Theodor-Heuss-Gymnasium Essen / Gymnasium

THG: Wir konsumieren nachhaltig!

Hauptkategorie: Konsum und Lebenstile

Projektbeschreibung

Unter diesem Motto engagieren sich seit dem Sommer 2016 immer mehr Beteiligte des Schullebens, sodass immer mehr Menschen an der Schule und im Stadtteil bewusster konsumieren und nachhaltiger denken und handeln:

In diesem Jahr hat die gesamte Schule an den bundesweiten „Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit“ teilgenommen. Im Zeitraum vom 03.06. bis 07.06.2019 setzten wir uns als Schulgemeinschaft das Ziel, so viel Plastik wie möglich einzusparen und so das Bewusstsein für Plastikverbrauch und -konsum sowie für alternative Möglichkeiten der Verpackung zu erhöhen und zu fördern: https://www.tatenfuermorgen.de/aktion/?aktionid=9068.

Projektkurs Nachhaltigkeit 2017/2018: Thema "Energie" in zwei Projekten: Strom und Heizung. Zunächst erfolgte eine umfassende Recherchephase zu Aspekten der Themen. Anschließend haben die Schülerinnen und Schüler untersucht, welche Optimierungsnotwendigkeiten (Ist-Zustand) und -möglichkeiten (Soll-Zustand) es am THG gibt, um anschließend konkrete Umsetzungsmaßnahmen zu entwickeln. In allen Bereichen der Projekte konnten außerschulische Partner gewonnen werden (ISTA, Conjoule, Stadtwerke Essen, Sparkasse Essen).

Nachhaltigkeits-AG: Unser Motto ist: „Wir konsumieren nachhaltig“. Schwerpunkmäßig haben wir dabei das Thema Plastik-/vermeidung behandelt. Unsere Highlights waren: Es fing an mit einer Recherchepahse, Besuchen und Interviews im Unverpackt-Laden und einem Supermarkt in Kettwig und der Erstellung von Podcasts und einer Instagram-Seite. Seit nun zwei Jahren bildet die AG die neuen 5.-Klässler zu Umwelt-Polizistinnen und -polizisten aus. Anfang 2019 wurde ein Workshop für die Lehrerinnen und Lehrer durchgeführt. Hier lernten sie, dass pro Minute ein Müllwagen voll Plastik in die Weltmeere gelangt, dass ein immenser Anteil des Plastikverbrauchs durch Verpackungen erzeugt wird und wir als Konsumenten durch ein verändertes Kaufverhalten bereits einiges zum Umweltschutz beitragen können. Auf vielen Plakaten und durch mitgebrachte Produkte gab die AG wertvolle Anregungen zur Plastikvermeidung. Die Highlights waren das selbstgemachte Deo mit Rezept und ein Video zum Besuch im Unverpackt-Laden.
Aber auch die heranwachsenden Umweltpolizistinnen und -polizisten von morgen wollten wir informieren. Dazu fuhren wir einen ganzen Schultag an eine benachbarte Grundschule. Die gesamte AG führte klassenweise mit allen Grundschülern der Klassen drei und vier einen zweistündigen Workshop durch. Außerdem haben wir umgesetzt: Bepflanzung und Pflege von Hochbeeten; Herstellung und Wartung von Vogelhäusern, Bau und Pflege eines Insektenhotel, Minz-Tee, Rosmarin-Öl, Kräutersalz, Lavendel-Duftsäcken; Kerzen-Upcycling

Umwelt-Polizisten & Umwelt-Hinweisschilder: Um auch schon die Jüngsten mit in die Verantwortung zu ziehen, gibt es seit Beginn dieses Schuljahrs eine jahrgangsweite Institution: In allen 5. Klassen wurde mindestens eine Umwelt-Polizistin bzw. ein Umwelt-Polizist aktiviert. Es ist ein verantwortungsvolles Amt, das reihum vergeben wird. Die jeweiligen Schülerinnen und Schüler achten auf einen nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen: Zum Beispiel erinnern sie ihre Mitschüler daran, Papierseiten doppelt zu beschreiben, die Heizung auszuschalten, wenn gelüftet wird oder das Licht auszuschalten, wenn es nicht gebraucht wird. Woher wissen die 5.-Klässler, wie man nachhaltig handelt? - Hierzu hat die Nachhaltigkeits-AG im Politik-Unterricht alle 5. Klassen ausführlich über den Klimawandel und mögliche Verhaltensregeln informiert. Anschließend haben alle Schülerinnen und Schüler einen Vertrag unterschrieben, der gut sichtbar in allen Klassenräumen aushängt. Eine daran anknüpfende Unterrichtsreihe im Fach Politik vertieft diese ersten Eindrücke. Durch die Verflechtung von Schüler-Coaching, curricularer Arbeit der Kolleginnen und Kollegen sowie dem Engagement der Umwelt-Polizei entsteht ein gefestigtes Wissen um das Thema Nachhaltiges Handeln, das so wünschenswerterweise alle Beteiligten dazu anregt, ihr Wissen im täglichen Handeln auch anzuwenden. Außerdem erinnern nun in jedem Raum der Schule Hinweisschilder an Möglichkeiten, wie man im Schulalltag nachhaltiger handeln kann.
Hier haben die Umweltpolizistinnen und -polizisten bereits mitgewirkt: Im März 2019 haben sie am Picobello-Sauberzauber der Stadt Essen teilgenommen. Das Theodor-Heuss-Gymnasium ist eines der sehr wenigen Gymnasien Essens überhaupt, das an der Müllsammelaktion teilgenommen hat. Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass das neue Mülltrennungskonzept mit neu eingeführten Müllsammelbehältern und Papiertonnen in den Klassenräumen konsequent durchgeführt wird. Sie kennen auch die Argumente für die Mülltrennung: Papier und Pappe können sehr gut recycelt werden: Wir nutzen mittlerweile sogar Recyclingpapier; Plastik kann in großen Mengen auch recycelt werden – aber nur, wenn wir es richtig einsortieren. Je mehr Plastik in der Tonne landet, desto weniger landet in unserer Umwelt, Restmüll kann verbrannt werden und ist so ein super Energielieferant, z.B. für Strom.

Mehrweg Kaffee-Becher & Brotdosen: In Anlehnung an das Thema Plastik(-Vermeidung), mit dem sich die Nachhaltigkeits-AG beschäftigt, verkauft das THG seit dem Tag der offenen Tür wiederverwendbare Kaffee-/Kakao-Becher und Frühstücksdosen mit THG-Logo. Beide Produkte schonen in besonderem Maße die Umwelt, indem Plastikmüll vermieden wird, da sie beide spülmaschinenfest und für den vielfachen Gebrauch gefertigt sind. Beide Produkte werden in Deutschland produziert, was CO2 einspart. Die Becher sind aus nachwachsenden pflanzlichen Rohstoffen und sogar 100 % biologisch abbaubar über die Bio-Tonne. Die Frühstücksdosen sind aus Plastik, allerdings schadstofffrei, sehr robust und durch den Reinheitsgrad mehrfach recyclebar.
Wir haben uns bewusst gegen den vermeintlich nachhaltigeren Rohstoff Bambus entschieden, da die Bambusprodukte sehr oft mit Plastikanteilen vermischt werden. Diese sind oft nicht eindeutig ausgewiesen, können Schadstoffe, wie BPA, enthalten, die z.B. in der Spülmaschine freigesetzt werden und machen das Bambusprodukt unbrauchbar für das Recyceln. Sogar die Verbraucherzentrale warnt vor Bambusprodukten, sofern sie nicht eindeutig ausgewiesen werden können. Diese sind dann meist sehr teuer. PP-Plastik ist in diesem Vergleich umwelt- und gesundheitsschonender und unsere Wahl für die Frühstücksdosen.

Leitfaden nachhaltigere Schulveranstaltungen: Frau Behnke und Frau Edeler als Vertreter des Nachhaltigkeits-Teams haben zusammen mit Eltern- und SchülervertreterInnen einen Leitfaden für die nachhaltigere Gestaltung von Schulveranstaltungen, wie Weihnachtsfeiern, Klassenfeiern, Aufführungen, Unterstufenparty uvm., entwickelt. Wir werden nun so oft wie möglich Tassen, Gläser, Besteck und Teller anstelle von Plastikbesteck/-geschirr verwenden, auf Mülltrennung achten und auf Getränkeflaschen aus Glas zurückgreifen. Kaffee und Kakao sollten vorwiegend mit dem FairTrade-Siegel angeboten werden und Süßigkeiten vorzugsweise selbstgebacken werden, um einzelne Keksverpackungen zu vermeiden. Wir haben uns außerdem darauf geeinigt, sofern möglich, Recycling-Servietten zu verwendet, um das Bewusstsein für nachhaltigeren Konsum zu schärfen.

Workshop virtuelles Wasser – Kooperation mit der Stadtsparkasse Essen. Am 15. und 19.12.17 und am 06.12.2018 lernten die SchülerInnen der 7ten und 8ten Klassen beeindruckende Fakten zum Thema „Virtueller Fußabdruck – Wasser“ kennen, erfuhren z.B. wieviel und wann Obst und Gemüse, aber auch Kleidung und Elektrogeräte Wasser verbrauchen und schätzten zum Schluss ihren eigenen Wasserbedarf ein. Energieexperte Carsten Schultz von der Deutschen Umwelt-Aktion e.V. schaffte es, den SchülerInnen das Thema spannend, anschaulich und einprägend zu vermitteln. Der Workshop wurde von der Stadtsparkasse Essen gesponsert. Mila Knoche aus der 7a berichtet: „Zuerst wusste niemand aus meinem Kurs, was der Begriff „virtuelles Wasser“ bedeutet. Unter virtuellem Wasser wird das gesamte Süßwasser bezeichnet, das bei der Herstellung und beim Transport eines Produktes verwendet wurde. Der Wasserverbrauch in unserem Haus, wie der einer Waschmaschine, einer Dusche oder einer Klospülung, ist in den letzten Jahren in Deutschland um 4l gesunken, von pro Person 125l auf 121l täglich. Zugleich steigt unser virtueller Wasserverbrauch in den letzten Jahren von ca. pro Person 4000l auf 5000l täglich. Der virtuelle Wasserbedarf einer Avocado liegt z.B. bei 2000l, der von Rindfleisch bei ca. 15000l, und von Tomaten aus deutschen Gewächshäusern nur bei ca. 20l. Wenn wir virtuelles Wasser sparen, kann man auch Geld sparen!"

Workshop Energieparcours – Kooperation mit der Schule Natur
Unter der Leitung von Eva Gentzsch besuchte die Klasse 5c Mitte März 2018 im Rahmen des Erdkundeunterrichts den Energieparcours in der Schule Natur in der Gruga. Thema: „Versorgung durch Industrie und Dienstleistungen – Energieversorgung bei uns zu Hause hat ihren Preis“. Die Schülerinnen und Schüler lernten viele Aspekte rund um die Energie kennen. An sechs Stationen ging es darum, sie zu fühlen, zu schmecken, mit ihr zu experimentieren, zuordnen, zu tasten, zu forschen und zu knobeln, … – alles rund um die Fragen „Was ist eigentlich Energie?, Welche Energieträger gibt es?, Wie sind sie entstanden?, Wie wird Strom produziert?, Was ist ein „geschlossener Stromkreislauf“, was sind „Elektronen“, was ist „elektrische Spannung“?, Wie kann man Sonnenenergie in einer kleinen Solarwerkstatt in elektrische Energie umwandeln?“

Nachhaltigkeits-Tag: Henkel am THG. Am 11.07.2017 gingen Schülerinnen und Schüler der MINT-Kurse und der Nachhaltigkeits-AG dem Thema Nachhaltigkeit auf den Grund: Was ist nachhaltiges Handeln und warum ist es wichtig? Hierzu kam die Firma Henkel aus Düsseldorf einen Schultag ans THG. In einem interaktiven Workshop lernten die Schülerinnen und Schüler in Teams mit Filmen, Grafiken und Arbeitsblättern, dass CO2-Emissionen mit für den Klimawandel verantwortlich sind. CO2 wird aber nicht nur von Autos oder Kraftwerken produziert, sondern z.B. auch bei der Herstellung von Kleidung. Außerdem sollten wir auf einen angemessenen Wasserverbrauch achten, da dies eine endliche Ressource ist. In Kleingruppen erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler Strategien, wie sie ihr Handeln im Alltag nachhaltiger gestalten können und welche Auswirkungen dies auch auch ihre finanziellen Mittel haben kann. Im Vordergrund standen dabei die Bereiche Konsum, Transport, Ernährung und zu Hause. 

Wettbewerbe

  • Schule ohne Rassismus
  • Europaschule
  • Streitschlichterprogramm
  • Sonstiges
  • Fotostory

Stammdaten der Schule

Herr Christian Koehn
Hauptstraße 148
45219 Essen
Tel : 02054 - 95430
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