Theodor-Heuss-Gymnasium Essen / Gymnasium

THG: Wir konsumieren nachhaltig!

Hauptkategorie: Konsum und Lebenstile

Projektbeschreibung

Unter diesem Motto engagieren sich seit dem Sommer 2016 viele Schülerinnen und Schüler am THG im Unterricht, in einer Nachhaltigkeits AG, in einem Projektkurs und in außerunterrichtlichen Workshops:

Projektkurs Nachhaltigkeit 2017/2018: Thema "Energie" in zwei Projekten: Strom und Heizung. Zunächst erfolgte eine umfassende Recherchephase zu Aspekten der Themen. Anschließend haben die Schülerinnen und Schüler untersucht, welche Optimierungsnotwendigkeiten (Ist-Zustand) und -möglichkeiten (Soll-Zustand) es am THG gibt, um anschließend konkrete Umsetzungsmaßnahmen zu entwickeln. In allen Bereichen der Projekte konnten außerschulische Partner gewonnen werden (ISTA, Conjoule, Stadtwerke Essen, Sparkasse Essen).

1. Projekt Heizung am THG
• Die Firma ISTA hat alle Heizkörper im THG mit Reglern und Funkmeldern ausgestattet, die den Verbrauch der Heizkörper messen. Ein Monitor in der Pausenhalle visualisiert tagesaktuell den Verbrauch der einzelnen Räume im Schulgebäude.
• Ein Techniker der Firma ISTA hat zusätzlich die Funktionsweise der schulischen Heizungsanlage erläutert und Tipps zum Umgang mit den Heizreglern gegeben.
• Die Schülerinnen und Schüler hatten Zugang zu diesen Daten und haben diese ausgewertet.
• Anschließend haben sie die Jahrgangsstufen 5-10 sowie das Lehrerkollegium über den aktuellen Verbrauch informiert und zu einem bewussten Heizverhalten motiviert, das auch Geld spart!
• Bei diesem Prozess unterstützte uns ein Klimaschutzmanager aus dem Umweltamt der Stadt Essen.

2. Projekt: Strom am THG
• Die Firma Conjoule ermöglichte einen Besuch des Tagebaus Garzweiler als Beispiel für den Abbau und die Nutzung fossiler Brennstoffe. Auf diese Weise können die SchülerInnen und Schüler die Konsequenzen der Strom- bzw. Heizenergienutzung selbst erleben.
• Energieexperte Carsten Schultz von der Deutschen Umwelt-Aktion e.V. vertiefte das zuvor ausführlich von recherchierte Themenfeld mit den Schülerinnen und Schülern kritisch-konstruktiv. Dieser Workshop wurde von den Stadtwerken Essen gesponsert. Auf dieser Grundlage wurden die Schülerinnen und Schüler befähigt, fundierter Entscheidungen über die Art der Energiequelle zu treffen und die globalen Auswirkungen realistischer einzuschätzen. Er diskutierte hierbau auch den monitären Aspekt der nachhaltigen Energiequellen.
• Die Firma Conjoule erarbeitete mit den Schülerinnen und Schüler nach einem fachlichen Input zu den Grundlagen der BWL, analog zu einem Unternehmen, konkrete Businesspläne zur eigenen Produktentwicklung. Denn die Schülerinnen und Schüler kreieren in vierer Teams ihre eigenen Produkte zum Themenbereich erneuerbare Energiequellen, d.h. sie vermarkten, bauen und präsentieren diese eigenständig.
• Zum Abschluss präsentierten alle Gruppen ihre entwickelten Produkte und Marketingstrategien in Form eines Pitches à la „Höhle der Löwen“. Hierbei war auch ein Filmteam anwesend. Wir warten noch auf das fertige Ergebnis.

Nachhaltigkeits-AG: Wir möchten zeigen, dass man auf einfache Weise manche Lebensmittel selbst produzieren oder verfeinern kann, mit Produkten aus dem eigenen Anbau. So kann man einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten: Denn man spart sich den Einkaufsweg und somit CO2 und schont die Insekten und Vögel, indem man auf chemischen Dünger oder Schädlingsbekämpfungen verzichtet. Außerdem setzt man sich auf diese Weise mit seiner Ernährung und den Lebensmitteln vielmehr auseinander und kann sich bewusster und gesünder ernähren. Im Gespräch mit dem Eltern, Lehrern und Mitschülerinnen und Schülern beim Verkauf unserer Produkte konnten wir unser Wissen weitergeben und haben viel über die ökonomische Seite des nachhaltigen Konsums gelernt.

Folgendes haben wir umgesetzt: Bepflanzung von Hochbeeten; Herstellung von Vogelhäusern, Insektenhotel, Minz-Tee, Rosmarin-Öl, Kräutersalz, Lavendel-Duftsäcken; Kerzen-Recycling, Narzissen-Bepflanzung, Thema Plastik

Umwelt-Polizisten & Umwelt-Hinweisschilder: Um auch schon die Jüngsten mit in die Verantwortung zu ziehen, gibt es seit Beginn dieses Schuljahrs eine jahrgangsweite Institution: In allen 5. Klassen wurde mindestens eine Umwelt-Polizistin bzw. ein Umwelt-Polizist aktiviert. Es ist ein verantwortungsvolles Amt, das reihum vergeben wird. Die jeweiligen Schülerinnen und Schüler achten auf einen nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen: Zum Beispiel erinnern sie ihre Mitschüler daran, Papierseiten doppelt zu beschreiben, die Heizung auszuschalten, wenn gelüftet wird oder das Licht auszuschalten, wenn es nicht gebraucht wird. Woher wissen die 5.-Klässler, wie man nachhaltig handelt? - Hierzu hat die Nachhaltigkeits-AG im Politik-Unterricht alle 5. Klassen ausführlich über den Klimawandel und mögliche Verhaltensregeln informiert. Anschließend haben alle Schülerinnen und Schüler einen Vertrag unterschrieben, der gut sichtbar in allen Klassenräumen aushängt. Eine daran anknüpfende Unterrichtsreihe im Fach Politik vertieft diese ersten Eindrücke. Durch die Verflechtung von Schüler-Coaching, curricularer Arbeit der Kolleginnen und Kollegen sowie dem Engagement der Umwelt-Polizei entsteht ein gefestigtes Wissen um das Thema Nachhaltiges Handeln, das so wünschenswerterweise alle Beteiligten dazu anregt, ihr Wissen im täglichen Handeln auch anzuwenden. Außerdem erinnern nun in jedem Raum der Schule Hinweisschilder an Möglichkeiten, wie man im Schulalltag nachhaltiger handeln kann.

Auch die Grundschüler werden sensibilisiert: In diesem Jahr haben wir zum ersten Mal auch die Grundschüler für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisiert. Als diese im November am MINT-Tag zu uns in die Schule kamen, haben wir sie an vier Stationen aufgeklärt, was Nachhaltigkeit überhaupt ist, wo sie selbst Strom verbrauchen und auch einsparen können, dass Plastik in unseren Weltmeeren schwimmt und wie wir richtig Müll trennen, um dies zu vermeiden. Hierzu erstellten wir auch eigens einen Podcast, den wir auf der Homepage verlinkt haben. Viel Spaß beim Hören!

Mehrweg Kaffee-Becher & Brotdosen: In Anlehnung an das Thema Plastik(-Vermeidung), mit dem sich die Nachhaltigkeits-AG beschäftigt, verkauft das THG seit dem Tag der offenen Tür wiederverwendbare Kaffee-/Kakao-Becher und Frühstücksdosen mit THG-Logo. Beide Produkte schonen in besonderem Maße die Umwelt, indem Plastikmüll vermieden wird, da sie beide spülmaschinenfest und für den vielfachen Gebrauch gefertigt sind. Beide Produkte werden in Deutschland produziert, was CO2 einspart. Die Becher sind aus nachwachsenden pflanzlichen Rohstoffen und sogar 100 % biologisch abbaubar über die Bio-Tonne. Die Frühstücksdosen sind aus Plastik, allerdings schadstofffrei, sehr robust und durch den Reinheitsgrad mehrfach recyclebar.
Wir haben uns bewusst gegen den vermeintlich nachhaltigeren Rohstoff Bambus entschieden, da die Bambusprodukte sehr oft mit Plastikanteilen vermischt werden. Diese sind oft nicht eindeutig ausgewiesen, können Schadstoffe, wie BPA, enthalten, die z.B. in der Spülmaschine freigesetzt werden und machen das Bambusprodukt unbrauchbar für das Recyceln. Sogar die Verbraucherzentrale warnt vor Bambusprodukten, sofern sie nicht eindeutig ausgewiesen werden können. Diese sind dann meist sehr teuer. PP-Plastik ist in diesem Vergleich umwelt- und gesundheitsschonender und unsere Wahl für die Frühstücksdosen.
Hilf auch du mit, weniger Plastikmüll zu produzieren, indem du eins unserer Produkte kaufst. Dies gilt nur solange der Vorrat reicht!

Leitfaden nachhaltigere Schulveranstaltungen: Frau Behnke und Frau Edeler als Vertreter des Nachhaltigkeits-Teams haben zusammen mit Eltern- und SchülervertreterInnen einen Leitfaden für die nachhaltigere Gestaltung von Schulveranstaltungen, wie Weihnachtsfeiern, Klassenfeiern, Aufführungen, Unterstufenparty uvm., entwickelt. Wir werden nun so oft wie möglich Tassen, Gläser, Besteck und Teller anstelle von Plastikbesteck/-geschirr verwenden, auf Mülltrennung achten und auf Getränkeflaschen aus Glas zurückgreifen. Kaffee und Kakao sollten vorwiegend mit dem FairTrade-Siegel angeboten werden und Süßigkeiten vorzugsweise selbstgebacken werden, um einzelne Keksverpackungen zu vermeiden. Wir haben uns außerdem darauf geeinigt, sofern möglich, Recycling-Servietten zu verwendet, um das Bewusstsein für nachhaltigeren Konsum zu schärfen.

Workshop virtuelles Wasser – Kooperation mit der Stadtsparkasse Essen. Am 15. und 19.12.17 und am 06.12.2018 lernten die SchülerInnen der 7ten und 8ten Klassen beeindruckende Fakten zum Thema „Virtueller Fußabdruck – Wasser“ kennen, erfuhren z.B. wieviel und wann Obst und Gemüse, aber auch Kleidung und Elektrogeräte Wasser verbrauchen und schätzten zum Schluss ihren eigenen Wasserbedarf ein. Energieexperte Carsten Schultz von der Deutschen Umwelt-Aktion e.V. schaffte es, den SchülerInnen das Thema spannend, anschaulich und einprägend zu vermitteln. Der Workshop wurde von der Stadtsparkasse Essen gesponsert. Mila Knoche aus der 7a berichtet: „Zuerst wusste niemand aus meinem Kurs, was der Begriff „virtuelles Wasser“ bedeutet. Unter virtuellem Wasser wird das gesamte Süßwasser bezeichnet, das bei der Herstellung und beim Transport eines Produktes verwendet wurde. Der Wasserverbrauch in unserem Haus, wie der einer Waschmaschine, einer Dusche oder einer Klospülung, ist in den letzten Jahren in Deutschland um 4l gesunken, von pro Person 125l auf 121l täglich. Zugleich steigt unser virtueller Wasserverbrauch in den letzten Jahren von ca. pro Person 4000l auf 5000l täglich. Der virtuelle Wasserbedarf einer Avocado liegt z.B. bei 2000l, der von Rindfleisch bei ca. 15000l, und von Tomaten aus deutschen Gewächshäusern nur bei ca. 20l. Wenn wir virtuelles Wasser sparen, kann man auch Geld sparen!"

Workshop Energieparcours – Kooperation mit der Schule Natur
Unter der Leitung von Eva Gentzsch besuchte die Klasse 5c Mitte März 2018 im Rahmen des Erdkundeunterrichts den Energieparcours in der Schule Natur in der Gruga. Thema: „Versorgung durch Industrie und Dienstleistungen – Energieversorgung bei uns zu Hause hat ihren Preis“. Die Schülerinnen und Schüler lernten viele Aspekte rund um die Energie kennen. An sechs Stationen ging es darum, sie zu fühlen, zu schmecken, mit ihr zu experimentieren, zuordnen, zu tasten, zu forschen und zu knobeln, … – alles rund um die Fragen „Was ist eigentlich Energie?, Welche Energieträger gibt es?, Wie sind sie entstanden?, Wie wird Strom produziert?, Was ist ein „geschlossener Stromkreislauf“, was sind „Elektronen“, was ist „elektrische Spannung“?, Wie kann man Sonnenenergie in einer kleinen Solarwerkstatt in elektrische Energie umwandeln?“

Nachhaltigkeits-Tag: Henkel am THG. Am 11.07.2017 gingen Schülerinnen und Schüler der MINT-Kurse und der Nachhaltigkeits-AG dem Thema Nachhaltigkeit auf den Grund: Was ist nachhaltiges Handeln und warum ist es wichtig? Hierzu kam die Firma Henkel aus Düsseldorf einen Schultag ans THG. In einem interaktiven Workshop lernten die Schülerinnen und Schüler in Teams mit Filmen, Grafiken und Arbeitsblättern, dass CO2-Emissionen mit für den Klimawandel verantwortlich sind. CO2 wird aber nicht nur von Autos oder Kraftwerken produziert, sondern z.B. auch bei der Herstellung von Kleidung. Außerdem sollten wir auf einen angemessenen Wasserverbrauch achten, da dies eine endliche Ressource ist. In Kleingruppen erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler Strategien, wie sie ihr Handeln im Alltag nachhaltiger gestalten können und welche Auswirkungen dies auch auch ihre finanziellen Mittel haben kann. Im Vordergrund standen dabei die Bereiche Konsum, Transport, Ernährung und zu Hause. 

Wettbewerbe

  • Schule ohne Rassismus
  • Europaschule
  • Streitschlichterprogramm
  • Schule in Team
  • Sonstiges

Stammdaten der Schule

Herr Christian Koehn
Hauptstraße 148
45219 Essen
Tel : 02054 - 95430
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Teilnahme an Kampagnen