
Die unterrichtlichen Grundlagen können um die Erfahrungen und Kenntnisse über die Phänomene
dieser Landschaft erweitert werden, so dass sich ein Heimat- und Regionalbewusstsein sowie eine regionale Identität entwickeln.

Lokale Ereignisse wie die Orkane Kyrill (2007) und Friederike (2018) oder der Borkenkäferbefall
nach dem Extremsommer 2018 bieten die Chance, globale Umweltprobleme wie den Klimawandel, den Ressourcenverbrauch
oder das Insektensterben aufzugreifen. Ebenso eröffnen neue Formen der Gesundheitsprävention wie Kneippangebote,
„Waldbaden“, gesunde Ernährung usw. Möglichkeiten der Kooperation von Schulen und Lernorten in Brilon.
Der interdisziplinäre Ansatz lässt weiterhin gerade im Sinne der BNE in historischer bzw. erdgeschichtlicher Hinsicht eine Reihe von Projekten zu.

Die außerschulischen Lernorte haben sich zur Aufgabe gemacht, die Verbindung zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler herzustellen.
Das Verständnis und die Wertschätzung für den Schutz und Erhalt unserer Landschaft soll somit erreicht,
und die Biodiversität als Grundlage einer gesunden Natur erkannt werden.

Der Schulterschluss zwischen den Schulen und Partnern der Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ in Brilon bietet die Chance transparenter Kooperationen in der Stadt des Waldes und leistet einen Beitrag zu ihrer Nachhaltigkeitsstrategie.  

regionale Zuständigkeit

  • Hochsauerlandkreis

Mitglieder des Netzwerkes

Projektbeschreibung

Projektbeschreibung

,,Da BNE ein Bildungsansatz und keine Beschreibung spezieller Themenfelder ist […] eignen sich vor allem Methoden, die individuelle und selbstbestimmte Lernwege eröffnen […]. BNE-Prozesse sind dann besonders wirksam, wenn Lernen und Handeln miteinander verknüpft sowie Diversität und ein anderes Handeln direkt erlebt werden.
Dies gelingt, wenn pädagogische Einrichtungen sich […] zur örtlichen und regionalen Umgebung öffnen, Bildungspartnerschaften eingehen und sich in Netzwerken im Quartier und darüber hinaus zusammenschließen und austauschen.“[1]

All jene Prämissen der Landesstragie BNE-Zukunft Lernen NRW sollen in unserem Netzwerk  ,,Wald und Landschaft im Wandel der Zeit“ Beachtung finden.
Hierzu lässt sich Folgendes konkretisieren:

Brilon als „Stadt des Waldes“ weist einen hohen Naturwert in den unterschiedlichen Wald- und Landschaftsformen auf, so dass Zusammenhänge zwischen diesen Lebensräumen und ihren Nutzungsformen hinterfragt und als erhaltenswert erkannt werden.

Gleichzeitig verfügt das Briloner Netzwerk über ein breites Spektrum an verschiedenen außerschulischen Lernorten und Partnern und Partnerinnen, deren Akteure und Akteurinnen in unterschiedlichen Handlungsfeldern pädagogisch tätig sind (Gesundheitserziehung, Literatur, Museen, Erlebnispädagogik, geologische, botanische und zoologische Expertisen usw.). Somit ist ein breites Exkursions- bzw.  Aktivitätsangebot in handlungsorientierter Form  möglich, das den Kampagne-Schulen zur Unterstützung ihrer gewählten Projekte bereitgestellt wird.

Ziel ist es, ein langfristiges Netzwerk aufzubauen, das zunächst die Möglichkeit einzelner Vernetzungen bietet, um später feste Kooperationen zu etablieren und die Haltung der BNE in den Institutionen zu verankern. Als erstes Projekt sollen dafür die Erfahrungen einzelner Vernetzungen in einer Ausstellung präsentiert werden.

Wald und Landschaft werden sowohl im Nahbereich der Schulen als auch in schulfernen Gebieten als erlebbare Natur mit heilsamer, gesundheitsfördernder Wirkung und nachhaltig bewirtschaftete Ressource erkannt. Ob als Kräuterdetektiv mit dem Kneippverein regional vor Ort oder auf den Spuren der Lamas und ihrer Bedeutung in Peru.  Diese „Outdoor Education“ erreicht zum einen mit der Aktivierung der Sinne eine Sensibilisierung der Schüler*innen und fördert somit ihre mentale Entwicklung in Form von Wohlbefinden, Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl sowie die soziale Kompetenz durch Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit oder Spielverhalten, die z.B. durch den Bau eines Weidentipis gefördert werden kann.
Zum anderen stärkt sie aber auch die kognitiven Fähigkeiten durch die Fokussierung auf das Thema Wald und Natur.
Gerade die Lebenszusammenhänge und Vernetzungen im Ökosystem Wald und seine Rolle im Klimawandel lassen Schüler*innen sich als Teil einer erhaltenswerten Natur erkennen.
Ein Verantwortungsbewusstsein für das eigene Handeln entsteht. Wer bei einer Exkursion den Rückgang der biologischen Vielfalt auf heimischen Wiesen erlebt,
wird verstehen, welche Verantwortung die Landwirtschaft und wir als Verbraucher*innen tragen.
Unter dem Schlagwort der Gestaltungskompetenz (vgl. Landesstrategie NRW) kann dies bedeuten:

interdisziplinär zu denken, z.B. im Sinne der Ökologie und Wirtschaft auf die Felder zu blicken
die Fähigkeit zur Solidarität zu entwickeln, z.B. indem sich das eigene Verbraucherverhalten verändert
die Fähigkeit, sich und andere motivieren zu können, z.B. in einer Artenbestimmung von Insekten

 
Insofern rücken bei der Vermittlung der Inhalte die BNE – Kriterien ins Blickfeld. Der Leitgedanke Gerechtigkeit, eine interdisziplinäre Herangehensweise oder die globalen Zusammenhänge spielen ebenso eine Rolle wie die vernetzte Betrachtung ökologischer, ökonomischer und soziokultureller Perspektiven. Beim gemeinsamen Kochen am Lagerfeuer (Naturschule HSK), der Verwendung der gesammelten Kräuter (Kneippverein) und der Unterstützung und Vertiefung der Themen durch Literatur der Stadtbibliothek wird der Mehrwert verschiedener Partner*innen des Netzwerks erlebbar. Nach und nach kann es durch verschiedene Methoden gelingen, mit Schüler*innen Ideen für die Zukunft zu entwickeln, ihr vernetztes Denken zu schärfen und sie aktiv in gesellschaftliche Prozesse einzubinden (Partizipation). Dabei sollen sie maßgeblich das gemeinsame Projekt, die Ausstellung entwickeln und planen, diese durchführen und im Nachgriff reflektieren. Diese Ausstellung ist vom 13. Dezember 2019 bis zum 12. Januar 2020 im Museum Haus Hövener in Brilon geplant.

Im nächsten Schritt sollen die Partner überlegen, welche weiteren spannenden Partner*innen sie kennengelernt haben, wo sie Ansätze für ihre eigene Lebenswirklichkeit sehen und Anstöße für weitere Projekte finden.

[1] Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (2016): Landesstrageie Bildung für nachhaltige Entwicklung-Zukunft Lernen NRW (2016-2020), S.11

Stammdaten des Netzwerkes

Herr Friedel Schumacher
Elisabethstr.26,
59929 Brilon
Tel : 02961 - 3149
Email

Teilnahme an Kampagnen